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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 635

10.04.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Wie dem Herrn die Zahl der Sterne am Himmel bekannt ist, so ist Ihm bekannt die Zahl der himmlischen Engel und die Zahl ihrer Gedanken; wie Ihm die Zahl des Sandes am Meer bekannt ist und die Zahl des Sandes und der Geschöpfe der ganzen Erde mit ihren Organen und Bestandteilen – großen bis ins Unendliche kleinen; wie Ihm bekannt ist die Zahl der Atome aller Elemente, die unendlich klein sind, so ist Ihm bekannt die Zahl des ganzen Menschengeschlechts, des vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen, die Zahl der Gedanken aller vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Menschen, die Zahl aller ihrer Herzensregungen, Worte und Taten. Wie in der sinnlich wahrnehmbaren Natur nichts vor Ihm verborgen ist, und nicht das kleinste Atom verlorengeht – denn wie kann ohne Gott, ohne Seinen Willen das zugrunde gehen, was durch Ihn zum Sein gebracht wurde, – so geht auch in der geistigen Natur für Ihn nicht ein einziger Gedanke nicht eine Absicht, nicht eine Herzensregung, ein Wunsch oder eine Tat verloren: Alles wird in seinem Hort bewahrt nach Zahl und Maß, d. h. in der Menge und der Stufe und Intensität, mit der etwas geschah, ausgenommen die schlechten Absichten, Wünsche, Worte und Taten, die gebeichtet oder durch Änderung der Lebensweise wieder gutgemacht wurden. Zwischen der Zahl aller Atome der Erde und der irdischen Geschöpfe, und der Zahl der Gedanken und Regungen des menschlichen Geistes besteht in dieser Hinsicht eine vollkommene Parallele.
In der Tat, wenn das Geschaffene, Instrumentelle, Tote, an sich selbst nicht zugrunde geht, kann das zugrunde gehen, was selbst vom Herrn schöpferische Fähigkeiten erhalten hat, das Herrschende, Lebendige? – ich meine das Denken, das sich in Worte kleidet, und die Urheberin des Denkens – die Seele? Also ist dies unmöglich, bereitet euch vor zur Antwort, Sterbliche. Euch erwarten im Gericht all eure guten und schlechten Absichten, Wünsche, Worte und Taten, die ihr dorthin von der Erde vorausgeschickt habt, die guten alle, von den schlechten die nicht gebeichteten oder nicht durch entgegengesetzte Gedanken, Wünsche und Taten wieder gut gemachten. Wegen dieser führt dich Gott ins Gericht. Barmherziger Herr!
„Gehe nicht ins Gericht mit deinen Knechten (Ps. 142, 2/143, 2). So du willst, Herr, Sünden zurechnen, Herr, wer wird bestehen“ (Ps. 129, 3/130, 3).


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