Russische Orthodoxe Kirche zu Hamburg

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Tagesbuch

VIDEO. ALTVÄTER. Erzbischof Johannes von Shanghai und San Francisco

13.05.2016 | Thema: Tagebuch |

Der Russische Emigrant Michail Maximowitsch legte in Serbien das Mönchsgelübde ab und bekam den Namen Johannes. In den 30er Jahren erhielt er den Bischofsstuhl von Shanghai, floh dann gemeinsam mit der russischen Gemeinschaft auf die Philippinen. In Folge hat er sich in einem Brief persönlich an den US-Präsidenten gewandt mit der Bitte, die Grenze für mehrere Tausende zurückevakuierende russische Immigranten zu öffnen und harrte eigens Tag für Tag auf den Stufen des Capitols bis eine dementsprechende Entscheidung getroffen war. Die orthodoxe Gemeinde von San Francisco erinnert sich bis heute ihres geliebten Hirten und Beschützers. Zur Erzbischöflichen Residenz beanspruchte er ein winzig kleines Zimmer im Gebäude eines Waisenhauses. Er aß einmal am Tag und legte sich zum Schlafen niemals hin, sondern nickte lediglich für ein paar Stunden in seinem Sessel ein, ging meistens barfuß… Besonders oft erschien Erzbischof Johannes in den Krankenhäusern von San Francisco, suchte dort orthodoxe Christen auf und seine Gebete spendeten vielen Heilung und Trost. Über den Bischof Johannes berichten Kinder des Shanghaier Waisenhauses, seine geistigen Kinder aus den Vereinigten Staaten, russische Immigranten, unter ihnen der berühmte sowjetische Schauspieler Rodion Nachapetow.

VIDEO. ALTVÄTER. GABRIEL BUNGE

7.03.2016 | Thema: Tagebuch |

Der gebürtige Kölner Gabriel Bunge trat in den Orden der Benediktiner-Mönche ein, als er 22 Jahre alt war und verbrachte fortan 18 Jahre in der Benediktiner-Abtei Chevetogne in Belgien. Er gründete darauf hin mit dem Segen seines geistlichen Vaters eine Einsiedelei in den Schweizer Alpen und ein lebt seitdem dort in Askese seit mehr als dreißig Jahren. Seine theologischen Werke sind der Tradition der frühesten Kirchenväter gewidmet. Im Jahr 2010 konvertierte er zur Orthodoxie und bekam ein Jahr später das große Schema. Heute ist Gabriel Bunge bekannt als Patristiker, Theologe und Autor einer Reihe von Schriften, die in viele europäische Sprachen übersetzt wurden. Im Jahr 2014 erschienen im Verlag des Moskauer Sretenskij-Klosters drei Bücher von Schema-Archimandrit Gabriel, gewidmet den Leidenschaften Trauer, Wut und Völlerei. Der Autor war auch selbst in Moskau anwesend, um seine Arbeiten dem Auditorium zu präsentieren. Die Theologische Forschungsarbeit von Vater Gabriel ist ein wichtiger Bestandteil seines monastischen Lebens und Ergebnis seiner eigenen asketischen Erfahrungen. In seiner Bergklause lebt Altvater Gabriel nach wie vor in völliger Einsamkeit. Hin und wieder empfängt er Pilger zur Beichte und gibt Anleitung im Gebet und im geistigen Leben.
2015 NEOFIT.TV

VIDEO. ALTVÄTER. EPHRAIM VON ARIZONA

25.02.2016 | Thema: Tagebuch |

Der Athos-Mönch und Hesychast Ephraim (Moraitis) kam zum ersten Mal nach Amerika auf Einladung seiner geistigen Kinder im Jahre 1979. Er sprach mit Menschen, gab Anweisungen, Trost, predigte. Die Amerikaner hatten damals ein grosses Bedürfnis nach geistiger Führung, nach dem Wort des Evangeliums. Sie waren auf der Suche nach wirklichem spirituellen Leben, auf dieser Grundlage begann Altvater Ephraim mit seiner missionarischen Arbeit. Eines nach dem anderen gründete er achtzehn orthodoxe Klöster für Männer und Frauen, in verschiedenen Regionen der USA und Kanada gelegen: in New York, Texas, Florida, Washington, Süd Carolina, Pennsylvania, Illinois, Kalifornien, Michigan, Montreal und Toronto. Sein erstes Kloster, das Kloster zu Ehren des heiligen Antonius, wurde im Jahr 1995 gegründet, in der wasserlosen ausgetrockneten Wüste von Arizona. Anfangs dienten Altvater Ephraim und seinen Mönchen lediglich vier Anhänger als Behausung. Heute gilt das Kloster des heiligen Antonius als eine blühende Oase monastischen Lebens und es steht in der Besucherzahl nur geringfügig der Hauptattraktion von Arizona, dem Grand Canyon nach. Altvater Ephraim lebt auch selbst bis zum heutigen Tag in diesem Kloster und dient als geistiger Führer selbst in seinem hohem Alter und voll Demut Tausenden von Laien, die aus der ganzen Welt zu ihm nach Arizona angereist kommen.
2015 NEOFIT.TV

