9.04.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |
Die leibliche Süße sei für dich, wie Bitterkeit, der Verlust wie Gewinn, etwas Teures, wie etwas Billiges, etwas Gesundes und Nahrhaftes wie etwas Ungesundes
und nicht Nahrhaftes, weil es leicht ungesund und schädlich für die Seele sein kann. Deine einzige Süße sei Christus, deine einzige Hoffnung Er, der alles aus dem Nichtsein erschaffen hat.
8.04.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |
„Der Seinen Sohn nicht verschonte … wie wird Er nicht mit Ihm uns alles geben“ (Röm. 8, 32). Das Größte ist
gegeben, alles übrige, was wir auch erbeten, ist unendlich weniger als der Sohn Gottes. Deshalb können wir voller Hoffnung von Gott im Namen Jesu Christi alles erbitten, – jedes Gut an das wir nur denken können. „Wenn ihr vom Vater etwas erbittet in Meinem Namen, so werde Ich es erfüllen, damit der Vater im Sohn verherrlicht werde“ (Joh. 14, 13). Bittest du um Vergebung der Sünden und Frieden für die Entschlafenen? „Er ist die Versöhnung für die Sünden der ganzen Welt (L Joh. 2, 2). Sein Blut wäscht uns rein von jeder Sünde“ (L Joh. 17). Er kann auch den Entschlafenen jede Sünde, die von ihnen in Wort, Tat oder Gedanken begangen wurde, vergeben. „Er ist Auferstehung und Leben und Ruhe Seiner entschlafenen Knechte“ … Bittest du um Güter für Lebende und für dich? „Was ihr wünscht, erbittet“, spricht Er, „und es wird euch geschehen“ (Joh. 15, 7).
7.04.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |
„Wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren“! (Matth. 16,25) Das heißt, wer seinen alten, fleischlichen, sündigen Menschen retten will, der wird sein Leben verlieren, denn das wahre Leben besteht darin, den alten Menschen zusammen mit seinen Werken zu kreuzigen und abzutöten und sich in einen neuen, nach dem Bilde seines Schöpfers erneuerten Menschen zu kleiden.
(Koloss. 3,19)
Ohne Abtötung des alten, fleischlichen Menschen gibt es kein wahres Leben, keine ewige Seligkeit. Je stärker, quälender das Absterben des alten Menschen ist, umso vollkommener ist seine Erneuerung, seine Wiedergeburt, umso höher seine Läuterung, umso vollkommener ist sein Leben und umso größer seine Seligkeit in der künftigen Welt. Töte dich ab und du wirst leben. Ich spüre selbst, daß wenn ich vollkommen gesund bin und mich nicht mit Anstrengungen belaste und erschöpfe, daß ich dann im Geiste sterbe. Dann ist das Reich Gottes nicht in mir, dann beherrscht mich mein Fleisch und zusammen mit dem Fleisch der Teufel.
6.04.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |
Lieblosigkeit, Feindschaft oder Haß sollten unter Christen nicht einmal dem Namen nach bekannt sein. Kann denn Lieblosigkeit unter Christen herrschen? Überall siehst du Liebe, überall spürst du Wohlgeruch der Liebe. Unser Gott ist ein Gott der Liebe; Sein Reich ist das Reich der Liebe; aus Liebe zu uns verschonte Er nicht Seinen eingeborenen Sohn und übergab Ihn dem Tode für uns (1. Joh. 4, 9): Zu Hause siehst du Zeichen der Liebe an den Hausgenossen (weil sie in Taufe und Firmung mit dem Kreuz der Liebe gezeichnet sind und Kreuze tragen, und mit dir in der Kirche das Abendmahl der Liebe kosten). In der Kirche sind überall Symbole der Liebe: Kreuze, Kreuzzeichen, Heilige, die durch Liebe zu Gott und den Nächsten Gott dienten, und die Mensch gewordene Liebe Selbst. Im Himmel und auf der Erde ist überall Liebe. Sie beruhigt und erquickt das Herz, gleich Gott, während die Feindschaft Seele und Leib tötet. Auch du entdecke immer und überall die Liebe! Wirst du auch dann noch nicht lieben, wenn du überall die Predigt der Liebe hörst, wenn nur der Teufel, der Menschenmörder, ewige Feindschaft ist!
5.04.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |
Wegen der Kraftlosigkeit deines Herzens im Glauben halte nicht für kraftlos die mächtige Kraft des Kreuzes des Herrn, um so mehr der lebenspendenden Geheimnisse des Leibes und Blutes des Herrn Jesu Christi. Sie sind immer ein und dieselbe lebenspendende Kraft, denn.sie sind Christus selbst, die ewige Kraft, die alles erschaffen hat, alles erhält und alles belebt. Ebenso ist das Kreuz immer mächtig durch die Kraft des an ihm Gekreuzigten, immer lebenspendend um des Lebens willen, das an ihm aufgehängt wurde.
