Russische Orthodoxe Kirche zu Hamburg

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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 19

31.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Unsere mangelhafte Natur neigt zum Vergessen alles Heiligen und Heilsamen, weil Sünden und Leidenschaften unablässig unsere Köpfe und Herzen umnebeln, verdunkeln, sie erfüllen und in ihnen herrschen, indem sie Erinnerungen, Gedanken und Gefühle in Verbindung mit heiligen Ereignissen und den großen Wohltaten Gottes uns gegenüber verdrängen. Deshalb hat die heilige Kirche, die treue Bewahrerin der Gebote ihres Herrn, Seiner ganzen Lehre und aller seiner Taten, ewig dankbar gegenüber Seinen unaussprechlichen Wohltaten, die Einrichtung geschaffen, an den täglichen wie auch an den sonntäglichen und feiertäglichen Gottesdiensten, feierlich mit darstellendem, anschaulichem, bildhaftem Ritual, in Erinnerung aller heilsamen Ereignisse aus dem Leben und den Taten unseres Herrn Jesus Christus, die ganze Ökonomie Seines Heilplanes im alten wie auch im neuen Testament, ebenso wie auch die Erschaffung der sichtbaren und unsichtbaren Welt durch Ihn zu vollziehen. Und nicht nur Ereignisse aus Seinem heilsamen, wundertätigen Leben, sondern auch aus dem Leben Seiner allreinen Mutter, die so herrlich dem Geheimnis der Fleischwerdung des Gottessohnes diente, aus dem Leben Seines Vorläufers, der Apostel, Seiner Propheten, Hierarchen, Märtyrer, Asketen, Uneigennützigen, Gerechten und aller Heiligen, die auf jegliche Weise Gott dienten und gottgefällig waren, diese zahllosen Zeugen des Herrn, der Wahrheit und der heilsamen Wirkung Seines gottgegebenen Glaubens, die nach Seiner Verheißung das
ewige Leben ererbt haben. Dies ist nützlich und notwendig für die Festigung unseres Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, zur geistigen Erziehung der christlichen Menschheit, zur ständigen Belehrung in den Dogmen des Glaubens und verschiedenen Tugenden, der Treue, Tapferkeit, Geduld, Sanftmut, Friedfertigkeit, Demut, Uneigennützigkeit, Enthaltsamkeit, Reinheit, Keuschheit und den übrigen Tugenden. Denn das Leben des Herrn und Seiner allreinen Mutter, ebenso wie das der Heiligen gibt uns Vorbilder aller Tugenden, durch deren Erfüllung der Mensch Gott gefallen kann und seine Seele und die Seelen seiner Brüder retten kann.