Sommer school on Russian language and culture

10.02.2016 | Thema: Tagebuch |

Poster Summer School

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VIDEO. ALTVÄTER. KIRILL PAWLOW

10.02.2016 | Thema: Tagebuch |

Er hat den ganzen Großen Vaterländischen Krieg miterlebt. Stand Wache im zerstörten Stalingrad und hat dort einmal in den Trümmern eines Hauses ein Evangelienbuch gefunden von dem er seither unzertrennlich war. Im Jahre 1953, nach der Beendigung des Moskauer Theologischen Seminars, legte Iwan Pawlow in der Dreifaltigkeits-Lawra des heiligen Sergius das Mönchsgelübde ab und bekam den Namen Kirill. Zuerst diente er dort als Küster und wurde dann im Jahr 1970 zum Schatzmeister des Klosters und Beichtvater der Bruderschaft ernannt. Dieses Amt erfüllte Archimandrit Kirill über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren und vollbrachte es, als geistiger Mentor dreien Patriarchen von Moskau und ganz Russland zu dienen. Im Flügel der Patriarchenresidenz in Peredelkino harrten täglich Hunderte von Pilgern aus allen Teilen des Landes einer kurzen Begegnung mit dem Altvater und jeder dieser Empfänge dauerte bis weit in die Nacht hinein. Jedes Jahr schickte Archimandrit Kirill seinen geistigen Kindern oder einfach nur Freunden bis zu 5000 Glückwunschschreiben und Briefe zum Trost und geistiger Erbauung. Heute gilt Archimandrit Kirill Pawlow als einer der am meist verehrtesten russischen Ältesten und Beichtväter unserer Zeit.
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Geist und Wesen der orthodoxen Kirche

3.11.2015 | Thema: Tagebuch |

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Bitte um finanzielle Unterstützung der Behandlung von Artem Pervykh

25.09.2015 | Thema: Tagebuch |

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten Sie um finanzielle Unterstützung für Artem Pervykh (geb. 28.09.2006), welcher sich zur Zeit in Behandlung im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf befindet.

Als Artem 2 Jahre und 8 Monate alt war (Juli 2009), wurde bei ihm in der Zeit einer geplanten Untersuchung in einer der Kliniken in Moskau die Diagnose ALL (akute lymphatische Leukämie) diagnostiziert. Im Labor ergab es der Zeit leider keine Möglichkeit, die Chromosomenbrüche festzustellen, welche die Diagnose nachher erschwerte. Notwendig war die Knochenmarktransplantation von einem kompatiblen Spender. Artem wurde durch das übliche Protokoll für unkomplizierte Leukämie behandelt. 8 Monate dauerte insgesamt die Behandlung im Krankenhaus, im März 2010 wurde Artem auf unterstützende Pflege nach Hause entlassen.

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Nach 1,5 Jahren (Oktober 2011) ist die Krankheit zurückgekehrt, aber in einer anspruchsvolleren Version, mit dem Befall im ZNS (Zentralnervensystem). Darüber hinaus gab es eine Kompressionsfraktur von insgesamt 10 Wirbeln. Aufgrund der Einnahmen der Medikamente ist das Kalzium aus den Knochen verloren gegangen und die Knochen wurden immer spröder. Wieder begann eine lange Behandlung, aber die Remission war nicht in Sicht. Dann wurde endlich die  Chromosomenanomalie (T9, 22 oder das Philadelphia-Chromosom) festgestellt und die Behandlung begann wieder. Ärzte hatten nun geplant, eine KMT (Knochenmarktransplantation) durchzuführen, aber aufgrund der Tatsache, dass der Körper stark geschwächt war, wurde darauf gehofft, dass mit Hilfe der neuen Generation Sprycel (Dezatinib) die Remission möglich zu erhalten war. Nach 10 Monaten (August 2012) wurde Artem wieder nach Hause auf Erhaltungstherapie entlassen.

