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Tagesbuch

S. H. Patriarch Theophilos III von Jerusalem und Ganz Palästina warnt eindringlich vor einem Gesetzentwurf des Israelischen Staates, der die Lage der Christen gefährdet

7.12.2017 | Thema: Tagebuch |

Wir haben als griechisch orthodoxer Patriarch seit 2005 gedient und Wir haben die große Ehre bei Ihnen zu sein, in dem Wir die Christlichen Gemeinschaften der Heiligen Stadt Jerusalem repräsentieren, die Wiege des Christentums ebenso wie unsere Kirche deren Wurzeln zurück zur ununterbrochenen Herkunft seit der Entstehung des Christentums im ersten Jahrhundert reichen.

Wir sind in das Vereinigte Königreich als Teil auf einer internationalen Reise und Mission gekommen, um uns zu reffen mit führenden religiösen Oberhäuptern, Staatsoberhäuptern und Politikern. Wir haben das Mandat aller Kirchenführer des Heiligen Landes, um unser Anliegen zu übermitteln und das Bewusstsein zu erwecken im Hinblick auf die Herausforderungen, denen wir als christliche Gemeinschaft in Jerusalem unterliegen.

Während der letzten Wochen trafen Wir uns mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus und wir trafen Papst Franziskus. Wir berichten Ihnen heute, was Wir jenen unterbreiteten. Wir haben auch diese Sorgen vorgetragen König Abdulla II von Jordanien, dem Erzbischof von Canterbury Justin Welby und Kardinal Vincent Nichols Erzbischof von Westminster.

Jüngst mussten Wir sehen die Bedrohung durch eine Politik, die die Christliche Präsenz unterminiert und den Frieden in der Heiligen Stadt Jerusalem destabilisiert. Der „Status Quo“ bestimmt und hat garantiert die Rechte von Juden, Christen und Muslimen erbaulich und friedlich zusammen  zu leben in Jerusalem während Jahrhunderten, dieses ist jetzt in großer Gefahr. Diese Übereinkunft hat sichergestellt unsere religiösen Freiheiten und den Zugang gesichert zu den Heiligsten Plätzen für alle Menschen und wird so schwerwiegend unterminiert. Wenn Wir nicht zügig handeln, wird es zu spät sein. Das Resultat wird katastrophal sein. Bevor Wir schweigend da stehen, geduldig und schweigend  eine scharfe Kampagne gegen uns und gegen unsere Kirche ertragen, erheben Wir unsere Stimme. Jeden Tag begegnen uns falsche Beschuldigungen, Verdächtigungen und Unterstellungen. Unsere Verfolger greifen unser Erbe und unsere Integrität an. Heute bedeuten unser Ruf und die Ergebenheit zu unserem Herren: Wir können dieses nicht länger akzeptieren und dies hat uns bewogen, unser Schweigen zu brechen und schlicht zu sagen: Genug ist genug!

Vierzig irregeführte Mitglieder der Knesseth unterzeichneten letztes Jahr einen Gesetzentwurf zur Debatte im Israelischen Parlament das, sollte dieses verabschiedet werden, auf schwerste Weise die Rechte der Kirche beschränken würde, frei und unabhängig über Ihren Grund und Boden zu verfügen. Was noch beunruhigender ist, ist die Möglichkeit der Beschlagnahme, was ein klarer Widerspruch ist zu den fundamentalen Prinzipien des Staates. Dies Gesetz ist ein Anschlag auf die Freiheit und Unabhängigkeit der Kirchen, die den Christen gedient und sie unterstützt haben im Heiligen Land seit 2000 Jahren. Sollte der Entwurf Gesetz werden, wäre dieser eine klare Verletzung des „Status Quo“ und ergänzend diverser internationaler Verträge. Des Weiteren, während Wir hier heute sitzen, ist eine Gruppe radikaler Siedler dabei, die Christen aus Jerusalem zu vertreiben.

Diese Gruppe hat ihre verworfenen Aktionen intensiviert, Kircheigentum zu enteignen. Die jüngste solche Handlung ist der „Jaffa Gate Fall“. Die Aktionen dieser Gruppen in diesem Fall wurden hergerufen durch eine jahrzehntelange juristische Auseinandersetzung, die unglücklicherweise in  eine fehlerhafte Entscheidung mündete trotz unleugbarer Beweise, die durch das Team der Juristen des Patriarchats präsentiert wurden. Diese Entscheidung, sollte sie aufrecht erhalten bleiben, hat einen negativen Effekt auf das eigentliche Herz des Christlichen Stadtteils in der Altstadt von Jerusalem und des Weiteren im Hinblick auf die Christliche Bevölkerung und  wird  reduzieren den Zustrom der Pilger zu den Heiligen Christlichen Stätten. Des Weiteren wird es zu einer Steigerung der Spannungen in Jerusalem führen, was Politiker, religiöse Führer und Gemeindemitglieder so einhellig versucht haben zu reduzieren.

Im September gaben die Oberhäupter  der Kirchen eine Stellungnahme heraus, die besagte: „Wir können nicht stark genug hinweisen auf die sehr ernste Situation der jüngsten systematischen Anschläge auf den Status Quo, die diese auf die Integration Jerusalems gehabt haben und das Wohlergehen der Christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land ebenso für die Stabilität unser Gesellschaft.“

Wir verbleiben voll ergeben aufrecht zu erhalten unsere pastoralen Pflichten und  die spirituelle Mission, die uns der Allmächtige Gott anvertraut hat, auch als Wir uns gegenüber sahen diesen unerwarteten und schockierenden Angriffen gegen unsere Historie und Integrität. Wir versichern unseren Brüdern und Schwestern im Heiligen Land, dass wir unserer Mission treu bleiben, Wächter und Diener des Heiligen Grabes Christi und aller anderen Heiligen Stätten zu sein. Wir werden alles in unserer Macht stehende unternehmen  und aufrecht zu erhalten den Status des Eigentums des Patriarchates und unserer brüderlichen Kirchen und wir werden unbeirrt fortfahren, die Präsenz des Christentums in unserer Region zu schützen.

Nachdem die Unterstützung aller Kirchenführer im Heiligen Land, König Abdullas II von Jordanien, Patriarch Bartholomäus und Papst Franziskus vorliegt, wurden wir hier von S. E. dem Erzbischof von Canterbury und S. E. Kardinal Vincent bestärkt und jetzt werden Wir uns an noch mehr religiöse Führer und Staatsoberhäupter wenden, unsere gerechte Sache zu unterstützen.

Wir beten zu Gott dem Allmächtigen uns und unsere Politik in diesen scharfen und schwierigen Zeiten zu stärken. Wir danken Gott für alle, die uns helfen zu schreiben und sich unser Anliegen zu eigen machen. Möge Gott all unsere Bemühungen mit Erfolg krönen, so dass Gerechtigkeit geschieht und Gottes reiche Früchte und Segen kommen über uns alle. Ich danke Ihnen allen.

Quelle: Youtube.com – 02.11.2017 –

Übersetzt von Gerd Holger Wuerfel, M.A. (Universität Hamburg)

Hinweis: Der Übersetzer hat weitestgehend die  Struktur des Englischen zu wahren gesucht.


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