Mein Leben in Christo. Das Wort 18

30.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Die göttliche Liturgie ist wahrhaftig ein himmlischer Dienst auf der Erde. In ihr ist Gott selbst auf besondere, enge Weise bei den Menschen gegenwärtig, indem Er selbst unsichtbar die priesterliche Handlung vollzieht, indem Er darbringt und dargebracht wird. Es gibt auf der Erde nicht heiligeres, höheres, erhabeneres, feierlicheres, lebendigeres als die Liturgie. Das Gotteshaus ist zu dieser besonderen Zeit ein irdischer Himmel. Die Priester stellen Christus selbst, die Engel, Cherubim, Seraphim und Apostel dar. Die Liturgie ist eine ständig sich wiederholende Feier der Liebe Gottes zum Menschengeschlecht und eine allmächtige Fürsprache für die Rettung der ganzen Welt, und jedes einzelnen Gliedes im besonderen. Die Hochzeit des Lammes, die Hochzeit des Königs ist die Hochzeit des Königssohnes, auf der die Braut des Gottessohnes jede gläubige Seele ist und der Heilige
Geist der Brautführer. Mit welcher vorbereiteten, reinen, erhöhten Seele muß man an der Liturgie teilnehmen, um nicht unter die Leute zu geraten, die, da sie kein Hochzeitsgewand hatten, sondern das befleckte Gewand der Leidenschaft, an Händen und Füßen gebunden und aus dem Hochzeitsgemach in die äußere Finsternis hinausgeworfen wurden. Jetzt aber halten es unglücklicherweise viele für überhaupt nicht notwendig, zur Liturgie zu gehen. Manche tun es nur aus Gewohnheit und so wie sie gekommen sind, so gehen sie wieder, ohne hohe Gedanken, ohne zerknirschtes Herz, mit unbußfertiger Seele, ohne Entschlossenheit zur Besserung. Manche stehen da ohne Ehrfurcht, zerstreut, ohne jede Konzentration, ohne jegliche häusliche Vorbereitung durch Betrachtungen und Enthaltsamkeit. Denn viele schaffen es, vor dem Gottesdienst zu trinken und manchmal auch, sich satt zu essen. Als der Herr auf den Sinai herabkam, wurde dem hebräischen Volk befohlen, sich vorher vorzubereiten und zu reinigen, Hier ist nicht weniger als die Herabkunft Gottes auf den Sinai, sondern mehr. Als auf dem Berg Horeb der Herr Moses in einem Busch erschien, wurde ihm befohlen, die Schuhe von den Füßen zu nehmen. Hier aber ist mehr als die Erscheinung Gottes auf dem Horeb. Dort war es ein Vorausbild, hier ist der Bildner selbst. Wie sehr sind wir voreingenommen für Irdisches, wollen und könne nicht eine einzige Stunde so wie es notwendig wäre ausschließlich Gott weihen während der göttlichen, himmlischen Liturgie. Auch dort gestatten wir uns, von Irdischem zu phantasieren und die Seele mit Bildern und Wünschen irdischer Dinge, manchmal sogar unreinen Bildern, zu füllen. Wie brennend hingegen müß-ten wir beten, mit Eifer über dieses große Geheimnis nachdenken, unsere Sünden bereuen, Reinigung, Heiligung, Erleuchtung, Erneuerung, Festigung im christlichen Leben, in der Erfüllung der christlichen Gebote wünschen und erbitten, für die Lebenden und die Toten beten, denn die Liturgie ist ein Versöhnungsopfer, Dank-
opfer, Lobopfer und Bittopfer. Erhaben ist die Liturgie, in ihr wird das Leben nicht eines großen Menschen, sondern Gottes, der Fleisch geworden ist, gelitten hat und für uns gestorben ist, auferstanden und zum Himmel aufgefahren, und der wiederkommen wird, um die Lebendigen und die Toten zu richten, in Erinnerung gebracht.

Mein Leben in Christo. Das Wort 17

29.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Die Not der Armen ist zudringlich im Fordern, manchmal frech. Unsere Leidenschaften sind ebenfalls hartnäckig und zudringlich, dreist und frech z. B. Geiz, Gewinnsucht, Unzucht, Bosheit, Neid, Stolz, Raub, Häresie, Schisma, Aberglaube, Götzendienst. Laßt uns aber
in Vernunft den zudringlichen Bitten der bedürftigen Armen und Leidenden nachgeben, das dient unserer Rettung und der ewigen Seligkeit. Wie die Armen und Leidenden uns zum Mitleid zwingen, so sollen wir uns gegenseitig zur Mildtätigkeit zwingen. Laßt uns einander zum Guten zwingen solange Zeit ist, so wie uns ständig die Sünde zwingt, unablässig zu sündigen und Gott zu erzürnen und für uns selbst Nahrung des höllischen Feuers anzuhäufen, das schon jetzt in kleinem Maß in unseren Herzen zu brennen beginnt und uns die ewige Flamme anzeigt, in der ewiges Heulen und Zähneklappen ist, „Das Himmelreich wird mit Gewalt genommen, und die sich mühen werden es erlangen“ (Matth. 11,12). Der Feind will ebenfalls alle unvorsichtigen, ungläubigen, unbußfertigen und den irdischen Gütern Ergebenen mit Gewalt in die Hölle hineinbringen und hineinziehen.

