{"id":1113,"date":"2020-04-20T16:48:05","date_gmt":"2020-04-20T14:48:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/?p=1113"},"modified":"2020-04-20T23:18:21","modified_gmt":"2020-04-20T21:18:21","slug":"osterpredigt-vom-19-04-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/tagesbuch\/osterpredigt-vom-19-04-2020\/1113.html","title":{"rendered":"Osterpredigt vom 19.04.2020"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"\u041f\u0430\u0441\u0445\u0430\u043b\u044c\u043d\u0430\u044f \u043f\u0440\u043e\u043f\u043e\u0432\u0435\u0434\u044c \u043f\u0440\u043e\u0442\u043e\u0438\u0435\u0440\u0435\u044f \u0421\u0435\u0440\u0433\u0438\u044f \u0411\u0430\u0431\u0443\u0440\u0438\u043d\u0430 \u043e\u0442 19.04.2020\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/naNEa_a22c4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-content\/2020-04-20-23.16.46.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Christus ist auferstanden!<\/p>\n\n\n\n<p>Frohe Ostern, liebe Br\u00fcder und Schwestern!<\/p>\n\n\n\n<p>Wor\u00fcber freuen wir uns? Was l\u00e4sst unser Herz frohlocken? Dass der Herr den Tod besiegt hat. Der Tod ist das Furchtbarste, was es im Leben des Menschen gibt. Und der Herr sagt uns heute, dass durch Seine Liebe es diese furchtbare Trag\u00f6die in unserem Leben nicht mehr gibt. Wir freuen uns und frohlocken, weil wir wissen, dass der Herr vom Himmel auf die Erde gekommen ist, um sich der gefallenen, leidenden Menschheit anzunehmen mit menschlicher Hand, und sie wie Adam aus diesem Zustand, aus der H\u00f6lle hinaus, in die ewige Heimat zu f\u00fchren. Wir freuen uns, weil wir glauben und auch schon die geistige Erfahrung gemacht haben, dass Christus in unserem Leben bestehen bleibt. Er wird weiter auf jedes Gebet eines jeden Menschen antworten, er wird weiter jedem antworten, der sich nach Ihm sehnt und der Ihn sucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wir erinnern uns jetzt nat\u00fcrlich an die Umst\u00e4nde der Auferstehung Christi, wie sie in den Evangelien beschrieben werden. Wir sehen, dass es in der morgendlichen Dunkelheit<\/p>\n\n\n\n<p>geschah. Die Menschen waren sehr bedr\u00fcckt von den vorangegangenen Leiden Christi. In v\u00f6lliger Verzweiflung, teils in sich gekehrt, sa\u00dfen die J\u00fcnger, jeder in seiner Ecke. Und die Heiligen Myrrhen tragenden Frauen, deren Liebe die Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit \u00fcberwand, sie gingen am ersten am ersten Morgen der Auferstehung zu Seinem Grab. Sie dachten nicht daran, wer ihnen den Stein vom Grab wegschieben w\u00fcrde. Sie haben nicht versucht sich vorzustellen, wie es sein wird, dem Leib ihres geliebten Herrn und Lehrers zu begegnen. Ihre F\u00fc\u00dfe gingen, weil Liebe sie bewegte. Und wir sehen, dass es auch in unserem Leben manchmal so ist: der Herr antwortet auf unseren inneren Aufschrei, wenn wir Ihn intensiv suchen, wenn wir versuchen, aus aller Kraft unser eigenes Herz zu erreichen, den Ort, wo wir dem Herrn begegnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und nun ist dieses Ostern, die diesj\u00e4hrige Feier der Auferstehung Christi, f\u00fcr uns sehr ungew\u00f6hnlich. Viele Menschen sind in Aufruhr. Sie leiden darunter, dass sie an diesem Tag nicht in der Kirche sein k\u00f6nnen, ihre Br\u00fcder und Schwestern nicht umarmen k\u00f6nnen und ihre Osterfreude nicht teilen k\u00f6nnen. Aber der heutige Tag der Auferstehung Christi spricht davon, dass unsere innere Bem\u00fchung belohnt wird, wo auch immer wir sind. Ob wir uns auf den Weg in die Kirche gemacht haben oder zuhause geblieben sind, von unserer Familie umgeben oder in Einsamkeit: der Herr ist auferstanden! Das Osterfest Christi bleibt in unserem Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so, wie die Heiligen Myrrhe tragenden Frauen sich zu dieser Liebestat gezwungen haben, so ist jeder von uns aufgerufen sich selbst zu zwingen. Das ist unsere geistige Leistung, die Bem\u00fchung und der Flei\u00df unserer inneren Arbeit. Es ist eine Erinnerung daran, dass viele Menschen unser liebevolles Wort brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erinnern wir uns daran, wie den leidenden, entmutigten, verst\u00f6rten Frauen der Auferstandene begegnet: die ersten Worte des auferstandenen Herrn waren: \u201eFreut euch!