{"id":1226,"date":"2020-09-02T09:42:46","date_gmt":"2020-09-02T07:42:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/?p=1226"},"modified":"2020-09-02T09:42:59","modified_gmt":"2020-09-02T07:42:59","slug":"predigt-vom-23-08-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/tagesbuch\/predigt-vom-23-08-2020\/1226.html","title":{"rendered":"Predigt vom 23.08.2020"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich gratuliere allen Teilnehmern zur Annahme der heiligen Mysterien Christi. Heute waren wir Teilnehmer an der G\u00f6ttlichen Liturgie. Was sich hier auf der Erde abspielt, ist wie ein Spiegelbild der G\u00f6ttlichen Liturgie, die sich f\u00fcr immer im Himmel im Reich Gottes abspielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir uns eine Kunst z.B. eine Oratorienkunst, d.h. die Kunst der Worte, vorstellen oder betrachten, werden wir sehen, dass die Hauptregel die Wahl des Leitthemas ist. Um die Zuh\u00f6rer in Spannung zu halten, damit sie nicht weglaufen, ist es notwendig, etwas Interessantes zu w\u00e4hlen, etwas, das alle betrifft.<\/p>\n\n\n\n<p>Das heutige Gleichnis, worum geht es da? Wir h\u00f6ren solche Worte: &#8222;Vergeben Sie Ihren Schuldigern\u2026&#8220;, und schon wird es uninteressant, nicht wahr? Wenn man zum Beispiel sagen w\u00fcrde, wie man fordern soll, was sind die gegebenen Mitteln daf\u00fcr, oder was sind die kirchlichen Regeln, was sind die M\u00f6glichkeiten, die ich als ein Mensch und vielleicht sogar als ein Kirchenmitglied habe, dann w\u00e4re nat\u00fcrlich die Aufmerksamkeit pr\u00e4sent, aber pl\u00f6tzlich realisiert man, dass es wirklich darum geht alles zu vergeben. Es klingt hart und es ist schwierig und man verliert sofort die Aufmerksamkeit, und man will es nicht mehr h\u00f6ren, richtig?<\/p>\n\n\n\n<p>Aber was ist hier interessant. Wahrscheinlich ist es das, was der Herr meinte: &#8222;du kleine Herde \u2026&#8220;, das hei\u00dft, er sprach \u00fcber die Menschen, dass nicht alle ihn h\u00f6ren und ihm zuh\u00f6ren werden. Wir erinnern uns an den Apostel Paulus, der mit den R\u00f6mern \u00fcber das Reich Gottes sprechen wollte, und sobald sie davon h\u00f6rten, \u00fcber das weit entfernte Reich Gottes, das in diesem Augenblick nicht erreicht werden kann, sagten sie zu ihm: &#8222;Wei\u00dft du was, wir sind immer bereit, uns etwas interessantes und spannendes anzuh\u00f6ren, aber das hier gerade interessiert uns nicht&#8220;, und sie zogen los und gingen auseinander. Wir k\u00f6nnen sagen, dass das ganze Stadion Apostel Paulus verlassen hat, aber diese Worte Gottes sollten, zumindest f\u00fcr uns Christen, wichtig sein. Sie sollten in unserem Gewissen aufgenommen werden, sie sollten in unserem Leben aufgehen, sie sollten in unserem Leben sichtbar sein, damit wir das Kreuz als sichtbares Zeugnis daf\u00fcr tragen, dass wir Christus kennen und ihm folgen. F\u00fcr andere ist es vielleicht nicht so, aber f\u00fcr uns sollte das wichtig sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch mal ganz kurz \u00fcber dieses Gleichnis. Ich werde es nicht im Detail wieder erz\u00e4hlen, sie alle kennen das schon. Sie haben heute im Evangelium geh\u00f6rt, wie ein Herr seinen Schuldner, der ihm viel schuldete, gerufen und gesagt hat: Du hast Schuld bei mir und f\u00fcr diese Schuld werde ich, wenn du sie mir nicht zur\u00fcckgeben kannst, deinen Besitz, deine Frau und deine Kinder in die Sklaverei verkaufen&#8220;. Darum hat der arme, verschuldete Mann gebettelt und sagte: &#8222;Habt Geduld mit mir, ich gebe Euch, was ich kann, aber bitte tut es nicht&#8220;. Somit erbarmte sich dieser Herr und sagte: &#8222;Es ist gut, ich vergebe dir deine Schuld, geh jetzt&#8220;. Wir alle wissen, wie dann dieser Mann aus dem K\u00f6nigshaus herauskam, pl\u00f6tzlich seinen Schuldner sah, bis zum Ende bei ihm blieb und sagte: &#8222;Bis du nicht alles ausbezahlst, werde