{"id":1103,"date":"2020-04-13T12:41:38","date_gmt":"2020-04-13T10:41:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/?p=1103"},"modified":"2020-04-13T12:41:38","modified_gmt":"2020-04-13T10:41:38","slug":"predigt-vom-12-04-2020-zum-palmsonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/predigt\/predigt-vom-12-04-2020-zum-palmsonntag\/1103.html","title":{"rendered":"Predigt vom 12.04.2020 zum Palmsonntag"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-content\/WhatsApp-Audio-2020-04-13-at-12.35.12.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!<br \/>Frohes Fest, liebe Glaubensfreunde!<br \/>Heute f\u00fchlen wir eine Verbundenheit zu der evangelischen Freude, von der wir bei der g\u00f6ttlichen Liturgie geh\u00f6rt haben, zu einer sehr guten Freude, weil die Menschen, welche wir in dem heutigen Abschnitt des Evangeliums getroffen haben, eben jene Menschen sind, die sich auf die Pilgerfahrt nach Jerusalem zum Pessachfest begeben haben.<br \/>Diese Menschen hatten schon von den Wundern des Herrn geh\u00f6rt, vor allem vom letzten Wunder, der Wiederauferstehung des Lazarus. Genau deswegen haben sie voller Freude unseren Herrn in Jerusalem begr\u00fc\u00dft. Eigentlich haben die Menschen Ihn heute zu ihrem K\u00f6nig gemacht. F\u00fcr einen ganzen Tag war Er der K\u00f6nig von Jerusalem. Gleichwohl sehen wir Symbole, die unser Herr beim Einzug in Jerusalem mit sich tr\u00e4gt, welche aber viele Menschen nicht bemerken.<br \/>Wir sehen, dass unser Herr vor allem nicht wie ein K\u00f6nig auf einem Pferd nach Jerusalem kommt, welches ein Symbol von St\u00e4rke, Macht und triumphaler Siege ist. Er reitet in die Stadt auf einem kleinen Esel ein, dem Symbol f\u00fcr friedliche T\u00e4tigkeiten. Mit dieser Geste zeigt der Herr uns, dass er in Jerusalem einzieht, um die Seelen der Menschen mit Frieden zu f\u00fcllen und um ihnen Freude zu bringen.<br \/>Zeitgleich sehen wir, dass der Herr selbst nicht von dieser Freude, die um ihn herum herrscht, erf\u00fcllt ist. Er weint, weil er wei\u00df, dass die Gef\u00fchlslage der Menschen sich sehr schnell \u00e4ndern wird. Er wei\u00df, dass die Menschen viel zu sehr von weltlichem Gl\u00fcck abh\u00e4ngen, von ihrer zeitlich begrenzten inneren Einstellung. Am wenigsten will unser Herr ihnen eben diese verg\u00e4nglichen G\u00fcter geben, nach denen so viele von den Anwesenden suchen. Und wir sehen, wie schnell ihre Gem\u00fctsstimmung kippt.<br \/>Die Menschen werden mit der Zeit verstehen, dass der Herr nicht der geistlich-nationale Anf\u00fchrer ist, der sie zu einer Kampfstimmung gegen die Besatzermacht anstachelt, die ihr Land knechtet.<br \/>Und ihre Begeisterung f\u00fcr den Herrn wird nicht nur erkalten, sondern in Wut umschlagen, weil die Menschen sich von Ihm um ihre Hoffnungen betrogen f\u00fchlen werden.<br \/>So wird das Wort Gottes, welches wir heute h\u00f6ren, besonders wichtig f\u00fcr uns, denn die Menschen in Jerusalem haben den Besuch des Herrn nicht verstanden.<br \/>Wir freuen uns, weil der Herr sich uns als K\u00f6nig dieser Welt \u00f6ffnet. Wir weinen gemeinsam mit Ihm, weil wir verstehen, dass Er schon sehr bald die Dornenkrone von Seinem eigenen Volke aufgesetzt bekommen wird. Diesen heiligen Tagen n\u00e4hern wir uns schrittweise.<br \/>Aber gleichzeitig freuen wir uns auch, weil der Herr uns eine Freude und einen Sinn gegeben hat. Der Herr hat unser Leben mit dem Sinn des ewigen Lebens gef\u00fcllt. Er hat den zuvor gerissenen Faden zwischen dem Menschen und Gott wiederverbunden. Darin liegt auch unsere Freude. Darin sp\u00fcren wir die immer n\u00e4herr\u00fcckende Freude des Osterfestes.<br \/>Wir f\u00fchlen aber auch, dass vor uns noch die Karwoche liegt. Wir werden in dieser Woche viele innere Tr\u00e4nen vergie\u00dfen, w\u00e4hrend wir den Herrn auf seinem Kreuzgang begleiten, w\u00e4hrend auch wir \u00fcber unser eigenes Kreuz nachdenken m\u00fcssen, das jeder vom Herrn auferlegt bekommen hat. Wir sp\u00fcren trotzdem die aufkommende Osterfreude, wie sie unsere Herzen erf\u00fcllt.<br \/>Frohes Fest, liebe Glaubensfreunde! Setzt euch auch noch mit folgenden Worten auseinander, die uns der Herr heute gesagt hat: \u201eAls Er n\u00e4her kam und die Stadt sah, weinte Er \u00fcber sie und sagte: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt h\u00e4ttest, was dir Frieden bringt. Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen.\u201c (Lk 19, 41-42). Denn solche Momente haben wir auch in unserem Leben, wenn der Herr an unsere eigene T\u00fcr klopft. Leider h\u00f6ren wir, wenn wir hinter Wohlstand und Vergn\u00fcgungen herjagen, dieses leise Klopfen des Herrn nicht. &nbsp;Wie Johannes, der Theologe, in seinem Buch \u201eOffenbarung\u201c schrieb: \u201eIch stehe vor der T\u00fcr und klopfe an!\u201c (Offenbarung 3:20).<br \/>Gnade uns Gott, dass wir das Klopfen des Herrn rechtzeitig h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Gottes Segen euch allen, liebe Br\u00fcder und Schwestern! Ich w\u00fcnsche euch eine festliche Stimmung und konzentrierte, aufmerksame, tiefe und besinnliche kommende Tage der Karwoche.<br \/>Besch\u00fctze der Herr uns alle!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!Frohes Fest, liebe Glaubensfreunde!Heute f\u00fchlen wir eine Verbundenheit zu der evangelischen Freude, von der wir bei der g\u00f6ttlichen Liturgie geh\u00f6rt haben, zu einer sehr guten Freude, weil die Menschen, welche wir in dem heutigen Abschnitt des Evangeliums getroffen haben, eben jene Menschen sind, die sich auf [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1103"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1103"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1103\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1105,"href":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1103\/revisions\/1105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}