{"id":1003,"date":"2017-02-17T18:54:01","date_gmt":"2017-02-17T16:54:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/?p=1003"},"modified":"2017-02-17T18:54:17","modified_gmt":"2017-02-17T16:54:17","slug":"der-weg-zu-meiner-ikonen-sammlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/tagesbuch\/der-weg-zu-meiner-ikonen-sammlung\/1003.html","title":{"rendered":"der Weg zu meiner Ikonen &#8211; Sammlung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/icony.jpg\"><img class=\"alignnone wp-image-13029 size-large\" src=\"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-content\/icony-1024x683.jpg\" width=\"500\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die erste Ikone meines Lebens habe ich eigentlich vor nunmehr 30 Jahren nur als Andenken erworben. Bei einer Reise nach Zypern erstand ich in einem Laden f\u00fcr Uriaubserinnerungen eine in j\u00fcngster Zeit in einem Kloster gemalte Ikone der drei orthodoxen Kirchenv\u00e4ter, wobei der Verk\u00e4ufer dieses Motiv empfahl, da die Ikonen der Gottesmutter nahezu jedermann kaufen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Beim n\u00e4chsten Kauf anl\u00e4\u00dflich des Besuchs eines Sammler- und Antiquit\u00e4tenmarktes im Sauerland hat es sich dann um eine Mutter Gottes &#8211; Ikone gehandelt, wobei dabei der k\u00fcnstlerische Aspekt dieser Ikone bei mir die erste Rolle gespielt hat. Das Objekt hatte mit seiner Ausstrahlung, die durch seine Vergoldung noch unterstrichen wurde, mein Gefallen gefunden. Demzufolge kann dieser Tag als die Geburtsstunde meiner sp\u00e4teren Sammlung angesehen werden.<\/p>\n<p>Die letztgenannte Ikone veranla\u00dfte mich nun, mich intensiver mit der giaubensm\u00e4\u00dfigen Bedeutung, der Geschichte und der k\u00fcnstlerischen Gestaltung der Ikonen zu befassen. Zug um Zug beschaffte ich mir einschl\u00e4gige Literatur, besuchte Ikonenausstellungen und nahm sogar an einigen Ikonenmalkursen teil, ohne es dabei auch nur zu einer fundamentalen Fertigkeit zu bringen. W\u00e4hrend dieser Zeit sah ich mich auf Sammler-und Antikm\u00e4rkten, in Galerien und auf Ausstellungen und auch bei Privatpersonen nach Gelegenheiten um, bei denen ich speziell russische Ikonen gut und auch einigerma\u00dfen preiswert erstehen k\u00f6nnte. Im Lauf vieler Jahre kam bei mir so eine Ikone zur anderen und meine Sammlung entstand, was mir viel Aufwand und Zeit gekostet, aber auch viel Freude bereitet hat, wenn wieder ein neues St\u00fcck hinzugef\u00fcgt werden konnte.<\/p>\n<p>Bei allen diesen meinen Aktionen wurde ich darauf aufmerksam, dass neben den Holzikonen auch eine ganze Reihe von Metallikonen gezeigt und angeboten werden, welcher Markt mir zwar kleiner, aber umso interessanter erschien. Diese kleinen Glaubens- und Kunstgegenst\u00e4nde beeindrucken durch ihre Vielfalt in der Darstellung und wurden von den orthodoxen Christen meist auf Reisen mitgef\u00fchrt. Da auf diesem Gebiet heute viele Nachabg\u00fcsse gewisserma\u00dfen als F\u00e4lschungen angeboten werden, mu\u00dfte ich mich dabei intensiv fachlich kundig machen, um nur qualitativ einwandfreie St\u00fccke erhalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In meinem Haus in M\u00fcnster konnte ich dann einen Raum einrichten, den ich Ikonenzimmer nannte und in dem ich die Holzikonen an den W\u00e4nden und die Metallikonen in Vitrinen unterbrachte. Dort verbrachte ich ab und zu ab und zu einige Zeit, um mich an meinen Sammlungsst\u00fccken zu erfreuen oder einige besinnliche Minuten zu verbringen.<\/p>\n<p>Da sich der Abend meines Lebens inzwischen senkt und ich in K\u00fcrze 90 Jahre alt werde, habe ich mir Gedanken dar\u00fcber gemacht, was sp\u00e4ter mit meiner Sammlung geschehen wird. In meinem Umfeld bestand kein besonderes Interesse, so dass ich erfreut war, als ich durch meinen in Hamburg lebenden Sohn den Kontakt zur dortigen Russischen Orthodoxen Kirchengemeinde herstellen und von ihr h\u00f6ren konnte, dass man meiner Sammlung eine neue Heimat geben zu geben gern bereit war. So sind meine Ikonen jetzt in w\u00fcrdiger und bestimmungsgem\u00e4\u00dfer Umgebung angekommen, wof\u00fcr ich sehr dankbar bin. M\u00f6gen sie recht vielen Betrachtern Freude und Festigung in ihrem Glauben bringen.<\/p>\n<p>im Januar 2017<\/p>\n<p><strong>Claus Spengler<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Ikone meines Lebens habe ich eigentlich vor nunmehr 30 Jahren nur als Andenken erworben. 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