ich dich in die Schuldengrube stecken&#8220;. Eine Schuldengrube ist nicht das, was man heute drunter versteht, und es war damals wirklich eine echte Grube, in die man Menschen geworfen hat und man kam da nicht mehr raus bis sie nicht freigekauft wurden. So grausam war der Mann und ist hart geblieben, wie er vorher war. Er sagte: &#8222;Bis Du es zur\u00fcckgibst, werde ich nicht loslassen. Jetzt ist das Ende mit der Vergebung. Wie soll man dir noch vergeben. Bis Du die Schuld mir nicht zur\u00fcckgibst, werde ich nicht nachgeben&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist das? Seine Schuld scheint ihm erlassen worden zu sein. In einer solchen Situation ist man normalerweise, wenn man etwas extra bekommt, das man nicht h\u00e4tte bekommen sollen, von Freude umgeben. Es ist eine Erfahrung, die zum Beispiel in der Schule beginnt. Es scheint, als h\u00e4tte man eine sehr schlechte Note bekommen und sich \u00fcberhaupt nicht vorbereitet, und pl\u00f6tzlich bekommt man eine tolle Note in der Pr\u00fcfung. Ein wunderbarer Lehrer hatte Mitleid mit dir, weil er wusste, dass du dich vorbereitet hast, du hast immer flei\u00dfig gearbeitet hast, aber jetzt hat etwas nicht funktioniert, und er hat dir eine Note im voraus gegeben. Was f\u00fcr eine Freude, die man in so einem Moment sp\u00fcrt! Man ist bereit, diesen Lehrer zu umarmen, ihn f\u00fcr alles zu danken und eine gro\u00dfe Flut der Freude kommt heraus. Und so passiert alles in unserem Leben. Alles, was wir erhalten: Wir erhalten manche Gaben von Gott, und wir sind gl\u00fccklich ihm zu dienen, wir sind bereit, in die Kirche zu gehen, eine Kerze zu spenden und ihm f\u00fcr alles zu danken. Wir sind bereit uns selbst in die Brust zu schlagen und zu sagen: &#8222;Herr, wir werden weiter f\u00fcr Dich arbeiten. Danke f\u00fcr diese Sonne, f\u00fcr dieses Meer, f\u00fcr deine Gaben, f\u00fcr unser Leben&#8220;. Doch pl\u00f6tzlich gibt es morgen einen Sturm, Regen und wir vergessen alles, was wir gesagt haben. So geschieht es und so menschlich ist es. Wir sind bereit, aber dann schwindet unsere Bereitschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Gleichnis handelt h\u00f6chstwahrscheinlich, liebe Br\u00fcder und Schwestern, von der besonderen Qualit\u00e4t der Liebe. Diese Eigenschaft der Liebe, wenn wir ihr den Willen geben, diesen besonderen Sinn in uns, kann einen Menschen verwandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders geschieht dies in der Kirche, in den heiligen Mysterien der Kirche, wie etwa dem Mysterium der Beichte. Wenn wir uns auf die Beichte vorbereiten, es f\u00e4llt uns schwer, wir sind von unseren S\u00fcnden m\u00fcde und entschlie\u00dfen uns endlich alles hinter uns zu lassen, aber daf\u00fcr bitten wir Gott, uns von dieser Last zu befreien. Wir wollen nicht mehr dorthin zur\u00fcckkehren. Und jetzt vergibt uns Gott. Manchmal haben wir sogar das Gef\u00fchl, dass uns vergeben wurde. Wir sagen uns: &#8222;Ich werde es nicht mehr tun&#8220;. Und wir gehen fort. Aber manchmal kommt es vor, dass diese Vergebung Gottes nicht tief in unserem Herzen verwurzelt wird, und sie bleibt fruchtlos. Nur oberfl\u00e4chlich. Wir haben bekommen, was wir wollten, und haben es vergessen. Aber uns wurde die Gelegenheit gegeben, uns die ganze Zeit daran zu erinnern, dass Gott mir heute vergeben hat, dass der Herr sich heute nicht an meine S\u00fcnden erinnern wird, dass alles, was ich gesagt habe, schrecklich und besch\u00e4mend f\u00fcr mich war, weg ist! Ich bin rein vor Gott. Ich bin jetzt in der Lage, das Reich Gottes zu erben. Und wenn wir dieses Gef\u00fchl, dieses Verst\u00e4ndnis dieses gro\u00dfen Sakramentes in unser Herz hineinlegen, dann wird diese Liebe, die der Herr uns durch seine Vergebung geschenkt hat, auch dann Fr\u00fcchte tragen, wenn jemand auf uns zukommt, uns dr\u00e4ngt, uns auf unsere Schwielen tritt