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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 648

6.05.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Wenn ihr zu Gott betet, denkt daran, daß Gott drei Personen ist, und da Er Person und Personen ist, so hat Er ins Unendliche alle die Eigenschaften, die wir uns in einem – durch die Gnade Gottes – höchst vollkommenen Menschen vorstellen können, z. B. der Heiligen Jungfrau Maria, in dem Wundertäter Nikolaus, in Johannes Chrysostomus, den Aposteln und Propheten, die vom Geist Gottes erfüllt sind. Der Mensch ist Abbild und Ebenbild Gottes; nach dem vollkommenen Abbild kann man teilweise das Urbild beurteilen, wie Es beschaffen ist; alles Beste, was im Menschen die Blicke unseres Herzens und unsere Neigung anzieht, ist von Gott, von Seinem Sohn und Seinem Geist. Zum Beispiel war und ist der hl. Nikolaus durch die Gnade Gottes mitleidvoll und barmherzig zu den Menschen. Er ist beständig auch jetzt geneigt, diejenigen zu erhören, die ihn aufrichtig anrufen, durch jenes gütige Herz, das er zu Lebzeiten hatte und auch jetzt hat durch die Gnade Gottes. Wird dann der Herr Selbst mitleidlos und unbarmherzig sein, und wieviel barmherziger und mitleidvoller? – Unendlich viel, weil Er Selbst unendlich viel mehr ist als der hl. Nikolaus. Oder nehmen wir den Apostel Paulus. Welch menschenliebendes Innere hat der Apostel. Bezüglich des Dieners des Philemon sagt er zu seinem Herrn: „Nimm ihn auf wie mein Herz“ (Philemon, 12). Wieviel Liebe ist in diesen Worten! Und welche Liebe atmet in seinen Briefen! „Mein Herz ist weit“, sagt er den Korinthern, „ihr habt nicht engen Raum in uns“ (2. Kor. 6, 11, 12). Er beschrieb in einem Brief, worin die von Gott eingegebene Liebe besteht. Wenn man diese Beschreibung liest, spürt man, daß der Apostel durch die Tat alles das erfüllt hat, was er über die Liebe schrieb. Aber woher diese Liebe im Apostel, dem früheren Verfolger Christi, der in Häuser eindrang, Männer und Frauen herauszerrte und unbarmherzig in die Gefängnisse lieferte (Apostelgesch. 9, 1 – 2; 22, 5; 26, 10 – 11). Vom Herrn, der Quelle der Liebe. Er allein ist die ewige und unbegrenzte Liebe, welche alle Geschöpfe umfaßt.


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