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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 41

22.09.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Es ist eine natürliche Sache, Darstellungen Christi, der allreinen Gottesmutter, der Engel und Heiligen zu haben, erstens erfordert dies unsere Natur. Wir haben immer den Wunsch, vor uns das Bild des Geliebten zu haben, das Bild des Wohltäters, um auf ihn schauend öfter an ihn und Seine Wohltaten zu denken, uns vor ihm zu verneigen, wie wir gewöhnlich auch mit lebendigen Menschen verfahren, besonders von uns geachteten und geliebten, zweitens sind wir nach dem Bilde und Ebenbilde Gottes geschaffen. Für uns ist der Wunsch natürlich, vor unseren Augen immer unser Urbild zu haben, unseren Uranfang, Gott den Herrn in den Gestalten, in denen Er selbst den Menschen erschienen ist, um öfter an Ihn zu denken, an Seine ständige Gegenwart bei uns, an Seine Vorsehung, um in sichtbaren Zeichen oder Gebräuchen unsere Ehrfurcht Ihm gegenüber, unsere Dankbarkeit und unsere Liebe auszudrücken, denn wir sind körperlich und haben wegen unserer Körperlichkeit das Bedürfnis nach stofflichen Darstellungen, stofflichen Gebräuchen. Deshalb erschien der Herr selbst den Gottgefälligen, beispielsweise Abraham in Gestalt der drei Fremden im Eichenhain von Mamre, dem Jesaja in Gestalt eines großen Königs, der auf einem hohen und erhöhten Thron
sitzt, dem Propheten Daniel in Gestalt eines Alten an Tagen und in Gestalt des Menschensohnes, der zu ihm geführt wird. Wenn ein sichtbares Bild des unsichtbaren Gottes nicht notwendig wäre, so wäre Er natürlich auch nicht in sichtbarer Gestalt erschienen, wäre nicht in unserem Fleisch auf der Erde erschienen, hätte nicht die Knechtsgestalt angenommen, und David spricht: „suchet ständig Sein Antlitz“ (Ps. 104,4/105,4).
Deshalb haben wir mit uns, und verehren wir, die Darstellung der allreinen Gottesmutter, der Engel und Heiligen, d. h. deshalb weil sie lebendige Bilder und Ebenbilder Gottes sind und wir, indem wir auf sie blikken, uns lebhafter an ihre Anstrengungen, Tugenden, Wohltaten uns gegenüber erinnern, an ihre brennende Liebe zu Gott, und selbst angeregt werden, sie nachzuahmen, zur Wachsamkeit über uns selbst, zur Reinigung unserer selbst von aller Unreinheit des Fleisches und Geistes, zur Verherrlichung ihrer Mühe, und machen sie dadurch zu Fürsprechern für uns vor Gott, denn Gott nimmt gerne die Fürsprache Seiner Freunde und Seiner treuen Diener für Menschen, für die diese vor Ihm sprechen, an. Da wir nicht körperlose Geister sind, sondern in Fleisch eingehüllte Wesen, die stoffliche Umrisse haben, eine materielle Gestalt, so suchen wir natürlicherweise Bilder der unsichtbaren Wesen und aus Herablassung für unsere Schwäche gab der Herr auch den Engeln die Macht, unsere Gestalt anzunehmen und uns in unserer Gestalt zu erscheinen, wie z. B. ein Erzengel dem Jesus Navin erschien, David, Maria und Anna, Sacharia, der allheiligen Jungfrau Maria und anderen im alten und neuen Testament. Beweisen wir nicht selbst im täglichen Leben das Erfordernis unserer Natur, ihr Bestreben, Darstellungen geliebter Personen zu haben, wenn wir dem Wunsch Ausdruck geben, ihre Portraits bei uns zu haben und selbst unsere eigenen Darstellungen anfertigen lassen und sie an die Wand hängen oder in ein Album
einfügen, um häufig auf sie zu blicken und den Ausdruck geachteter und geliebter Personen zu genießen.


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