oder uns bittet ihm 500 Euro leihen und wenn diese Freude wirklich echt ist, weil wir den wahren Gott um Vergebung gebeten haben, dann werden wir nicht an die Verfehlungen anderer Menschen uns erinnern, wir werden nicht grob antworten wollen, wir werden nicht in Neid verfallen, wir werden nicht auf den Menschen zornig schauen wollen, im Gegenteil, wollen wir dann nur Gutes tun! Wir werden diese ungl\u00fcckseligen 500 Euro unserem Schuldner oder jemandem, der darum bittet, geben wollen, auch wenn wir wissen, dass er sie uns nicht zur\u00fcckgeben wird. Wir wollen dann etwas Gutes tun oder einfach jemanden anl\u00e4cheln oder einfach zu ihm sagen: &#8222;Es ist nichts, alles ist gut, es kann passieren&#8220;. Und wenn wir dieses Gef\u00fchl beibehalten, wird sich alles um uns herum ver\u00e4ndern. Pl\u00f6tzlich werden die Farben in unserem farblosen Leben erscheinen und wir werden sehen, dass alles nicht so schlimm ist. Wir werden sehen, dass der Herr da ist. Die Leute werden sich wundern und sagen: &#8222;Was ist mit ihm oder ihr passiert? Warum ist er oder sie pl\u00f6tzlich so anders?&#8220;. Ja, weil der Herr uns unsere Schuld vergeben hat und die Liebe, die jetzt in uns lebt, geschenkt hat und wir bekommen keine Gelegenheit uns in unserem Herzen zu verh\u00e4rten, wie in dem heutigen Gleichnis der Mann, der zu seinem eigenen Nutzen beschlossen hat und f\u00fcr sich dachte: &#8222;Wenn es klappt, werde ich heulen. Man sagte mir, dieser Herr sei freundlich. Wenn du dies tust, wird er dir verzeihen&#8220;, aber mehr auch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gute, das der Herr diesem Schuldner gegeben hat, hat er nicht verdient. Er brauchte es nur f\u00fcr eine Weile, f\u00fcr seinen Zweck. Dasselbe gilt auch f\u00fcr uns, liebe Br\u00fcder und Schwestern, die der Herr uns voll und ganz schenkt. Er fragt nicht, was wir als n\u00e4chstes tun werden. Und was interessant ist, ist die Tatsache, dass er uns vertraut. Allm\u00e4chtiger, Allwissender Gott &#8211; Er vertraut uns! Er kennt unsere M\u00f6glichkeiten, was wir tun k\u00f6nnen, so wie wir es ihm jetzt sagen, so wie es uns unser Herz sagt, oder wir k\u00f6nnen uns davon abwenden und tun, was wir immer tun, aber in der Freiheit, in der wir bleiben und \u00fcber die der Herr sich nicht gestellt hat, hofft der Herr, dass wir diese Freiheit immer noch so anwenden, wie es notwendig ist, so wie Er es von uns erwartet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ihr mich liebt, sagt Gott, dann h\u00f6rt ihm auf meine Worte, die ich euch sage.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist ein einfaches Gesetz. Es ist nicht mehr das Gesetz der Schrift oder das buchst\u00e4bliche Gesetz &#8211; es ist das Gesetz der Liebe, nicht wahr? Der Herr sagt: &#8222;Wenn ihr mich liebt, gibt es nur eine Bedingung. Wenn ihr mich liebt, werdet ihr sie erf\u00fcllen!&#8220;. Der Herr sagt nicht, dass ihr jetzt Christen werdet, dass ihr ein Kreuz haben werdet, dass ich bei euch sein werde, und dass alles gut sein wird. Jeder wird euch lieben, jeder wird euch alles geben. Andere werden euch alles geben und nichts von euch verlangen. Eine solche Anweisung gab es nicht. Im Gegenteil, die Kirche gibt uns das Kreuz Christi, das wir tragen m\u00fcssen, damit die Menschen um uns herum uns sehen k\u00f6nnen. Damit sie sehen und wissen, dass der Herr uns kennt und wir ihn kennen und ihn rufen, wie wir heute alle gebetet haben, unseren himmlischen Vater. Vater! Es ist ein wenig anders als nur der Allm\u00e4chtige, der Sch\u00f6pfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Vater!