4.04.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |
„Sich bemühend zu bewahren die Einheit des Geistes im Bunde des Friedens“ (Ephes. 4, 3). Ein großes Gebot! Seine Erfüllung ist unerläßlich. „Zu bewahren die Einheit des Geistes.“ Dieses wünschte und wünscht beständig, darum betete und betet der Sohn Gottes zum Vater. „Heiliger Vater! Bewahre sie in Deinem Namen“, so betete Er für die Jünger, „die Du Mir gegeben hast, auf daß sie eins seien, wie Wir … nicht für sie allein bete ich, sondern auch für die, die um ihres Wortes willen an Mich glauben: auf daß sie alle eins seien; … auf daß die Welt glaube, daß Du Mich gesandt hast“ (Joh. 17, 11, 20, 21). Siehst du, daß unsere Einheit im Geiste, im Leben, deutlich auch die Göttlichkeit des Begründers unseres Glaubens, des Herrn Jesu Christi, beweist? Wer alle vereinen, gleichsam zu einer Seele machen will und macht, der ist folglich von dem einen Gott ausgegangen, der alles erschaffen und alles unter Sich vereint hat und diejenigen, die sich durch Ungehorsam von der Einheit losgetrennt haben, wieder zur Einheit mit Sich durch Glauben und Gehorsam führen will. Lehrer, die nicht von Gott kommen, nicht von Ihm berufen, nicht von Ihm gesandt sind („Ich sandte sie nicht, doch liefen sie“, Jerem 23, 21. „Und niemand nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird berufen von Gott gleich wie Aaron“, Hebr. 5, 4), tragen gewöhnlich in die Gemeinschaft der Menschen Uneinigkeit und Meinungsverschiedenheit hinein und entlarven sich dadurch deutlich, daß sie nicht von Gott sind. Je mehr sich die Christen vom Geist ihres Glaubens entfernen, desto mehr werden sie voneinander getrennt durch Eigenliebe, desto mehr schließen sie sich in sich selbst ein, desto weniger haben sie Gemeinschaft in geistigen und materiellen Gütern – besonders den materiellen – mit den Bedürftigen, desto mehr verdorrt in ihnen die Liebe und desto mehr gerät die Menschheit in Not. Das wahre Christentum errichtet auch auf der Erde Wohlergehen, weil es die Christen als einen großen Leib betrachtet, in dem es edle und unedle Glieder gibt, nicht von Natur, sondern nach Stellung und Tätigkeit, starke und schwache, reiche und arme, und der Geist Gottes tritt in den Seelen der Starken oder Reichen ein für Hilfe zugunsten der Schwachen oder Bedürftigen durch die Gemeinschaft der geistigen und materiellen Güter. Die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele (Apostelg. 4, 32).
3.04.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |
Setze dich nicht an den Tisch in einer durch irgendeine Leidenschaft hervorgerufenen erregten Stimmung, damit der Feind dir Speise und Trank nicht zum Schaden wende, zur Krankheit anstatt zur Gesundheit; denn der Feind ist in allem heimtückisch und versucht, den Menschen zu schaden. Setze dich immer an den Tisch, indem du in Frieden dem Herrn dankst, und Speise und Trank werden dir zum Wohl und zur Gesundheit, weil der Segen Gottes auf der Speise und auf dir selbst ruht.
2.04.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |
Das Gewissen eines jeden Menschen – das ist ein Lichtstrahl von der einen, alle erleuchtenden geistigen Sonne – Gott. Durch das Gewissen herrscht Gott der Herr über alle als gerechter und allmächtiger König. Und wie mächtig ist Seine Herrschaft durch das Gewissen! Niemand ist in der Lage, seine Stimme völlig zu ersticken! Es spricht ohne Unterschied der Person zu jedem als Stimme Gottes Selbst! Durch das Gewissen sind wir alle in der Sicht Gottes wie ein Mensch, deshalb sind auch die Zehn Gebote gleichsam an einen Menschen gerichtet: „Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst nicht haben … Du sollst dir keine Götzen machen; du sollst nicht mißbrauchen … Gedenke
des Sabbattags … du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren; du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst nicht begehren . . . “ (2. Mose 20, 1-17). Oder: Liebe Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst (Markus 12, 30, 31), weil „er“ genau dasselbe ist, wie „ich“.
1.04.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |
Wenn du im Herzen spürst, daß der Herr sich stellt, als wolle Er weiter gehen, fort von deinem Herzen, von deinen Gedanken, dann nötige Ihn, den Barmherzigen, indem du aufrichtig sprichst: „Bleibe bei mir, denn es will Abend werden und der Tag (deines geistlichen Lebens) hat sich geneigt“. Und Er geht hinein bei dir zu bleiben, denn Er ist barmherzig und läßt sich nötigen
(Lukas 24,28-29).
31.03.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |
Da steht vor uns ein lebendiger Mensch: Seine Augen sind auf uns gerichtet, seine Ohren offen zum Hören, vor uns ist sein Körper und seine Seele, aber den Körper sehen wir, die Seele nicht: Wir sehen nicht seine Gedanken, seine Wünsche und Absichten, während es doch keinen Augenblick gibt, in dem seine Seele nicht dächte und nicht in der ihr entsprechenden Weise lebte. Ebenso ist vor uns, um uns und in uns die sichtbare Natur, die ganze weite Welt Gottes; wir sehen in ihr überall Leben, regelmäßige Ordnung, Tätigkeit, aber wir sehen nicht den Urheber des Lebens und der Ordnung, sehen nicht den Künstler; währenddessen aber ist Er zu jeder Zeit an jedem Ort, wie die Seele im Leib, obwohl Er durch die Welt nicht begrenzt wird; es gibt nicht den Bruchteil eines Augenblicks, in dem Er als Vollkommenster, Hochweiser, Allwissender, Allmächtiger, Allgegenwärtigter Geist nicht nachsönne, sich nicht in Güte und Weisheit über Seine Geschöpfe ausbreitete; es gibt nicht den Bruchteil eines Augenblicks, in dem Er nicht sich dem Werk Seiner Weisheit und Allmacht zuwendete, denn Gott ist das am meisten selbsttätige, in die Unendlichkeit schöpferische Wesen. So siehst du also die Welt: Aber sieh und bemerke in ihr überall ihren Urheber – Gott -, der überall in ihr gegenwärtig ist, alles erfüllt, alles bewirkt und ordnet.