{"id":7,"date":"2005-04-26T23:28:13","date_gmt":"2005-04-26T21:28:13","guid":{"rendered":"http:\/\/hamburg-hram.de\/de\/?page_id=7"},"modified":"2014-09-09T11:38:26","modified_gmt":"2014-09-09T09:38:26","slug":"uber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/uber-uns","title":{"rendered":"\u00dcber uns"},"content":{"rendered":"<h1>Gemeinde des Hl. Johannes von Kronstadt<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.hamburg-hram.de\/de\/wp-content\/hram3big.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"340\" align=\"left\" hspace=\"10\" vspace=\"4\/\" \/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Gr\u00fcnderzeit wurde das n\u00f6rdliche St. Pauli ( Karoviertel und Schanzenviertel ) immer dichter bev\u00f6lkert. Die evangelisch-lutherische Gemeinde der St. Pauli Kirche, die seit 1683 ihren Standort am Hafenrand hatte, entschied sich zun\u00e4chst f\u00fcr die Errichtung zweier Pastorate (1895 und 1901\/02), um dieses Gebiet besser versorgen zu k\u00f6nnen, und schlie\u00dflich zur Gr\u00fcndung einer Filialkirche. Der Grundstein der Gnadenkirche wurde am 8. Juli 1906 gelegt, die Einweihung konnte am 1. Dezember 1907 stattfinden.<\/p>\n<p>Die Kirche wurde der Gnade Gottes gewidmet, eine bewusste Bezugnahme auf ihren Standort zwischen den Gerichten und dem Gef\u00e4ngnis Holstenglacis. Der Bau wurde nach Entw\u00fcrfen von Fernando Lorenzen ( 1859-1917) ausgef\u00fchrt. Den Grundriss der Kirche bildet ein griechisches ( gleichschenkliges) Kreuz. Im Stil des Historismus ausgef\u00fchrt, ist der Zentralbau von ostkirchlichen Sakralbauten inspiriert, insbesondere vom Bautyp georgischer Kirchen. Im 2. Weltkrieg wurde das Geb\u00e4ude erheblich zerst\u00f6rt und erst 1947 wiederer\u00f6ffnet, seit dieser Zeit ist die Gemeinde \u201eSt. Pauli-Nord\u201c selbstst\u00e4ndig. Die Messeerweiterung f\u00fchrte 1972 dazu, dass die Gemeinde beide Pastorate verlor. Der gravierende demografische Wandel seit den 60er Jahren und die isolierte Lage auf einer Verkehrsinsel lie\u00df immer wieder nach einer \u00fcberregionalen Nutzung des Kirchengeb\u00e4udes fragen. 2002 fusionierte die Gemeinde mit der \u201eEv.-Luth. Kirchengemeinde St. Pauli-S\u00fcd\u201c. Da die erheblichen Renovierungskosten der Gnadenkirche die Finanzkraft der Gemeinde \u00fcberstiegen, wurden neue Nutzungsm\u00f6glichkeiten erwogen. Um das Geb\u00e4ude als Gotteshaus zu erhalten, wurde es 2004 an die Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats \u00fcbergeben. Damit wurde ein Zeichen der \u00f6kumenischen Geschwisterschaft gesetzt. Der aus Sandstein gefertigte Altar der Gnadenkirche befindet sich heute in der St. Pauli Kirche.<\/p>\n<p>Die russisch \u2013 orthodoxe Gemeinde des Hl. Johannes von Kronstadt wurde im Jahre 2001 gegr\u00fcndet. Sie ist die j\u00fcngste russisch \u2013orthodoxe Gemeinde in Hamburg . Die Gemeinde z\u00e4hlt zurzeit ca. 2000 Mitglieder, die sich in der ger\u00e4umigen Gnadenkirche sehr wohl f\u00fchlen. Die f\u00fcr westliche Bauweise einzigartige Architektur der Gnadenkirche mit ihren runden Formen und Elementen aus der Romanik und Gotik \u00e4hnelt dem architektonischen Stil der byzantinischen Ostkirchen, so dass sie sich mit ihren heutigen f\u00fcnf Zwiebelt\u00fcrmchen und orthodoxen Kreuzen, die im Sommer 2007 aufgebracht wurden, kaum von der Architektur der fr\u00fcheren \u00f6stlichen orthodoxen Kirchen unterscheidet.