<\/p>\n\n\n\n<p>Und viele Menschen wissen, dass wir ihn anflehen k\u00f6nnen, deshalb wenden sie sich an uns, weil sie wissen, dass dies uns m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal sagt man mir, ich dachte, sie w\u00e4ren\u2026 Und dann kommen bestimmte Vorstellungen: dass sie verzeihen k\u00f6nnen, dass sie nicht \u00fcberreagieren, was sie etwas geben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott gebe uns, liebe Br\u00fcder und Schwestern, dass wir andere Menschen nicht zu einer solchen Entt\u00e4uschung bringen, und die Kirche ist uns gegeben, damit wir von der Liebe Gottes angesteckt werden, nicht von Krankheiten, nein. Von der Liebe Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute waren wir, Sie und ich, alle Teilnehmer der Liturgie. Was war das? Es wurde uns gegeben, damit das Licht Christi jetzt auf uns erscheinen kann, so wie das Licht des Herrn auf dem Antlitz von Mose zu sehen war, der mit Gott sprach. Er war allein, ihm wurde eine solche Ehre zuteil. Uns wurde diese Ehre zuteil, nun, wirklich vielen, allen, die heute anwesend waren &#8211; das Licht Christi zu verk\u00fcnden, es in die Welt zu tragen. Was ist das &#8211; das Licht Christi? Es ist einfach eine Herzlichkeit in unserer Sprache &#8211; Freundlichkeit. Freundlichkeit wird von allen verstanden. Sogar Katzen, Papageien. Jeder versteht es, ohne Worte. Auch ein Mensch, der deine Sprache nicht beherrscht, der Gutes getan hat, wird dein Freund werden, nicht wahr? Jeder Mensch wird ihn bereits als seinen Freund ansehen, ohne seine Sprache zu kennen. So ist es in allem.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Sie schmunzeln und sagen: &#8222;Nun, wir wissen, was man in der Kirche noch sagt: Seid einfach freundlich, vergebt den Schuldnern, wir wissen das alles&#8220;, aber das ist das Geheimnis der Liebe Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wissen es, aber leider wenden wir es manchmal nicht an, und deshalb wird es schwierig f\u00fcr uns in dieser Welt Gottes, die f\u00fcr uns geschaffen wurde, damit wir gl\u00fccklich sein und in Freude leben k\u00f6nnen. Die Menschen des einundzwanzigsten Jahrhunderts verbinden Freude direkt mit einer gewissen Aneignung. Wenn ich etwas habe &#8211; ich bin gl\u00fccklich, ich bin freundlich und ich bin bereit, und wenn ich etwas nicht habe &#8211; bin ich traurig und deprimiert, dass ich etwas nicht habe. Das ist es, was der Herr sagt. Vielleicht haben wir wirklich etwas nicht, und vielleicht bekommen wir es nicht von Gott von Christus. Aber der Herr sagt immer: &#8222;Freut euch!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir in die Kirche kommen, h\u00f6ren wir diese Worte des Rufs des Herrn: &#8222;Freut euch. Man k\u00f6nnte meinen, es handelt sich um eine Krankheit oder etwas, das ich noch nicht bekommen habe, wie kann ich mich also freuen? Freut euch, denn ihr seid die Leitfigur der Barmherzigkeit und Gnade Gottes. Nun wird in f\u00fcnf Minuten ein Mann zu Euch kommen, und es wird einen Umstand ergeben, in dem Ihr Gottes Gnade zeigen k\u00f6nnt\u2026 \u2026Gottes Gnade! Und auf diese Weise werdet ihr Gottes Segen erhalten, ihr werdet zu Recht ein Nachfolger Christi genannt werden, und die Menschen werden vielleicht sagen: &#8222;Ehre sei Gott, Ehre sei Gott, dass es einen solchen Arzt gibt, Ehre sei Gott, dass es einen solchen Lehrer gibt, Ehre sei Gott, dass es einen solchen Menschen gibt, der mir geholfen hat. Gott sei Dank!&#8220; Und diese Ehre wird sich auf unser Leben erstrecken und nicht nur auf unser Leben, sondern auf jeden, der uns nahe steht, auf unsere Kinder, auf unsere Gatten, Verwandten, auf unsere Art &#8211; Ehre sei Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist Gl\u00fcck. Gl\u00fcck kann man nicht f\u00fcr Geld kaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb das heutige Gleichnis, liebe Br\u00fcder und Schwestern, dass die Liebe ansteckend ist und dass wir, wenn wir wollen, dass diese Liebe in unsere harten, b\u00f6sen Herzen eindringt, nur das wahrnehmen m\u00fcssen, was der Herr mir heute geschenkt hat. Heute hat er mir seinen Segen und seine Vergebung geschenkt, wie wir es schon fr\u00fcher geh\u00f6rt haben, und der Herr sagte zu einem S\u00fcnder: &#8222;Geh und s\u00fcndige nicht wieder!