{"id":68,"date":"2011-09-30T09:13:02","date_gmt":"2011-09-30T06:13:02","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"mein-leben-in-christo-das-wort-49","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/mein-leben-in-christo\/mein-leben-in-christo-das-wort-49\/68.html","title":{"rendered":"Mein Leben in Christo. Das Wort 49"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Christen ist es unerl\u00e4\u00dflich zu fasten, um den Verstand zu kl\u00e4ren und das Gef\u00fchl zu wecken und zu entwickeln und den Willen zu guter T\u00e4tigkeit zu lenken. Diese drei F\u00e4higkeiten des Menschen verdunkeln und erdr\u00fccken wir haupts\u00e4chlich durch \u201e\u00dcppigkeit im Essen, Trunksucht und allt\u00e4gliche Sorgen&#8220; (Luk. 21,34) und fallen dadurch ab von der Quelle des Lebens, Gott, und fallen in Verg\u00e4nglichkeit und Unwesentlichkeit, indem wir in uns das Ebenbild Gottes verkehren und beflecken. \u00dcppigkeit im Essen und Neigung zu Gen\u00fcssen binden uns fest an die Erde und beschneiden sozusagen die Fl\u00fcgel der Seele. Seht aber, welch hoher Flug bei allen Fastern und Enthaltsamen zu erkennen ist. Wie Adler schwebten sie in dem Himmel, sie die Erdgeborenen lebten mit Verstand und Herz in den Himmeln und h\u00f6rten dort unaussprechliche Worte und lernten dort die g\u00f6ttliche Weisheit, und wie sehr erniedrigt sich der Mensch durch V\u00f6llerei, \u00dcppigkeit im Essen und Trunksucht. Er verkehrt seine Natur, die nach dem Bilde Gottes geschaffen ist und wird gleich einem vernunftlosen Vieh und sogar schlimmer. Wehe uns wegen unserer Neigungen, wegen unserer gesetzlosen Gewohnheiten. Sie hindern uns, Gott und die N\u00e4chsten zu lieben und die Gebote Gottes zu erf\u00fcllen. Sie pflanzen in uns ein die verkehrte, fleischliche Selbstliebe, deren Ende das ewige Verderben ist. So ist f\u00fcr den Trinker viel Geld nicht zu schade f\u00fcr sein Vergn\u00fcgen und seine Verdummung, aber f\u00fcr die Armen sind ihm Pfennige zu schade.<br \/>\nDer Tabakraucher wirft dutzende und hunderte von Rubeln zum Fenster hinaus. F\u00fcr die Armen aber sind ihm die Kopeken zu schade, die seine Seele retten k\u00f6nnten. Diejenigen, die sich gerne luxuri\u00f6s kleiden oder moderne M\u00f6bel und Einrichtung lieben, geben f\u00fcr Kleidung und Einrichtung gro\u00dfe Geldsummen aus, gehen aber an den Armen mit K\u00e4lte und Verachtung vorbei. Diejenigen, die gut zu speisen lieben, sparen f\u00fcr Essen nicht dutzende und hunderte von Rubeln, f\u00fcr die Armen aber sind ihnen Groschen zu schade, F\u00fcr den Christen ist es auch deshalb unumg\u00e4nglich zu fasten, weil durch die Menschwerdung des Gottessohnes die menschliche Natur vergeistigt und verg\u00f6ttlicht ist, und wir zum Reich des H\u00f6heren gehen, welches \u201enicht Speise und Trank ist, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist&#8220; (R\u00f6m. 14,17) \u201eDie Speise dem Leib, den Leib der Speise, Gott aber macht dieses wie jenes zunichte&#8220; (Kor, 6,13). Essen und Trinken, d. h. Vorliebe f\u00fcr sinnliche Gen\u00fcsse, sind nur dem Heidentum eigen, welches, da es keine geistige, himmlische Freude kennt, das ganze Leben im Genu\u00df des Leibes, im Essen und Trinken sieht. Deshalb entlarvt der Herr oft im Evangelium diese verderbliche Eigenschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Christen ist es unerl\u00e4\u00dflich zu fasten, um den Verstand zu kl\u00e4ren und das Gef\u00fchl zu wecken und zu entwickeln und den Willen zu guter T\u00e4tigkeit zu lenken. 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