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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 527

8.09.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Wie eine Mutter ihr Kind das Gehen lehrt, so lehrt uns der Herr den lebendigen Glauben an Ihn. Die Mutter stellt das Kind hin, läßt es allein, geht selbst einige Schritte fort und ruft das Kind zu sich. Das Kind weint ohne die Mutter, will zu ihr gehen, fürchtet sich aber, einen Schritt zu versuchen, bemüht sich heranzukommen, tut einen Schritt und fällt. Genauso lehrt der Herr den Christen den Glauben an Ihn, wie ein Gehen (der Glaube ist ein geistiger Weg): So schwach ist unser Glaube, so sehr erst am Anfang, wie ein Kind, das gehen lernt. Der Herr verläßt ihn mit Seiner Hilfe und überläßt ihn dem Teufel oder verschiedenen Notlagen und Betrübungen, und dann, wenn im höchsten Maße Hilfe nötig ist, um sich davon zu befreien (solange wir Rettung nicht brauchen, sind wir geneigt, nicht zu Ihm zu gehen), befiehlt Er gleichsam, auf Ihn zu schauen (schau unbedingt auf Ihn) und zu Ihm um diese Hilfe zu kommen; der Christ bemüht sich, dies zu tun, öffnet die Augen des Herzens (wie das Kind die Beine voreinandersetzt), bemüht sich, mit ihnen den Herrn zu sehen, aber das Herz, nicht an das Schauen Gottes gewöhnt, fürchtet seine eigene Kühnheit, stolpert und fällt: Der Feind und die angeborene Verderbtheit durch die Sünde verschließen wieder die sich öffnenden Augen seines Herzens, ziehen ihn vom Herrn fort, und er kann nicht herbeikommen; der Herr aber ist nahe, bereit, ihn zu sich zu nehmen, gleichsam wie in seine Arme, man muß nur durch den Glauben zu Ihm herangehen, und wenn man Anstrengungen macht, Ihn mit den Augen des Glaubens ganz zu sehen, – dann streckt Er Selbst die helfende Hand aus, nimmt den Menschen gleichsam in die Arme und verjagt die Feinde, und der Christ fühlt, daß er in die Hände des Erlösers Selbst gekommen ist.
Preis Deiner Güte und Weisheit, o Herr! So muß man in der Bedrängnis durch den Teufel und in allen Betrübungen mit dem Herzen das – gleichsam vor unseren Augen liegende – von Menschenliebe erfüllte Innere des Erlösers eindringlich erschauen; furchtlos in dieses Innere blicken wie in eine unerschöpfliche Schatzkammer der Güte und Freigebigkeit, und Ihn von ganzem Herzen bitten, daß Er auch uns aus dieser nicht versiegenden Quelle der Güte und des geistlichen Beistandes abgeben möge: Und sofort wird das Erbetene erhalten. Die Hauptsache ist: Der Glaube oder das Sehen des Herrn im Herzen und die Hoffnung, von Ihm, als dem Allgütigen, alles zu erhalten.
So ist es wahr! Nach der Erfahrung! Dadurch lehrt uns der Herr auch, unsere völlige moralische Ohnmacht ohne Ihn zu erkennen, im Herzen zerknirscht zu werden und ständig in der Geisteshaltung des Gebets zu bleiben.


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