24.05.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |
Wenn Gott mit Seiner sorgenden Vorsehung Kräutlein, Blumen und die Blätter auf einem Baum nicht verläßt, wird Er dann uns verlassen? Möge sich jeder Mensch von ganzem Herzen davon überzeugen, daß der Herr Sich Selbst treu ist in Seiner Vorsehung für jedes – auch das kleinste – Seiner Geschöpfe. Begreife, daß bei jedem Geschöpf der Schöpfer unsichtbar gegenwärtig ist. Nach den Worten des Erlösers kleidet Gott die Blumen des Feldes, nährt die Vögel des Himmels (Matth. 6, 30; 6, 26). Womit erfreut Gott nicht uns, Seine Geschöpfe? Sogar durch die Schönheit der Blumen. Wie eine zärtliche Mutter so schafft Er, gemäß Seiner ewigen Macht und Weisheit, uns jedes Jahr aus dem Nichts diese prächtigen Gewächse. Erfreuen wir uns an ihnen, aber vergessen wir auch nicht, die Güte des Schöpfers, unseres himmlischen Vaters, zu verherrlichen; antworten wir selbst auf Seine Liebe mit der Liebe unserer Herzen.
23.05.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |
Jeder Ort ist Ort der Gegenwart Gottes und der Herrschaft Gottes, daraus ist zweifelsfrei, daß der Herr mit den Augen der Gottesbilder auf uns schaut und mit dem Mund der Gottesbilder zu uns sprechen kann wie mit dem eigenen. Weil der Herr an jedem Ort anwesend ist, wirkt sein Kreuz wunderbar, tut Sein Name Wunder, sind Seine Ikonen wundertätig und in jedem Falle Orte Seiner gnadenvollen Gegenwart.
22.05.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |
Seit der Zeit, da der Mensch nach seinem eigenen Willen von Gott abfiel, schaut er – wie ein Tier, das erst zahm war, dann aber in dichten Wäldern verwilderte – ungern auf den Ort seines früheren Lebens, liebt mehr das Dunkel des Waldes, d. h. dieser Welt, als das Licht seines früheren Ortes, d. h. des göttlichen Paradieses. Schwer vereinigt er sich mit Gott, und nach der Vereinigung fällt er häufig von Ihm ab; nur schwer gelangt er zum aufrichtigen Glauben an Gott und alles, was Er ihm offenbart hat, und er bemüht sich nicht ständig um die Bewahrung der himmlischen Gabe des Glaubens im Herzen.
21.05.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |
Die Kinder, Bilder des Vaters und der Mutter, sind dem Herzen der Eltern nahe: noch näher sind die Menschen, besonders die Christen, als Ebenbilder Gottes, dem Herzen Gottes.
Die äußere und oft auch innere Ähnlichkeit der Kinder mit den Eltern erinnert uns an unsere innere Ähnlichkeit mit Gott.
20.05.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |
Morgengebet: O Gott! Schöpfer und Herr der Welt! Sieh in diesen Morgenstunden gnädig herab auf Dein Geschöpf, das Du mit Deinem göttlichen Bild geschmückt hast: Es belebe, es erleuchte Dein Auge, um alle Unendlichkeiten leuchtender als die Strahlen der Sonne, meine dunkle, durch die Sünde erwürgte Seele. Nimm fort von mir Niedergeschlagenheit und Trägheit, schenke mir Frohmut und zuversichtlichen Sinn der Seele, daß ich in der freudigen Regung meines Herzens Deine Güte und Heiligkeit, Deine grenzenlose Erhabenheit, Deine unendlichen Vollkommenheiten zu jeder Stunde und an jedem Ort preise. Denn Du bist mein Schöpfer und der Gebieter meines Lebens, Herr, und Dir gebührt Lobpreis von Deinen vernunftbegabten Geschöpfen zu jeder Stunde, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
19.05.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |
Ehre sei Dir, allheiliger, lebenspendender Geist, der vom Vater ausgeht und ewig im Sohne ruht, untrennbar vom Vater und vom Sohn! Ehre sei Dir, Sohn Gottes, der Du durch den Hl. Geist die Teufel vertreibst und durch Ihn unsere Rettung erbaust, uns heiligst, weise machst und stärkst! Ehre sei Dir, Vater, sei zu uns gütig immer in dem Sohne durch den H1. Geist!
Unteilbare Dreieinigkeit und Einheit erbarme Dich unser!
18.05.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |
Die Menschen sind dadurch in Unglauben gefallen, daß sie den Geist des Gebets völlig verloren haben, oder ihn überhaupt nicht hatten oder nicht haben, kurz – dadurch, daß sie nicht beten. Für den Fürsten dieser Welt ist Raum zum Wirken in den Herzen solcher Menschen; er ist in ihnen Herr. Im Gebet haben sie nicht vom Herrn für sich erbeten, und erbeten sie nicht, den Tau der göttlichen Gnade (nur dem Bittenden und Suchenden aber werden die Gaben des Herrn geschenkt), und so sind die Herzen, verdorben von Natur, ohne den belebenden Tau des hl. Geistes vertrocknet, und von der äußersten Trockenheit schließlich entflammt im höllischen Brand des Unglaubens und verschiedenartiger Leidenschaften; der Teufel entfacht nur die Leidenschaften, die dieses höllische Feuer nähren und triumphiert beim Anblick des Verderbens der unglücklichen Seelen, die losgekauft sind durch das Blut Dessen, Der seine Macht zertrat.
17.05.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |
Der Mensch ist eine kleine Welt. Wie die Seele im Leib, so ist auch Gott in der Welt. Wenn die Seele den Leib verläßt, beginnt der Leib sofort zu zerfallen. Wenn der Geist Gottes die Welt verläßt, so wird auch die Welt sogleich zerfallen. Die Seele ist im Körper überall, besonders aber im Herzen, so ist auch Gott überall in der Welt, besonders aber im Himmel und in der Kirche, – Und so erkenne auf Schritt und Tritt die Gegenwart Gottes.
16.05.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |
Wenn der Teufel in unserem Herzen ist, dann ist eine ungewöhnliche, mörderische Schwere und sengendes Feuer in unserer Brust und unserem Herzen; die Seele ist ungewöhnlich beengt und verdunkelt; alles reizt sie; gegenüber jedem guten Werk fühlt sie Widerwillen; Worte und Handlungen anderer mißdeutet sie in Hinblick auf sich selbst und sieht in ihnen gegen sich selbst, gegen ihre Ehre gerichtete böse Absichten, und fühlt deshalb ihnen gegenüber einen tiefen mörderischen Haß, gerät in rasenden Zorn und brennt auf Rache. „An seinen Früchten werdet ihr ihn erkennen“ (Matth. 7, 20). Es gibt Tage, da mich der böse Geist in Bedrängnis bringt.
15.05.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |
Ehre dem Geist Gottes, der vom Vater ausgeht zur Belebung eines jeglichen Geschöpfes und der die ganze Welt erfüllt. Ehre sei Ihm, der die Engel und die Menschen sowie jedes Geschöpf belebt. Ehre sei Ihm, unserer Stärke, unserem Heiligtum. Ehre sei Ihm, der mit dem Vater und dem Sohn gleich ewigen Wesens ist.