<\/p>\n<p>Im Innern des Kirchengeb\u00e4udes wurden einige Ver\u00e4nderungen im Hinblick auf orthodoxe kirchliche und liturgische Traditionen vorgenommen. So wurden die B\u00e4nke aus der Mitte entfernt und an den W\u00e4nden in den Kirchenschiffen platziert. Die Kanzel hat einen Ehrenplatz an der linken Seite der Ikonostase gefunden. Die schon bestehende Trennwand vor der Sakristei wurde als Grundelement f\u00fcr die Ikonostase benutzt. Die besten Moskauer Ikonenmaler versuchten, die komplizierte altert\u00fcmliche Tradition der Ikonenmalerei auf Stein f\u00fcr die Gnadenkirche neu zu beleben. Dieses waghalsige Projekt wurde von Erfolg gekr\u00f6nt und es entstand eine in Europa einzigartige steinerne Ikonostase, die mit einmaligen Fresken best\u00fcckt ist. Die Ikonostase zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie Ikonen von 3 Deutschen beinhaltet, die in der Russisch-Orthodoxen Kirche heilig gesprochen worden sind: die des Hl. Prokopius vom Ustjug, der urspr\u00fcnglich ein erfolgreicher Hansekaufmann aus L\u00fcbeck war, sich sp\u00e4ter zur Orthodoxie bekannte und nach seinem Tode selig gesprochen wurde sowie die der Hlg. Elisabeth, einer deutschen Prinzessin , die einen Moskauer Gouverneur heiratete und orthodox wurde. Sie war in ganz Russland f\u00fcr ihre Wohltaten und ihre Barmherzigkeit bekannt und wurde nach ihre Ermordung als M\u00e4rtyrerin heilig gesprochen . Die dritte und f\u00fcr Hamburg wohl wichtigste dargestellte Pers\u00f6nlichkeit ist St. Ansgar, der Apostel des Nordens und erste Bischof von Hamburg, der sowohl in der Ostkirche als auch in Norddeutschland hoch gesch\u00e4tzt und verehrt wird.<br \/>\nLaut der orthodoxen Tradition wurde die Kirche am 30. Mai 2007 geweiht. Bedeutungsvoll ist, dass dieses Ereignis, das eine enorme Anzahl von Menschen anlockte, in den Tagen stattfand, als Hamburg das 50-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um seiner St\u00e4dtepartnerschaft mit St.-Petersburg feierte. Die Gemeinde tr\u00e4gt den Namen des Heiligen Johannes von Kronstadt, des wichtigsten Heiligen der Petersburger. Indem die Gemeinde diesem Heiligen gewidmet wurde, schufen die Kirchg\u00e4nger eine weitere, geistige Verbindung zwischen den Partnerst\u00e4dten.<\/p>\n<p>In der Gnadenkirche wird jeden Sonnabend und Sonntag die G\u00f6ttliche Liturgie gefeiert . Sie ist ein Ort der Stille und des Gebetes , der jedem offen steht.<\/p>\n<p>Die Kirche ist t\u00e4glich von 10.00 bis 15.00 ge\u00f6ffnet.<br \/>\nDie Adresse der Kirche : Tschaikowskyplatz 1, 20355 Hamburg.<br \/>\nU2 \u201e Messehallen\u201c<\/p>\n<hr style=\"clear: both;\" \/>\n<p>Die Presse:<\/p>\n<ul style=\"padding-left: 20px;\">\n<li style=\"margin-left: 20px;\">Abendblatt\u00bb<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/daten\/2004\/12\/13\/375693.html\" target=\"_blank\">Gnadenkirche ist jetzt russisch-orthodox<\/a><\/li>\n<li style=\"margin-left: 20px;\">Evangelischer Pressedienst<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.epd.de\/nord\/nord_index_32045.html\" target=\"_blank\">Evangelische Gnadenkirche wurde russisch-orthodox<\/a><\/li>\n<li style=\"margin-left: 20px;\">Welt am Sonntag<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print-welt\/article167812\/Gnadenkirche_wird_zur_Heimat_fuer_russische_Emigranten.html\" target=\"_blank\"> Gnadenkirche wird zur Heimat f\u00fcr russische Emigranten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinde des Hl. Johannes von Kronstadt W\u00e4hrend der Gr\u00fcnderzeit wurde das n\u00f6rdliche St. Pauli ( Karoviertel und Schanzenviertel ) immer dichter bev\u00f6lkert. 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