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Athos – Heilige Berge : Links

12.05.2006 | Thema: Athos, Tagebuch |

http://www.emmet.de/hb_atho.htm
http://www.swr.de/kaffee-oder-tee/reise/2001/05/30/
http://www.globetrotter-seiten.de/griechenland/grietexte/grie_athos.html
http://www.spiegel.de/reise/kurztrip/0,1518,221466,00.html
http://www.spiegel.de/reise/kurztrip/0,1518,221712,00.html

VI. Der Geschmack von Brot mit Quitte

30.04.2006 | Thema: Athos, Lektüre |

Die letzte Beiche vor dem Tod

Ich erinnere mich an eine Beichte im Kloster Grigoriou. Damals, im Jahre 1981, erzählte mir der Klostervorsteher Grigorij, welcher noch heute unter uns weilt, eine Geschichte. Er mußte einem Priester aus einem kleinen griechischen Städtchen die letzte Beichte vor dem Tode abnehmen.

Der Priester hatte zwei Kinder mit einem sehr großen Altersunterschied – einen älteren Sohn und eine um ein vielfaches jüngere Tochter. Eines Tages fuhr der Sohn zum Studieren nach Athen und es geschah eine Tragödie – er starb. Man fand die Leiche des Jünglings an einem menschenleeren Ort. Es bestand kein Zweifel daran, daß er zu Tode geprügelt worden war. Der Sohn hatte ein sehr kirchliches und gläubiges Leben geführt, doch sein goldenes Kreuz fand man bei ihm nicht. Und gerade dieses fehlende Kreuz peinigte die Seele des unglücklichen Vaters. Die Mörder wurden damals nicht gefunden, und das Verbrechen blieb ungesühnt.

Die Jahre vergingen, die Tochter des Priesters war erwachsen geworden und hatte einen Freund. Der junge Mann war etwas älter als sie, er kam zu ihnen nach Hause und war sehr willkommen. Dem Priester, der inzwischen schon verwitwet war, gefiel er. Dennoch konnte der junge Mann sich nicht entschließen, den Priester um die Hand seiner Tochter zu bitten. Nach einiger Zeit bat er den Priester, ihm die Beichte abzunehmen. Der willigte ein, und der junge Mann erklärte, daß er der Liebe des Mädchens nicht würdig wäre, denn er sei … – ein Mörder.

Vor ziemlich langer Zeit war er in Athen in schlechte Gesellschaft geraten; man war betrunken, und spät in der Nacht pöbelten sie einen Jugendlichen an, der ihnen zufällig begegnet war. Der versuchte, ihnen ins Gewissen zu reden, um sie zur Vernunft zu bringen, doch das machte sie nur noch wütender, und sie begannen ihn zu verprügeln und schlugen ihn zu Tode. Er selbst, der jüngste der Gruppe, riß dem Jugendlichen die Kette mit dem goldenen Kreuz vom Hals.

Mit diesen Worten zeigten er dem Priester das Kreuz, und dieser erkannte, daß es das verschwundene Kreuz seines Sohnes war. In diesem Moment kam es dem Priester vor, als würde er den Boden unter seinen Füßen verlieren, und fast wäre er zusammengebrochen. Er fing an zu beten, Gott möge ihm Kraft geben. Der junge Mann fuhr fort: „Sie sehen, so ein von Gott verlassener Mensch wie ich kann nicht der Mann Ihrer Tochter werden. Verzeihen Sie mir.“

Der Priester aber antwortete: „Wie könnte ich dich nicht in meine Familie aufnehmen, wo doch Gott selbst deine Beichte erhört?“ Die Hochzeit wurde gefeiert, und alle Fotos des Sohnes wurden unter einem Vorwand entfernt, damit der Mann seiner Tochter nie erfährt, daß er der Mörder des Bruders seiner Frau ist. Und so hat niemand jemals von diesem Geheimnis erfahren. Nur Vater Grigorij hat der Priester davon erzählt – auf dem Totenbett, in seiner letzten Beichte.