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Er lernte wieder laufen und fing wieder an, Fußball zu spielen und Rad zu fahren. Während dieser ganzen Zeit nahm er das Medikament Sprycel (Dezatinib). Nach 2 Jahren war er endlich in der Lage, aus dem Korsett zu schlüpfen. Vorher bestand nur die Möglich zu stehen oder zu liegen. Im November 2014 verschlechtert sich der Zustand erneut. Die Krankheit kam wieder zurück. Die Ärzte beschlossen, eine Knochenmark-Transplantation durchzuführen. Vorher war es jedoch notwendig, die Behandlung durchzuführen und sich in Remission zu begeben. Behandlung von Artem fand in Russland statt. Was aber die Transplantation betraf, wurde beschlossen, diese in Deutschland an der Universitätsklinik in Hamburg in Angriff zu nehmen. Im März 2015 ist Artem also mit seiner Mutter nach Hamburg gekommen.

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Ärzte begannen, nach einem passenden Spender im internationalen Register zu suchen. Ein Spender wurde im Mai 2015 gefunden und so konnte auch eine erfolgreiche Knochenmarktransplantation stattfinden. Auf Grund der Chromosomenbrüche wurde wieder Sprycel (Dezatinib) nach der Transplantation als Medikament verschrieben. Plötzlich hörte aber das Sprycel auf, bei Artem anzuschlagen. Die genetische Analyse zeigte, dass weitere Schäden aufgetreten waren. Ärzte erklärten, dass die chronische Verabreichung des Medikaments resistent gegen die Krankheit geworden ist. Glücklicherweise gab es eine neue Generation von diesem Präparat: Iklusig (Ponatinib). In Russland ist das Medikament noch nicht auf dem Markt. Im Gegensatz zu Deutschland, wo es dieses Medikament seit Jahr 2015 zu kaufen gibt. Es wird genau für die Behandlung von Leukämie mit Komplikationen der Chromosomenbrüche eingesetzt.

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Die Kosten für dieses Medikament sind 6.693 € pro Monat. Insgesamt wird das Medikament für ein Jahr benötigt. Leider gibt es momentan keine alternative Behandlung oder keinen Ersatz für dieses Medikament.

Alle finanziellen Mittel der Familie sind durch die sämtlichen Behandlungen bereits ausgeschöpft. Deswegen ist die weitere Behandlung von Artem nun auf Spenden angewiesen.

Das Spendenkonto wurde bereits eingerichtet:

Russ. Orth. Kirchengem. e.V.
Für Artem Pervykh

IBAN: DE93200800000930111201
BIC(SWIFT): DRESDEFF200
COMMERZBANK

Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Zu Gast ist Mönchpriester Paisios vom Heiligen Berg Athos

8.03.2015 | Thema: Tagebuch |

Geist und Leben der orthodoxen Kirche

Fr. 20. März um 19 Uhr

Tschaikowsky Platz 1, 20355 Hamburg

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NDR Reportage, Hamburg Journal – 14.12.2014

16.12.2014 | Thema: Tagebuch |

Die russisch-orthodoxe Kirchengemeinde Hl. Johannes hat heute ihr neues kultur- und Bildungszentrum eingeweiht. Die Gemeinde feiert am diesen Wochenende zudem ihr 10-jähriges bestehen in Karoviertel.

Drei Erzbischöfe aus Berlin, Petersburg und Moskau sind extra zum Festgottesdienst angereist. Vor genau 10 Jahren hat die russisch-orthodoxe Gemeinde die frühere evangelische Gnadenkirche übernommen. Die Erzbischöfe weihten anschliessend das neue Tschaikowskyhaus direkt neben der Kirche ein.

In diesem Kulturzentrum sollen Konzert- und Bildungsangebote geben. Und 5 Millionen Euro hat das Zentrum gekostet. Die Gemeinde Hlg. Johannes von Kronstadt hat in Hamburg etwa 3000 Mitglieder.

Hamburg hat seit dem 30.08.2014 eine neue Kirche

9.09.2014 | Thema: Tagebuch |

Man mag es kaum glauben, aber es geschehen in Zeiten in den Kirchen massenweise geschlossen und entwidmet werden noch Zeichen und Wunder. Ein solches kleines Wunder fand am 30.08.2014 im Holstenkamp 89 statt. Dort wurde eine neue kleine Friedhofskirche durch Seine Eminenz den hochwürdigen Erzbischof Feofan, Vorsteher der russischen Diözese des Moskauer Patriarchates, unter großer Beteiligung der Gläubigen und geladener Gäste konsekriert und damit dem Dienst für Gott übergeben.