Mein Leben in Christo. Das Wort 16

28.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Unsere Seele ist eine einfache Substanz und deshalb kann sie nicht gleichzeitig Gott lieben und beispielsweise Geld und Essen und Trinken, oder den Nächsten und gleichzeitig Geld, Essen und Trinken. Deshalb heißt es auch: „Niemand kann zwei Herren dienen. Er wird entweder den einen lieben und den anderen hassen, oder sich an den einen halten und sich um den anderen nicht kümmern. Ihr könnt nicht Gott arbeiten und dem Mammon“. (Matth. 6,24). Deshalb sagt auch der Psalmsänger durch den Heiligen Geist, „wenn euch der Reichtum zufließt, hängt nicht euer Herz daran“. (Psalm 61,11/ 62,11). Jeder Christ möge sich deshalb hüten, sein Herz an Geld, Essen und Trinken, Kleidung, Wohnung, an Bücher und weltliche Musik zu hängen. Mögest du nicht dein Fleisch lieben und verwöhnen, womit auch immer, mit Vergnügungen oder eleganten Schauspielen, Speisen, Getränken, Schlaf, Untätigkeit, Faulheit, Unkeuschheit, Spielen, durch nutzlose Reisen, inhaltlose Bücher und Schauspiele. Liebe den einen Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit aller Kraft, allen Gedanken und den Nächsten wie dich selbst. Gegenüber allem anderen in der Welt bleibe gleichgültig, ohne Vorliebe und Gier für irgendetwas. Bemühe dich um Einfachheit in allem, damit du dem einfachen Wesen Gott angenehm bist, Nimm Bosheit, Zweifel und Tücke, Kleinglauben und innere Gespaltenheit fort von deiner Seele.

Mein Leben in Christo. Das Wort 15

27.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Die Wissenschaft der Wissenschaften ist, die Sünde zu besiegen, die in uns lebt und die in uns wirkenden Leidenschaften; z. B. ist es weise, sich über niemanden und über nichts zu ärgern, über niemanden Schlechtes zu denken, auch wenn jemand uns Schlechtes getan hätte, sondern ihn auf alle Weise zu entschuldigen. Es ist weise, die Eigenliebe und Vergnügungen zu verachten und den Verzicht auf Gewinnstreben zu lieben und in Einfachheit und Mäßigung in Essen und Trinken zu leben. Es ist weise, niemandem zu schmeicheln, sondern jedem furchtlos die Wahrheit zu sagen. Es ist weise, sich nicht durch die ansehnliche Gestalt eines Menschen täuschen zu lassen, sondern in jedem, im schönen wie auch im häßlichen Menschen die Schönheit des Ebenbildes Gottes, die allen gleich ist, zu ehren. Es ist weise, seine Feinde zu lieben und sich nicht an ihnen zu rächen weder in Worten noch in Taten, noch in Gedanken. Es ist weise, für sich selbst keine Reichtümer zu sammeln, sondern den Bedürftigen Almosen zu geben, auf daß wir uns einen unerschöpflichen Schatz im Himmel erwerben. Wir haben fast jede Wissenschaft gelernt, aber die Wissenschaft, uns von der Sünde zu entfernen, haben wir überhaupt nicht gelernt und erweisen uns oft als völlig unwissend in dieser moralischen Wissenschaft. Und es ergibt sich, daß die in Wahrheit weisen, wahrhaft Gelehrten die Heiligen waren, die wahrhaften Schüler des wahrhaften Lehrers: Christus, wir aber, so genannte Gelehrte, Unwissende sind und je gelehrter desto unwissender, weil wir das eine, das not tut, nicht wissen und nicht tun, sondern uns für
unsere Eigenliebe, Ehrsucht, Vergnügungssucht und unseren Eigennutz abmühen.

