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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 28

9.09.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Du bist krank, und deine Krankheit ist quälend, du bist niedergeschlagen, deprimiert. Finstere Gedanken, einer trüber als der andere, bestürmen dich, dein Herz und dein Mund sind bereit zur Lästerung gegen Gott. Bruder, nimm von mir einen aufrichtigen Rat an! Ertrage großmütig deine Krankheit und sei nicht nur nicht niedergeschlagen, sondern im Gegenteil wenn es möglich ist, freue dich über deine Krankheit. Worüber sich freuen, fragst du, wenn es kreuz und quer reißt. Freue dich darüber, daß der Herr dich heimsucht mit einer zeitlich begrenzten Bestrafung, um deine Seele von den Sünden zu reinigen, „den der Herr liebt straft er“ (Hebr. 12,6). Freue dich darüber, daß du jetzt die Leidenschaften nicht befriedigst, die du, wenn du gesund wärest befriedigen würdest, freue dich, daß du das Kreuz der Krankheit
trägst und folglich den engen und beschwerlichen Weg gehst, der zum Reich Gottes führt.
Die Krankheiten stellen in unseren Augen nur etwas Schmerzliches, Unangenehmes, Schreckliches dar. Selten stellt sich jemand während der Krankheit den Nutzen vor, den die Krankheit unserer Seele bringt. Bei dem weisen, gütigen, vorsehend Waltenden aber, bei Gott, bleibt nicht eine Krankheit ohne Nutzen für unsere Seele. Die Krankheit ist in der Hand der Vorsehung dasselbe wie eine bittere Arznei für unsere Seele, die ihre Leidenschaften, schlechten Gewohnheiten und Neigungen heilt. Keine Krankheit, die uns geschickt wird, bleibt fruchtlos, deshalb muß man den Nutzen der Krankheit im Auge haben, um leichter und ruhiger zu leiden. „Wer im Fleisch leidet, trennt sich von der Sünde“ heißt es in der Schrift (I. Petrus. 4,1).


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