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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 572

6.12.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Wenn du in einem Nächsten Mängel und Leidenschaften siehst, bete für ihn; bete sogar für jeden Feind. Wenn du einen Bruder stolz und unumgänglich siehst, der sich hochmütig dir oder anderen gegenüber verhält, bete für ihn, daß Gott seinen Verstand erleuchte und sein Herz erwärme durch das Feuer Seiner Gnade, sprich: Herr, lehre Deinen Knecht, der in teuflischen Hochmut gefallen ist, Sanftmut und Demut und verjage aus seinem Herzen Dunkel und Bürde des satanischen Stolzes! – Wenn du einen bösartigen Menschen siehst, bete: Herr, mache diesen Deinen Knecht gütig durch Deine Gnade! – Wenn einen geldgierigen und habgierigen, sprich: Oh, unser unvergänglicher Schatz und unerschöpflicher Reichtum! Laß diesen Deinen Knecht, der nach Deinem Bild und Deiner Gestalt geschaffen ist, die Verführung des Reichtums erkennen, und daß alles Irdische Eitelkeit, Schatten und Traumbild ist; daß die Tage jedes Menschen wie Gras oder Spinnengewebe sind, und daß Du allein unser Reichtum, unser Friede und unsere Freude bist! – Wenn du einen neidischen Menschen siehst, bete: Herr, erleuchte Verstand und Herz dieses Deines Knechtes zur Erkenntnis Deiner großen, unzählbaren, unerforschlichen Gaben, die er durch Deine ungemessene Freigebigkeit erhalten hat; denn in der Verblendung seiner Leidenschaft vergaß er Dich und Deine reichen Gaben, und dünkt sich arm, während er reich an Deinen Gütern ist, und deshalb blickt er in Verführung auf die Güter Deiner Knechte, mit denen Du, unaussprechliche Güte, alle freigebig beschenkst, einen jeden gemäß seiner Kraft und entsprechend der Absicht Deines Willens. Nimm, allgütiger Gebieter, die Hülle des Teufels von den Augen des Herzens deines Knechts und gib ihm Zerknirschung des Herzens und Tränen der Reue und des Dankes, daß der Feind sich nicht freue über ihn, der lebendig von ihm zur Folgsamkeit gegenüber seinem Willen gefangen wurde, daß er ihn nicht aus Deiner Hand reiße! – Wenn du einen Betrunkenen siehst, sprich im Herzen: Herr, schau gnädig herab auf Deinen Knecht, verführt durch die Versuchung des Bauches und der äußerlichen Fröhlichkeit. Laß ihn erkennen die Süße der Enthaltsamkeit und des Fastens und der ihnen entstammenden Früchte des Geistes. –
Wenn du jemand siehst, der den Speisen ergeben ist, und seine Seligkeit darin sieht, sprich: Herr, unsere süßeste Speise, welche nie vergeht, sondern bleibt zum ewigen Leben! Reinige diesen Deinen Knecht vom Übel der Völlerei, da er ganz zu Fleisch geworden und Deinem Geist fremd ist, und laß ihn die Süße Deiner lebenspendenden geistigen Speise erkennen, die da ist Dein Leib und Blut und Dein heiliges, lebendiges, wirksames Wort. –
So oder ähnlich bete für alle, die sündigen, und wage nicht, jemand wegen seiner Sünde zu verachten oder ihn Unwillen spüren zu lassen, denn dadurch würden sich die Wunden der Sündigen nur vergrößern, – bessere sie durch Ratschläge, Drohungen und Bestrafungen, die als Mittel zur Einstellung des Bösen dienen können oder dazu, es in Grenzen zu halten.


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