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Der Ritus der Weihe besteht zunächst einmal in der Konsekrierung des Altares als Ort, an dem das Opfer Christi durch den geweihten Bischof oder Priester vollzogen wird, denn der Altar, der sich hinter der Ikonostase, der Bilderwand, die Raum der Gläubigen vom eigentlichen Heiligtum trennt, ist der zentrale Ort der Kirche, denn hier wird das Göttliche Opfer, das unser Herr Jesus Christus durch seinen Tod und seine Auferstehung gestiftet hat, auf unblutige Weise wieder vollzogen. Daran schließt sich die Umschreitung der äußeren Mauern und die Segnung dieser mit Weihwasser an, um deutlich zu machen, dieser Ort wird nunmehr zu einem besonderen Ort, der zwar in der Welt ist, aber der Welt nicht mehr gehört. Zu diesem Zweck wird auch die Hauptikone, die die Heiligen, unter deren Schutz diese Kirche steht, vor der Ikonastase auf einem Podest ausgelegt und den Gläubigen zur besonderen Verehrung dargeboten. Um das jedoch klar zu stellen, nicht die Ikone wird verehrt, sondern die dargestellten Heiligen selbst. Dieser Irrtum, das eine Ikone verehrt wird, ist leider sehr häufig verbreitet, aber theologisch falsch, denn die Dargestellten werden verehrt und um Fürsprache bei Gott gebeten.

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Im Anschluß an die Weihe des Altares wird diese Ikone nebst anderen vorgeschrieben Ritualien um die Kirche von einem Priester getragen und nach erfolgter äußerer Weihe der Kirche wieder auf ihr Podest gelegt.

Wir sehen hier die Ikone und hatten auch die Freude die Hagiographistin (Ikonenmalerin) Frau Kirsten Voss aus Hamburg (www.goldikonen.de) unter den Gläubigen zu sehen. Sie können Frau Voss auch gern bei Fragen unter der Telefonnummer 040/79028523 anrufen. Sie wird Ihnen gern Auskunft über die Bedeutung der Ikonen geben.

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Nachdem die äußere Weihe der Kirche vollzogen ist, wird diese noch vom Erzbischof von innen mit Weihwasser gesegnet. Somit ist dieses Gebäude sowohl außen als auch innen dieser Welt entrückt und jeder, der hier betet, ist Gott in ganz besonderer Weise nahe. Daher sind alle Hamburger herzlich eingeladen, dieses neue Gebäude, das typisch russische Kultur darstellt, sich anzusehen und auch selbstverständlich an der Göttlichen Liturgie um 09:00 Uhr mit anschließendem Totengedenken teilzunehmen, denn in der Orthodoxie gehören die Toten mit zum Leben, so dass die Friedhöfe gern und oft besucht werden, um den Toten nahe zu sehen. Denken wir daran, wir werden eines Tages, den nur Gott kennt, auch diese Welt verlassen. Außerdem sei noch darauf verwiesen, dass sonntags eine Göttliche Liturgie in deutscher Sprache um 10.00 Uhr zelebriert wird.

Nach der feierlichen Weihe der Kirche schloss sich eine Ponitfikalliturgie an, die von Seiner Eminenz unter Assistenz der Priester und Diakone zelebriert wurde. Der Chor der Gemeinde konnte bei dieser Gelegenheit wieder sein Können unter Beweis stellen.

Nach Abschluss der liturgischen Feierlichkeiten wurden vier kurze Reden von Seiner Eminenz, dem Rektor der Kirche Vater Sergej, dem Architekten und Frau Maria Jepsen gehalten. Alle stimmten in die Freude über die neue Kirche ein, die eine Bereicherung für ganz Hamburg darstellt, denn die russische Kultur hat ein weiteres Manifest in Hamburg gefunden. Alle Hamburger sind herzlich eingeladen, sich die Kapelle anzuschauen und wenn Sie mögen, in ihr zu beten.
Lesen wir nun die Rede des Rektors der neuen Kirche Erzpriesters Vater Sergej
Begrüßung anlässlich der Weihe der Friedhofskirche am 30.08.2014

Eure Eminenz, liebe Brüder im Priesteramt, liebe Gläubige, meine Damen und Herren,

ich möchte Sie alle herzlich anlässlich der Weihe dieser neuen Kirche begrüßen und willkommen heißen.

