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Tagesbuch

I. Der Geschmack von Brot mit Quitte

12.03.2006 | Thema: Athos, Tagebuch |

Beiträge über den Heiligen Berg Athos
Veröffentlicht am 07.07.2003

Von der Redaktion

Die Halbinsel Athos (griech.: Agion Oros) in Griechenland endet steil im Ägäischen Meer mit dem gleichnamigen spitzen Berg Athos. Auf der ganzen Halbinsel findet man zwanzig orthodoxe Klöster und viele Mönchshütten. Man sagt, dass sie manchmal wie Schwalbennester am Felsen kleben, und der Gebirgspfad windet sich endlos hinauf, als ob er zum Himmel strebt.

Die Geschichte des Mönchstums auf Athos zählt schon mehr als 1500 Jahre. Antike Überlieferungen besagen, daß die ersten Mönche schon im 4. Jahrhundert, zur Zeit des römischen Kaisers Konstantin des Großen, hierher kamen. Heute leben auf Athos Mönche verschiedener Nationalitäten, zumeist jedoch Griechen.

Seit mehr als tausend Jahren betrat keine einzige Frau die Halbinsel Athos. Nach den Statuten der Mönche ist nicht einmal das Halten von weiblichen Haustieren erlaubt. Einzig der Gottesmutter, die als Oberin von Athos verehrt wird, ist der Aufenthalt gestattet. Auf ihr beruht die geistliche Kraft von Athos, viele ihrer hiesigen Ikonen wurden berühmt. In jedem Kloster gibt es Ikonen der Gottesmutter, von denen es viele wundersame Überlieferungen gibt.

Man bezeichnet Athos auch als die Quelle des orthodoxen Glaubens in der Gegenwart. Hier wurde die überlieferte Praxis der innerlichen Gebete bewahrt, im orthodoxen Osten als Schweigegelübde oder „Hesychasmus“ bekannt.

Die einen sagen, daß das Leben auf Athos übermäßig schwer sei, andere erklären hingegen, nirgendwo sei es leichter … Und einige meinen, daß gerade hier der Himmel näherrückt.

Über den Autor

Alexander Leonidowitsch Dvorkin

Getauft 1980 im Alter von 24 Jahren in der New Yorker Erlöserkirche (Orthodoxe Kirche in Amerika).

Ausbildung: Studium der Geisteswissenschaften und Theologie. Master of Divinity, Doktor der Philosophie. Lebt seit 1992 in Moskau. Mehr als 350 Veröffentlichungen in 15 Sprachen. Direktor des Informations- und Beratungszentrums „St. Irenäus von Lyon“. Professor für Sektenkunde am Orthodoxen Theologischen Institut St. Tichon. Leiter der Herausgebergruppe der orthodoxen Informationszeitschrift „Prosrenije“ („Offenbarung“). Vizepräsident des DCI (Dialog Center International). Verheiratet, hat eine Tochter.

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