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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 595

20.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

O weh! Viele verführt die Gabe der Freiheit, die dem Menschen von Gott gegeben ist, und die Möglichkeit des Menschen, gut und böse zu sein, und nach dem Sündenfall – die Neigung des Menschen eher zum Bösen als zum Guten. Man beschuldigt den Schöpfer und sagt: Warum hat Gott uns so geschaffen, warum hat Er uns nicht so geschaffen, daß wir nicht fallen und Böses tun können? Andere führen die durch die Sünde hervorgerufene Mangelhaftigkeit des Menschen auf die Unvollkommenheit der Natur zurück, indem sie Gott in ihren Gedanken umgehen und die ganze Welt, mit all ihren Erscheinungen und Gegenständen für ein unpersönliches, unselbständiges, unfreies Wesen halten, dessen Teile sie sind. Da sieht man, was die Entfernung von der Kirche bewirkt! In welche Unwissenheit geratet ihr, vergeblich Weise! Währenddessen wissen bei uns die Kinder klar, genau und sicher das, was ihr nicht wißt. – Ihr beschuldigt den Schöpfer; ist Er denn schuld daran, daß ihr durch eure Unaufmerksamkeit gegenüber Seinem Wort, durch eure Bösartigkeit und Undankbarkeit die größte Gabe Seiner Güte, Weisheit und Allmacht, nämlich die Freiheit, welche ein unablöslicher Zug des Ebenbildes Gottes ist, mißbraucht habt! Muß man Ihn nicht umso mehr als gütig erkennen, als Er diese Gabe gegeben hat, ohne durch die Undankbarkeit derer, welche die Gabe erhalten haben, zu schwanken, damit allen heller als die Sonne Seine Güte leuchte? Und hat Er nicht in der Tat Seine ungemessene Liebe und Seine unendliche Weisheit hinsichtlich der Gabe der Freiheit bewiesen, als Er nach unserem Fall in die Sünde, nach unserer Entfernung von Ihm und dem geistigen Untergang Seinen eingeborenen Sohn „gleich dem Bilde eines vergänglichen Menschen“ (Röm. 1,23) in die Welt sandte, und Ihn für uns dem Leiden und dem Tod überantwortete? Wer kann danach den Schöpfer beschuldigen, weil Er uns die Freiheit gegeben hat! „Gott ist wahrhaftig , ein jeglicher Mensch aber lügenhaft“ (Röm. 3,4). Jeder sorge sich um seine Rettung, kämpfe, siege; aber vermeide hochfliegende Grübeleien und beschuldige nicht den Schöpfer mangelnder Güte und Weisheit; lästere nicht den in allem gütigen Gott.


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