{"id":575,"date":"2010-09-08T09:13:01","date_gmt":"2010-09-08T06:13:01","guid":{"rendered":"http:\/\/hamburg-hram.de\/de\/mein-leben-in-christo\/mein-leben-in-christo-das-wort-527\/575.html"},"modified":"2007-05-15T16:22:17","modified_gmt":"2007-05-15T14:22:17","slug":"mein-leben-in-christo-das-wort-527","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/mein-leben-in-christo\/mein-leben-in-christo-das-wort-527\/575.html","title":{"rendered":"Mein Leben in Christo. Das Wort 527"},"content":{"rendered":"<p>Wie eine Mutter ihr Kind das Gehen lehrt, so lehrt uns der Herr den lebendigen Glauben an Ihn. Die Mutter stellt das Kind hin, l\u00e4\u00dft es allein, geht selbst einige Schritte fort und ruft das Kind zu sich. Das Kind weint ohne die Mutter, will zu ihr gehen, f\u00fcrchtet sich aber, einen Schritt zu versuchen, bem\u00fcht sich heranzukommen, tut einen Schritt und f\u00e4llt. Genauso lehrt der Herr den Christen den Glauben an Ihn, wie ein Gehen (der Glaube ist ein geistiger Weg): So schwach ist unser Glaube, so sehr erst am Anfang, wie ein Kind, das gehen lernt. Der Herr verl\u00e4\u00dft ihn mit Seiner Hilfe und \u00fcberl\u00e4\u00dft ihn dem Teufel oder verschiedenen Notlagen und Betr\u00fcbungen, und dann, wenn im h\u00f6chsten Ma\u00dfe Hilfe n\u00f6tig ist, um sich davon zu befreien (solange wir Rettung nicht brauchen, sind wir geneigt, nicht zu Ihm zu gehen), befiehlt Er gleichsam, auf Ihn zu schauen (schau unbedingt auf Ihn) und zu Ihm um diese Hilfe zu kommen; der Christ bem\u00fcht sich, dies zu tun, \u00f6ffnet die Augen des Herzens (wie das Kind die Beine voreinandersetzt), bem\u00fcht sich, mit ihnen den Herrn zu sehen, aber das Herz, nicht an das Schauen Gottes gew\u00f6hnt, f\u00fcrchtet seine eigene K\u00fchnheit, stolpert und f\u00e4llt: Der Feind und die angeborene Verderbtheit durch die S\u00fcnde verschlie\u00dfen wieder die sich \u00f6ffnenden Augen seines Herzens, ziehen ihn vom Herrn fort, und er kann nicht herbeikommen; der Herr aber ist nahe, bereit, ihn zu sich zu nehmen, gleichsam wie in seine Arme, man mu\u00df nur durch den Glauben zu Ihm herangehen, und wenn man Anstrengungen macht, Ihn mit den Augen des Glaubens ganz zu sehen, &#8211; dann streckt Er Selbst die helfende Hand aus, nimmt den Menschen gleichsam in die Arme und verjagt die Feinde, und der Christ f\u00fchlt, da\u00df er in die H\u00e4nde des Erl\u00f6sers Selbst gekommen ist.<br \/>\nPreis Deiner G\u00fcte und Weisheit, o Herr! So mu\u00df man in der Bedr\u00e4ngnis durch den Teufel und in allen Betr\u00fcbungen mit dem Herzen das &#8211; gleichsam vor unseren Augen liegende &#8211; von Menschenliebe erf\u00fcllte Innere des Erl\u00f6sers eindringlich erschauen; furchtlos in dieses Innere blicken wie in eine unersch\u00f6pfliche Schatzkammer der G\u00fcte und Freigebigkeit, und Ihn von ganzem Herzen bitten, da\u00df Er auch uns aus dieser nicht versiegenden Quelle der G\u00fcte und des geistlichen Beistandes abgeben m\u00f6ge: Und sofort wird das Erbetene erhalten. Die Hauptsache ist: Der Glaube oder das Sehen des Herrn im Herzen und die Hoffnung, von Ihm, als dem Allg\u00fctigen, alles zu erhalten.<br \/>\nSo ist es wahr! Nach der Erfahrung! Dadurch lehrt uns der Herr auch, unsere v\u00f6llige moralische Ohnmacht ohne Ihn zu erkennen, im Herzen zerknirscht zu werden und st\u00e4ndig in der Geisteshaltung des Gebets zu bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie eine Mutter ihr Kind das Gehen lehrt, so lehrt uns der Herr den lebendigen Glauben an Ihn. Die Mutter stellt das Kind hin, l\u00e4\u00dft es allein, geht selbst einige Schritte fort und ruft das Kind zu sich. 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