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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 18

30.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Die göttliche Liturgie ist wahrhaftig ein himmlischer Dienst auf der Erde. In ihr ist Gott selbst auf besondere, enge Weise bei den Menschen gegenwärtig, indem Er selbst unsichtbar die priesterliche Handlung vollzieht, indem Er darbringt und dargebracht wird. Es gibt auf der Erde nicht heiligeres, höheres, erhabeneres, feierlicheres, lebendigeres als die Liturgie. Das Gotteshaus ist zu dieser besonderen Zeit ein irdischer Himmel. Die Priester stellen Christus selbst, die Engel, Cherubim, Seraphim und Apostel dar. Die Liturgie ist eine ständig sich wiederholende Feier der Liebe Gottes zum Menschengeschlecht und eine allmächtige Fürsprache für die Rettung der ganzen Welt, und jedes einzelnen Gliedes im besonderen. Die Hochzeit des Lammes, die Hochzeit des Königs ist die Hochzeit des Königssohnes, auf der die Braut des Gottessohnes jede gläubige Seele ist und der Heilige
Geist der Brautführer. Mit welcher vorbereiteten, reinen, erhöhten Seele muß man an der Liturgie teilnehmen, um nicht unter die Leute zu geraten, die, da sie kein Hochzeitsgewand hatten, sondern das befleckte Gewand der Leidenschaft, an Händen und Füßen gebunden und aus dem Hochzeitsgemach in die äußere Finsternis hinausgeworfen wurden. Jetzt aber halten es unglücklicherweise viele für überhaupt nicht notwendig, zur Liturgie zu gehen. Manche tun es nur aus Gewohnheit und so wie sie gekommen sind, so gehen sie wieder, ohne hohe Gedanken, ohne zerknirschtes Herz, mit unbußfertiger Seele, ohne Entschlossenheit zur Besserung. Manche stehen da ohne Ehrfurcht, zerstreut, ohne jede Konzentration, ohne jegliche häusliche Vorbereitung durch Betrachtungen und Enthaltsamkeit. Denn viele schaffen es, vor dem Gottesdienst zu trinken und manchmal auch, sich satt zu essen. Als der Herr auf den Sinai herabkam, wurde dem hebräischen Volk befohlen, sich vorher vorzubereiten und zu reinigen, Hier ist nicht weniger als die Herabkunft Gottes auf den Sinai, sondern mehr. Als auf dem Berg Horeb der Herr Moses in einem Busch erschien, wurde ihm befohlen, die Schuhe von den Füßen zu nehmen. Hier aber ist mehr als die Erscheinung Gottes auf dem Horeb. Dort war es ein Vorausbild, hier ist der Bildner selbst. Wie sehr sind wir voreingenommen für Irdisches, wollen und könne nicht eine einzige Stunde so wie es notwendig wäre ausschließlich Gott weihen während der göttlichen, himmlischen Liturgie. Auch dort gestatten wir uns, von Irdischem zu phantasieren und die Seele mit Bildern und Wünschen irdischer Dinge, manchmal sogar unreinen Bildern, zu füllen. Wie brennend hingegen müß-ten wir beten, mit Eifer über dieses große Geheimnis nachdenken, unsere Sünden bereuen, Reinigung, Heiligung, Erleuchtung, Erneuerung, Festigung im christlichen Leben, in der Erfüllung der christlichen Gebote wünschen und erbitten, für die Lebenden und die Toten beten, denn die Liturgie ist ein Versöhnungsopfer, Dank-
opfer, Lobopfer und Bittopfer. Erhaben ist die Liturgie, in ihr wird das Leben nicht eines großen Menschen, sondern Gottes, der Fleisch geworden ist, gelitten hat und für uns gestorben ist, auferstanden und zum Himmel aufgefahren, und der wiederkommen wird, um die Lebendigen und die Toten zu richten, in Erinnerung gebracht.


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