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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 592

14.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Wenn du um die Vergebung deiner Sünden betest, stärke dich immer in Glauben und Hoffnung auf die Barmherzigkeit Gottes, die immer bereit ist, auf unser aufrichtiges Gebet hin unsere Sünden zu verzeihen, und sei in jeder Weise auf der Hut, daß nicht Verzweiflung in dein Herz falle, welche sich durch schwere Niedergeschlagenheit des Herzens und brennende Tränen äußert. Was sind deine Sünden gegen die Barmherzigkeit Gottes, welche es auch seien, wenn du sie nur aufrichtig bereust! Es geschieht aber oft, daß der Mensch betet und innerlich im Herzen nicht die Hoffnung hat, daß seine Sünden vergeben werden, indem er sie gleichsam für größer hält als die Barmherzigkeit Gottes. Dafür erhält er tatsächlich die Vergebung nicht, obwohl er Bäche brennender Tränen vergießt, und geht mit betrübtem, engen Herzen vom freigebigen Gott fort, – und dessen ist er auch würdig: „Glaubt, daß ihr erhaltet“, spricht der Herr, „und es wird euch geschehen“ (Markus 11, 24). Unsicherheit hinsichtlich des Erhaltens des von Gott Erbetenen ist Lästerung gegen Gott.
Bei Unglauben an etwas Wahres, Heiliges verdunkelt sich gewöhnlich der Verstand, das ungläubige Herz wird von Schrecken und Enge getroffen, bei aufrichtigem Glauben aber spürt es Freude, Ruhe, Weite oder Ausbreitung des Lebens in sich selbst, so daß auch der Verstand hell und weitsehend wird. Triumphiert nicht offensichtlich die Wahrheit über die Unvernunft des Herzens? Irrt nicht das Herz offensichtlich? Ja, die Leiden des Herzens bei Unglauben an etwas Wahres, Heiliges sind ein zuverlässiges Zeichen der Wahrheit dessen, woran es nicht glaubt. Das Herz stirbt selbst, indem es die Wahrheit in Zweifel zieht und die Vernichtung dessen versucht, was nicht vernichtet werden kann, während die Weite des Herzens bei aufrichtigem Glauben in derselben Weise ein zuverlässiges Anzeichen der Wahrheit dessen ist, woran du glaubst, weil der Gegenstand, an den wir glauben, unserem Herzen Leben verleiht und dieses Leben erneuert, stärkt. Unser Herz, das durch die Sünde infiziert ist, ist ein geringwertiges Gefäß des Lebens, weil die Sünde Tod ist, und nicht Leben; die Fülle des Lebens ist außerhalb unser. Da aber dieses geistige Leben unsichtbar ist und uns verliehen wird gemäß unserem Glauben an das unsichtbare, persönliche Leben – Gott, so ist es unser lebendiger, aufrichtiger Glaube an Gott, der das Leben in unser Herz leitet. Ohne Glauben muß das Herz natürlicherweise Beengung, Betrübnis als Einschränkung, Verringerung des Lebens empfinden. Aber im Glauben muß noch die Übereinstimmung unserer geistlich bestimmten Tätigkeit mit dem Gegenstand des Glaubens stattfinden; das bedeutet – moralisches Wesen.


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