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V. Der Geschmack von Brot mit Quitte

14.04.2006 | Thema: Athos, Lektüre, Tagebuch |

Die Byzantinische Zeit

Das ganze innere Leben auf Athos ist etwas Besonderes – im Grunde genommen ist es noch genau so wie zu byzantinischen Zeiten – ohne Elektrizität, ohne Autos … So war es zumindest noch in den 80-er Jahren, aber leider hat sich inzwischen viel verändert.

Es gilt auch die byzantinische Tageszeit: Mitternacht – das ist die Stunde des Sonnenunterganges, und die ganze Zeit wird daran abgezählt. Und jeden Monat stellt man die Uhren um, weil die Sonne jeden Monat zu verschiedenen Zeiten untergeht. Dabei ist die Uhrzeit selbst von Kloster zu Kloster unterschiedlich, denn einige liegen nah am Meer, während andere sich hoch oben in den Bergen befinden. Aber im Allgemeinen scheint die Zeit auf Athos praktisch stehengeblieben zu sein.

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IV. Der Geschmack von Brot mit Quitte

14.04.2006 | Thema: Athos, Lektüre |

Die Reinheit von Athos

Im Allgemeinen ist Athos ein erstaunlicher Ort. Zum Teil deswegen, weil man sich eine Gemeinschaft, in der nur Männer leben, in der es keine einzige Frau gibt, ähnlich wie eine Junggesellen-Wohnung vorstellt: angebrannte Spiegeleier in der Bratpfanne, schmutzige Wäsche, die überall verstreut liegt, Unordnung ringsherum, Spinnweben in den Ecken.

Aber auf Athos ist es überhaupt nicht so. Es herrschen ideale Ordnung und vorbildliche Sauberkeit.
Auch die Beziehungen untereinander sind etwas Besonderes und unglaublich herzlich. Natürlich ist auch Athos, wie alle Plätze unserer von der Sünde befallenen Erde, nicht vollkommen.

Aber meiner Meinung nach ist es ein Platz, der der Vollkommenheit sehr nahe kommt. Die Empfindung der spirituellen Reinheit dieses Bodens läßt keinen Augenblick nach – egal, ob man in einer byzantinischen Kirche steht, die seit ihrer Errichtung nicht verändert wurde, ob man die Berge besteigt, vorbei an der Hütte eines Eremiten, oder ob man in der Bibliothek eines jahrhundertealten Klosters sitzt.

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III. Der Geschmack von Brot mit Quitte

21.03.2006 | Thema: Athos |

Ist es leicht, ein Mönch zu sein?

Einmal, während meiner vierten Reise nach Athos im Jahre 2001, diesmal bereits aus Rußland, befragte mein Bekannter, ein ziemlich wohlhabender Unternehmer, einen der Mönche des griechischen Klosters über sein Leben.

Er wollte alles wissen, ob es schwierig sei, ein Mönch zu sein. Der Mönch, ein zum orthodoxen Christentum übergetretener Franzose aus einer alten, angesehenen Familie, sagte ihm, ein Mönch zu sein, sei sehr einfach; schwieriger wäre es, ein Mönch zu werden, sich dafür zu entscheiden.

Seitdem er Mönch ist, sei jeder Tag für ihn ein Festtag: die ganze Last der alltäglichen Sorgen sei von ihm abgefallen, er könne in Ruhe über sein geistliches Leben nachdenken, mit Gott Zwiesprache halten, zu Gott beten.

Das weltliche Leben sei doch um ein Vielfaches schwerer: man müsse sich um sein tägliches Brot kümmern, die Familie versorgen, aber das lenke ständig ab.

Er sagte, er verbeuge sich mit großer Hochachtung vor den Heldentaten jener Christen, welche außerhalb der Klöster leben, da für ihn in dieser Hinsicht das Leben unvergleichlich leichter sei.