<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist es\u2026 Dies sind Ihre Voraussetzungen, um das Reich Gottes zu erreichen: &#8222;Geht und s\u00fcndigt nicht wieder!<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten von Ihnen haben heute Anteil am Blut und Leib Christi, unseres Gottes. Sie und ich sind geheiligt und gereinigt worden. Wir haben wieder K\u00f6nigsgew\u00e4nder bekommen, aber sollen wir sie wieder zerrei\u00dfen, sollen wir sie zum Zerrei\u00dfen, zur Verschmutzung geben? M\u00f6ge es so etwas nicht geben!<\/p>\n\n\n\n<p>Gott gew\u00e4hre uns, liebe Br\u00fcder und Schwestern, dass wir f\u00fcr alles M\u00f6gliche tapfer sind. Ja, in dieser Welt m\u00fcssen wir tapfer sein, um Gutes zu tun\u2026 So weit ist es schon gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einfach so, ohne jeden R\u00fcckblick. Zu diesem Zweck besuchen wir die Kirche, zu diesem Zweck beten wir, immer auf der Wache oder im Fasten zu sein. Und umso mehr geht jetzt diese kurze, besondere, sch\u00f6ne Fastenzeit, aber hier m\u00fcssen wir uns daran erinnern, dass wir gerade in der Fastenzeit sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch habe ich Zeit, etwas zu tun. Etwas zu lernen, etwas Gutes zu tun. Jeder kann nach der Situation erkenen, was genau das ist. Zumindest nicht, um zornig reagieren. Man sagt dir etwas, was deiner Meinung nach nicht passt, schweig einfach. Man erwidert dir, sei einfach still! Sei nicht sofort eingeschnappt. Dies betrifft zum Beispiel unsere Kinder. Es scheint nur eine Kleinigkeit zu sein, was man tun kann. Sagten dir etwas deine Eltern, erwidere nicht zur\u00fcck. Sei einfach still, und du bist bereits ein Christ, ein echter Christ, kein einfacher Kreuztr\u00e4ger. Und genau so betrifft es auch Erwachsene. Urteile nicht jemand!<\/p>\n\n\n\n<p>Warte wenigstens paar Minuten. Die Leidenschaftliche Erregung wird vergehen, und du wirst sehen, dass es nichts zu verurteilen gibt. So sind wir alle und jeder von uns. Wirklich, wir sind uns dessen wirklich bewusst. Und schon gleich wird die Freude unsere Herzen zum erbl\u00fchen bringen. Die Freude wird unsere Herzen einweichen. Und nach solcher geistlichen Anstrengung kommt der Wunsch zum Gebet.<\/p>\n\n\n\n<p>Man will beten, man will zu Gott sagen wollen: &#8222;Ehre sei Dir, Herr&#8220;. Man will in sein Haus kommen, denn hier kommt man zu Kr\u00e4ften, hier bekommt man seine Liebe. Gott segne Euch alle, liebe Br\u00fcder und Schwestern. Der Herr versteckt sich nicht von uns und f\u00fcrchtet uns nicht. Er sagt: Erprobe mich. Ich gebe Dir meine Liebe, wenn Du es willst. Gott bewahre uns davor, dass wir zu einem solchen Arbeiter und Schuldner werden, der uns nur im Sinne hat etwas f\u00fcr sich zu ergattern, uns dem Kelch des Bundes zu n\u00e4hern, den Leib Christi anzunehmen und sonst nichts weiter zu tun. Man kommt schnell auf Gedanken: &#8222;Ich glaube, ich habe alles richtig gemacht, so dass Gott mich in das Reich Gottes f\u00fchren sollte&#8220;. Nein! Wir alle erinnern uns wieder an diese Worte: &#8222;Nicht jeder, der zu mir sagt: O Herr, O Herr, wird in das Reich Gottes eingehen&#8220;. Nicht jeder, der Teil am Blute und des Leib Christi hat, wird in das Reich Gottes eingehen, sondern der, der das Wort Gottes erf\u00fcllt und dadurch Christus liebt.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6ge Gott uns, liebe Br\u00fcdern und Schwestern, gew\u00e4hren, Christus mit Ihnen zu lieben. Fr\u00f6hliches Fest, Schutz und Gottes Segen f\u00fcr Sie alle!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Ich gratuliere allen Teilnehmern zur Annahme der heiligen Mysterien Christi. Heute waren wir Teilnehmer an der G\u00f6ttlichen Liturgie. 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