Jede Kirche ist ein segensreicher Ort, denn hier ist Gott uns ganz besonders nahe. Wir freuen uns daher sehr, dass in Hamburg ein weiterer Ort entstanden ist, an dem das Licht des Glaubens hell leuchtet. Hier können wir unsere Gebete verrichten und auch für alle Bewohner Hamburgs beten, da auch wir in dieser Stadt zu Hause sind. Wir können Gott danken für all seine Hilfe, die er uns in jeder Lage unseres Lebens gewährt. Unsere Absicht liegt darin, dieser Stadt etwas zu bringen, das dem Herzen eines jeden Menschen teuer ist oder teuer sein sollte: eine Kirche oder wie wir auch gern sagen, in dem wir an das Alte Testament denken: einen Tempel, der Gott geweiht ist. Wir Orthodoxe haben somit eine neue vertraute Heimstatt bekommen. Eine Kirche, die aus Holz errichtet ist, ist uns aus unserer Heimat sehr vertraut, so dass wir hier auf deutscher Erde ein Stück „russischer Heimat“ errichtet haben. Das östliche Christentum ist ein Stück weiter im Westen etabliert. Wir glauben, dass dieses Gebäude eine Bereicherung für alle Menschen darstellt.

Die Kirche hat einen besonderen Charakter, denn sie ist eine Friedhofskirche. Leben und Tod gehören eng zusammen. Wir freuen uns, wenn ein Mensch geboren wird, aber wir wissen, dieser junge Mensch wird eines Tages diese Welt wieder verlassen, denn „wir sind nur Gast auf Erden“, wie die Heilige Schrift sagt. Die Kirche begleitet uns von der Geburt durch die Taufe und Myronsalbung bis zu unserem Tode über die unterschiedlichen Abschnitte unseres Lebens. Den letzten Abschnitt verbringen wir hier in dieser neuen Friedhofskirche, in der wir die Toten aussegnen, um sie dann dem Gottesacker zu übergeben. Wir geben den Menschen zurück in die Erde. Auch hier sagt uns die Heilige Schrift: „Gedenke, oh Mensch, dass Du vom Staube genommen bist und zum Staube zurückkehrst.“ Leider vergessen wir häufig in unserem Alltag, dass wir alle diesen Weg gehen. Wir sollten heute auch an dieses Problem denken, denn der Sinn unseres Lebens liegt darin, uns hier auf Erden zu bewähren, auf dass wir Gott Rechenschaft geben können über unser Tun auf Erden, wenn wir vor sein Gericht treten. Die wahren Werte des Lebens sind nicht im Materiellen zu suchen, sondern auch hier sagt uns die Heilige Schrift im Gleichnis vom reichen Mann: „Nun iss, liebe Seele, und lass es Dir wohl ergehen und noch in derselben Nacht forderte der Herr seine Seele.“ Das Materielle allein genügt nicht. Wir benötigen den Glauben, einen festen Glauben, der uns stärkt, damit wir durch die Stürme des Lebens sicher gehen.

Wir wollen auch unserer Freude Ausdruck geben, dass die deutschsprachige orthodoxe Gemeinde hier eine Zeitlang die Göttliche Liturgie halten wird. Gott wird somit in vielen Zungen an diesem Orte angerufen. Auch das ist orthodoxe Vielfalt, denn die Sprachen, in denen die Göttliche Liturgie gehalten wird, sind zahlreich. Sie reichen vom Altgriechischen, der eigentlichen Muttersprache der Liturgie, bis zu den Sprachen, die heute auch im Alltag vieler Länder gesprochen werden.

Mein besonderer Dank gilt dem evangelisch – lutherischen Kirchen – Gemeindeverband Altona. Sie, Herr Pastor Wehde und Sie, Frau Kerstin Harriehausen, haben uns unendlich geholfen und wir danken Ihnen von ganzem Herzen. Wir wollen aber die lange und wohlwollende Förderung durch Sie, sehr geehrte Frau Jepsen, nicht vergessen. Wir sind Ihnen immer zu tiefem Dank verpflichtet.

Ihnen, Herr Architekt Reinig, darf ich eben so innig danken, denn Sie haben dafür Sorge getragen, dass diese Kirche in technischer Hinsicht den Anforderungen und Vorschriften des deutschen Baurechtes genügt.

Wir verbeugen uns tief vor allen, die dieses Projekt finanziell unterstützt haben. Unser allumfassender Dank aber gilt Gott, denn er ist derjenige, der die Errichtung dieses Gebäude ermöglicht hat. Darum sagen wir: „Auf viele Jahre, Dir, oh Herr!“
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen


Adresse: Tschaikowskyplatz 1, 20355 Hamburg + Telefon (040) 248 70740 | Pfarrer: Priester Sergij Baburin + Telefon (0173) 23 11 055
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