{"id":37,"date":"2011-08-30T09:13:01","date_gmt":"2011-08-30T06:13:01","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"mein-leben-in-christo-das-wort-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/mein-leben-in-christo\/mein-leben-in-christo-das-wort-18\/37.html","title":{"rendered":"Mein Leben in Christo. Das Wort 18"},"content":{"rendered":"<p>Die g\u00f6ttliche Liturgie ist wahrhaftig ein himmlischer Dienst auf der Erde. In ihr ist Gott selbst auf besondere, enge Weise bei den Menschen gegenw\u00e4rtig, indem Er selbst unsichtbar die priesterliche Handlung vollzieht, indem Er darbringt und dargebracht wird. Es gibt auf der Erde nicht heiligeres, h\u00f6heres, erhabeneres, feierlicheres, lebendigeres als die Liturgie. Das Gotteshaus ist zu dieser besonderen Zeit ein irdischer Himmel. Die Priester stellen Christus selbst, die Engel, Cherubim, Seraphim und Apostel dar. Die Liturgie ist eine st\u00e4ndig sich wiederholende Feier der Liebe Gottes zum Menschengeschlecht und eine allm\u00e4chtige F\u00fcrsprache f\u00fcr die Rettung der ganzen Welt, und jedes einzelnen Gliedes im besonderen. Die Hochzeit des Lammes, die Hochzeit des K\u00f6nigs ist die Hochzeit des K\u00f6nigssohnes, auf der die Braut des Gottessohnes jede gl\u00e4ubige Seele ist und der Heilige<br \/>\nGeist der Brautf\u00fchrer. Mit welcher vorbereiteten, reinen, erh\u00f6hten Seele mu\u00df man an der Liturgie teilnehmen, um nicht unter die Leute zu geraten, die, da sie kein Hochzeitsgewand hatten, sondern das befleckte Gewand der Leidenschaft, an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen gebunden und aus dem Hochzeitsgemach in die \u00e4u\u00dfere Finsternis hinausgeworfen wurden. Jetzt aber halten es ungl\u00fccklicherweise viele f\u00fcr \u00fcberhaupt nicht notwendig, zur Liturgie zu gehen. Manche tun es nur aus Gewohnheit und so wie sie gekommen sind, so gehen sie wieder, ohne hohe Gedanken, ohne zerknirschtes Herz, mit unbu\u00dffertiger Seele, ohne Entschlossenheit zur Besserung. Manche stehen da ohne Ehrfurcht, zerstreut, ohne jede Konzentration, ohne jegliche h\u00e4usliche Vorbereitung durch Betrachtungen und Enthaltsamkeit. Denn viele schaffen es, vor dem Gottesdienst zu trinken und manchmal auch, sich satt zu essen. Als der Herr auf den Sinai herabkam, wurde dem hebr\u00e4ischen Volk befohlen, sich vorher vorzubereiten und zu reinigen, Hier ist nicht weniger als die Herabkunft Gottes auf den Sinai, sondern mehr. Als auf dem Berg Horeb der Herr Moses in einem Busch erschien, wurde ihm befohlen, die Schuhe von den F\u00fc\u00dfen zu nehmen. Hier aber ist mehr als die Erscheinung Gottes auf dem Horeb. Dort war es ein Vorausbild, hier ist der Bildner selbst. Wie sehr sind wir voreingenommen f\u00fcr Irdisches, wollen und k\u00f6nne nicht eine einzige Stunde so wie es notwendig w\u00e4re ausschlie\u00dflich Gott weihen w\u00e4hrend der g\u00f6ttlichen, himmlischen Liturgie. Auch dort gestatten wir uns, von Irdischem zu phantasieren und die Seele mit Bildern und W\u00fcnschen irdischer Dinge, manchmal sogar unreinen Bildern, zu f\u00fcllen. Wie brennend hingegen m\u00fc\u00df-ten wir beten, mit Eifer \u00fcber dieses gro\u00dfe Geheimnis nachdenken, unsere S\u00fcnden bereuen, Reinigung, Heiligung, Erleuchtung, Erneuerung, Festigung im christlichen Leben, in der Erf\u00fcllung der christlichen Gebote w\u00fcnschen und erbitten, f\u00fcr die Lebenden und die Toten beten, denn die Liturgie ist ein Vers\u00f6hnungsopfer, Dank-<br \/>\nopfer, Lobopfer und Bittopfer. Erhaben ist die Liturgie, in ihr wird das Leben nicht eines gro\u00dfen Menschen, sondern Gottes, der Fleisch geworden ist, gelitten hat und f\u00fcr uns gestorben ist, auferstanden und zum Himmel aufgefahren, und der wiederkommen wird, um die Lebendigen und die Toten zu richten, in Erinnerung gebracht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die g\u00f6ttliche Liturgie ist wahrhaftig ein himmlischer Dienst auf der Erde. In ihr ist Gott selbst auf besondere, enge Weise bei den Menschen gegenw\u00e4rtig, indem Er selbst unsichtbar die priesterliche Handlung vollzieht, indem Er darbringt und dargebracht wird. Es gibt auf der Erde nicht heiligeres, h\u00f6heres, erhabeneres, feierlicheres, lebendigeres als die Liturgie. 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