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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 36

17.09.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Nach der würdigen Vollendung des Gottesdienstes und des Sakraments danke stets von ganzer Seele dem Herrn mit kurzem Gebet, daß Er dich gewürdigt hat, Ihm von ganzem Herzen mit Glauben und Liebe zu dienen, denn unser Dienst gegenüber dem Herrn, unserem Schöpfer und Erlöser, ist die größte Wohltat für uns Sünder, fruchtbringend für die, die durch uns die Heiligung und Rettung empfangen ebenso wie für uns selbst, weil er besänftigt, belebt und erfreut. Man muß dem Herren danken, daß er uns, Seine sündigen und unwürdigen Knechte zu Seinen Mitwirkenden gemacht hat wie der Apostel sagt, „denn wir sind Mitwirkende Gottes“ (I. Kor. 3,9), und zu Seinen Dienern und Vollziehern Seiner Geheimnisse. „So verstehe uns der Mensch als Diener Christi und Vollzieher Seiner Geheimnisse“ (I. Kor. 4,I). Was aber tun viele von uns? Sie vollziehen den Gottesdienst und die Sakramente und Gebete lustlos, flau, nachlässig, eilig, mit Auslassungen, mit dem Wunsch, das heilige Werk schnell zu beenden und zur irdischen Eitelkeit zu eilen. Welche schwere Verwirrung und welche schwere Sünde! Unwillkürlich erinnert man sich dabei an das strenge Wort des Herrn an die unwilligen Erfüller Seiner Werke: „Verdammt ist jeder, der das Werk des Herrn mit Nachlässigkeit tut“. (Jer. 48,10). Ich sage, welche schreckliche Verirrung, ja eine Verirrung, weil wir aus Blindheit die Worte des Heiligen Geistes vernachlässigen, der in den Gebeten der Sakramente und Gottesdienste atmet, das vernachlässigen, was für uns bei echtem Bemühen und Eifer Quelle des süßesten Friedens, der Freude im Heiligen Geist und sogar Quelle körperlicher Gesundheit sein könnte. Denn die Worte der Gebete in Gottesdiensten und Sakramenten, sofern sie mit Glauben, Ehrfurcht, Gottesfurcht, ruhig, mit brennendem Geiste gelesen werden, haben die unzweifelhafte und wunderbare Eigenschaft, zusammen mit der Seele auch unseren Körper zu beleben, zu stärken und zu heilen, das ist durch Erfahrung bestätigt. Ich sage eine schwere Sünde, weil wir, indem wir Sakramente nachlässig vollziehen, das Heiligtum des Herrn lästern. Was muß man tun, um Sakramente und Gottesdienste würdig, sorgfältig mit brennendem Geist zu vollziehen? Man muß ständig den lebendigen Glauben haben, daß unser Gott, in der Dreifaltigkeit verehrt, Vater Sohn, und Heiliger Geist, immer mit uns ist, auf uns blickt und beim ersten Wort unseres aufrichtigen Gebets um Hilfe bereit ist, uns zum heiligen Werke zu helfen, denn das Gebet des Glaubens ist, wie für unseren Körper der Atem, völlig unentbehrlich, solange wir auf der Erde leben. Was der Atem für den Körper ist, das ist das Gebet des Glaubens für die Seele. Wenn wir daran denken, daß der Allmächtige immer mit uns ist, wenn wir Ihn tatsächlich in unseren Gedanken haben, wenn wir von unseren Herzen alle auftretenden Gedanken, irdische, alltägliche Zweifel, Sorgen und Neigungen abwehren, können wir immer würdig das Werk Gottes vollziehen.


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