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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 685

17.07.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Die Armut im Geiste besteht darin, sich selbst gleichsam für nicht existent und allein Gott für seiend zu halten, Seine Worte als Höchstes auf der Welt zu achten und für ihre Erfüllung nichts zu schonen, nicht einmal das eigene Leben; den Willen Gottes für sich und für die anderen für alles zu halten, seinen eigenen aber völlig abzuweisen: Der Arme im Geiste wünscht und spricht von ganzem Herzen „Geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe“; er selbst verschwindet gleichsam, will überall und in allem Gott sehen – in sich selbst und in den anderen. Alles sei Dein, nicht mein; er möchte Seine Heiligkeit in sich selbst und in allen schauen; ebenso Sein Reich; ebenso Seinen Willen; Ihn allein die Herzen der Menschen ganz erfüllen sehen, wie es auch sein soll, weil Er allein der Seiende, Allgütige und Vollkommene ist, Der alles erschaffen hat, aber der Feind – der Teufel und seine Gesellen und die Menschen, die sich Gott widersetzen – sind Diebe im Reich Gottes und Widersacher Gottes. Für den Armen im Geiste ist auch die ganze Welt wie nichts; überall sieht er allein Gott, Der alles belebt und alles lenkt; es gibt für ihn keinen Ort ohne Gott, keinen Augenblick ohne Gott – überall und in jedem Augenblick ist er mit Gott und gleichsam mit Ihm allein. Der Arme im Geiste wagt nicht und beabsichtigt nicht, das Unfaßliche zu erfassen, die göttlichen Geheimnisse zu entdecken, Hohes zu grübeln; er glaubt einem (einzigen) Wort des Herrn, des Lebensspenders, da er weiß, daß jedes Seiner Worte Wahrheit, Geist und ewiges Leben ist, und den Worten Seiner Kirche, die seit je vom Heiligen Geist zu jeglicher Wahrheit geleitet wird. Er glaubt, wie ein Kind seinem Vater oder seiner Mutter glaubt, ohne Beweise zu fordern, sich völlig auf sie verlassend. Der Arme im Geist hält sich für geringer und sündiger als alle anderen, wie den unter den Füßen getretenen Staub.


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