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II. Der Geschmack von Brot mit Quitte

13.03.2006 | Thema: Athos, Tagebuch |

Beiträge über den Heiligen Berg Athos
Veröffentlicht am 07.07.2003

Die Zeitmaschine

In Jerusalem gibt es einen Tunnel, der uns aus der Zeit des Propheten Jesaja erhalten geblieben ist. Belege darüber kann man im 20. Kapitel des 2. Buches der Könige finden. Während der Belagerung der Stadt durch die Assyrer versorgte dieser Tunnel Jerusalem mit Wasser. Eigene Wasserquellen gab es in der Stadt nicht, und so ließ der König Hiskija frühzeitig einen Tunnel in den Felsen schlagen, um die Stadt während der Belagerung ausreichend mit Wasser zu versorgen. (mehr …)

I. Der Geschmack von Brot mit Quitte

12.03.2006 | Thema: Athos, Tagebuch |

Beiträge über den Heiligen Berg Athos
Veröffentlicht am 07.07.2003

Von der Redaktion

Die Halbinsel Athos (griech.: Agion Oros) in Griechenland endet steil im Ägäischen Meer mit dem gleichnamigen spitzen Berg Athos. Auf der ganzen Halbinsel findet man zwanzig orthodoxe Klöster und viele Mönchshütten. Man sagt, dass sie manchmal wie Schwalbennester am Felsen kleben, und der Gebirgspfad windet sich endlos hinauf, als ob er zum Himmel strebt. (mehr …)

Informationen über Athos (Agion Oros)

9.03.2006 | Thema: Athos, Lektüre |

Der östlichste Finger der Chalkidiki, der Heilige Berg Athos, gilt als der schönste. Noch ist die Zivilisation nicht auf den Heiligen Berg vorgedrungen, der ausschließlich von Mönchen bewohnt wird. Der waldbedeckte gleichnamige Berg Athos, dessen 2033 m hoher Gipfel an der Südspitze der Landzunge aus dem Meer ragt, bietet einen majestätischen Anblick. Seit über tausend Jahren ist der Athos die Heimat von Mönchen, die ihr Leben der Verehrung Gottes und der Heiligen Jungfrau gewidmet haben. Im Jahre 885 n. Chr. erklärte der byzantinische Kaiser Basileios I, den Agios Oros, den Heiligen Berg, zur Enklave von Mönchen und Eremiten. (mehr …)

Mission und Beständigkeit der Gottesdienstform

13.09.2005 | Thema: Ambrosius Backhaus, Athos |

Ambrosius Backhaus

Breklum
27. Februar 2004

Die Verkündigung der Frohen Botschaft hat viele Formen. Der Herr Jesus Christus redet vom Schiff, wenige Meter vom Lande, zu einer großen Menge; ER spricht mit der Frau am Brunnen in Samarien in der Hitze des Mittags, ER sieht den Kranken am Teiche Bethesda und den Zöllner Zachäus auf dem Baum und redet ganz persönlich zu ihnen. ER begegnet Maria von Magdala in der Nähe des Grabes und tritt durch verschlossene Türen zu den Jüngern; ER gedenkt des Thomas und erscheint nach acht Tagen wiederum den versammelten Jüngern, Thomas in ihrer Mitte; ER spricht zu dem zweifelnden Nathanael und hört die Bitte des Hauptmanns von Kapernaum. (mehr …)

Athos

13.09.2005 | Thema: Ambrosius Backhaus, Athos |

Ambrosius Backhaus
22087 Hamburg
Nütschau, 10. Dezember 2003

Der Athos ist ein wirklicher Ort auf unserer Landkarte, eine bergige, bewaldete Landzunge, umbrandet vom blauen Meer. Diese Landzunge, mit dem über 3000 m hohen Berg ATHOS an der Südspitze ist zu einem Ort, einem Raum des Gebetes geworden. (mehr …)


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