\u201c. Mit diesen Worten begr\u00fc\u00dft der Auferstandene die Menschen. Und als er die Verst\u00f6rung der Myrrhe tragenden Frauen sah, sagte er: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht!\u201c. Das ist die Botschaft Christi, die wir heute h\u00f6ren, und mit der sich der Herr an uns wendet: dass wir uns freuen und nicht \u00e4ngstlich sind. Gerade die Angst hat heute viele von uns eingeholt. Manche f\u00fcrchten sich vor Krankheit, manche haben Angst um ihre Lieben, manche verfallen in Angst, wenn sie sehen, wie zerbrechlich die Welt ist, auf die sie ihr Leben gr\u00fcnden, wie leicht die Vergn\u00fcgungen enden k\u00f6nnen und aller Wohlstand, an den sie gewohnt sind. Deshalb ist Verwirrung in Krisenzeiten dem Menschen eigen. Aber wir sehen heute, wie all diese Krisen klein und l\u00e4cherlich werden vor dem gro\u00dfen Mysterium der Auferstehung Christi. In all den schwierigen Zeiten der Menschheitsgeschichte spricht der Herr mit einem L\u00e4cheln zu uns und streckt seine Hand aus: \u201eFreut euch und f\u00fcrchtet euch nicht!\u201c. Und dies ist die frohe Botschaft, die der Herr heute an uns alle richtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Und es ist wichtig, dass wir die innere Kraft finden, die Freude dieses Tages zu sp\u00fcren. Und sie nicht nur zu sp\u00fcren, sondern sie sich auch zu erhalten. Und nicht nur sie zu erhalten, sondern sie auch zu teilen. Es ist sehr wichtig, dass wir Freude in unsere H\u00e4user bringen, unseren Kindern, unseren Familien, unseren Eltern, dass wir dar\u00fcber nachdenken, wer unserer christlichen F\u00fcrsorge bedarf. Und es ist sehr wichtig, dass jetzt, wo wir voneinander getrennt sind, jeder in seiner Klause, wir uns an unsere N\u00e4chsten uns erinnern, unsere Br\u00fcder und Schwestern, unsere Kirchengemeinde, unsere christliche Familie.<\/p>\n\n\n\n<p>Lasst uns versuchen, heute wenigstens ein paar Menschen anzurufen, die einsam sind, die an ihrem inneren Zustand leiden, die niemanden haben, der sie tr\u00f6stet. Wenn in unserer Gemeinde jeder wenigsten f\u00fcnf solche Anrufe t\u00e4tigt, dann bleibt in unserer Gemeinde keiner \u00fcbersehen. Gebe Gott, dass wir uns wirklich \u00fcberlegen, wen wir anrufen k\u00f6nnten, um mit ihm unsere Osterfreude zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und f\u00fcr mich pers\u00f6nlich war heute der Nachbar unserer Holzkirche solch ein Vorbild der Erbauung. Wir leben ja weiter, jeder in seinen eigenen Gedanken. Aber der einzige n\u00e4chste Nachbar unserer Holzkirche, das ist ein Hahn, der hinter dem Zaun lebt. Das ist derjenige, der sich heute am meisten freut. Weil seine Seele nicht durch irgendwelche \u00e4u\u00dferen Gedanken verdunkelt wird und wahrscheinlich die Heiligkeit und das Licht dieses Tages rein f\u00fchlt. Vielleicht sollten wir auch lernen, ohne Worte und mit reiner Seele, ohne Zweifel und Versuchungen, ohne Unglaube oder irgendwelche dunklen Momente, Gott zu loben, auf dass der auferstandene Herr in der Seele, im Leben und im Herzen eines jeden von uns erleuchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Christus ist auferstanden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christus ist auferstanden! Frohe Ostern, liebe Br\u00fcder und Schwestern! Wor\u00fcber freuen wir uns? Was l\u00e4sst unser Herz frohlocken? Dass der Herr den Tod besiegt hat. Der Tod ist das Furchtbarste, was es im Leben des Menschen gibt. 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