Mein Leben in Christo. Das Wort 14

26.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Was brauche ich? Auf der Erde brauche ich nichts außer dem Unumgänglichen. Was brauche ich? Ich brauche den Herrn, Seine Gnade, Sein Reich in mir. Auf der Erde, dem Ort meiner Fremdheit, meiner zeitweiligen Lehre, gehört nichts eigentlich mir; alles gehört Gott und alles ist vorläufig, für meinen vorläufigen Nutzen bestimmt. Mein Überfluß steht meinem bedürftigen Nächsten zu. Was brauche ich? Ich brauche die wahre, christliche, lebendige, tätige Liebe, ein liebendes für die Nächsten zugängliches Herz, Freude über ihre Zufriedenheit und ihr Wohlergehen, Kummer über ihre Betrübnis und Krankheit, über ihre Sünden und Schwächen, Unordnung, Mangel, Unglück, Armut. Ich brauche das warme, in allen Umständen ihres Leben aufrichtige Mitgefühl, Freude mit denen, die sich freuen und weinen mit den Weinenden. Genug der Eigenliebe, des Egoismus, des Strebens, nur für sich zu leben, alles nur zu sich herüberzuziehen, Reichtum, Genuß, Ruhm der Welt und dabei nicht leben sondern sterben, sich nicht freuen sondern leiden, indem man in sich selbst das Gift der Eigenliebe trägt, denn die Eigenliebe ist ein ständig in unser Herz gegossenes Gift. Möge ich ausrufen mit dem Psalmensänger: „Was ist für mich außer Dir auf der Erde. Vernichtet ist mein Herz und mein Fleisch, Gott meines
Herzens und mein Anteil Gott in Ewigkeit“ (Psalm 72 bzw. 73,25). Oh, Herr Zeuge meiner Herzensregung und dieser Zeilen, gib mir dies, was ich von Dir erbitte. Von mir aus ist dies nicht möglich, aber alles ist möglich bei Dir. Gib mir wahres Leben zerstreue die Finsternis der Leidenschaften, verjage mit Deiner Macht ihre Macht.

Mein Leben in Christo. Das Wort 13

25.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Gott von ganzem Herzen zu lieben heißt, für nichts in der Welt Vorliebe zu haben und das Herz ganz dem Herrn zu übergeben, indem man in allem Seinen Willen und nicht den eigenen Willen tut. Mit ganzer Seele, d. h. den Verstand immer bei Gott zu haben, das Herz in Ihm fest zu gründen und den eigenen Willen dem Willen des Herrn zu übergeben in allen Umständen des Lebens, auch in betrüblichen und schmerzhaften, mit ganzer Festigkeit, d. h. so zu lieben, daß keine widrige Macht uns von der Liebe Gottes fortreissen kann, keine Betrübnis, keine Enge, keine Verfolgung, nicht Höhe oder Tiefe oder Schwert (Röm. 8,35,38,39), mit allen Gedanken d. h. immer an Gott denken, an Seine Güte, Langmut, Heiligkeit, Weisheit, Allmacht, an Seine Werke und auf jede Weise sich von eitlen Gedanken und Erinnerungen des Bösen fernzuhalten. Gott lieben heißt, mit ganzer Seele die Gerechtigkeit lieben und die Gesetzlosigkeit hassen, wie geschrieben ist, „Du hast die Gerechtigkeit geliebt und die Gesetzlosigkeit gehaßt“ (Psalm 44,8/ 45,8).
Gott lieben heißt sich selbst hassen d. h. seinen alten Menschen. „Wenn jemand mir folgen will und sich nicht selbst haßt, der kann nicht mein Jünger sein“ (Matth. 16,24. Luk. 14,26). In uns, in unseren Gedanken, in unserem Herzen und in unserem Willen gibt es eine böse
Macht, eine ungewöhnlich zähe und wirksame, die täglich unter dem Zwang steht, uns von Gott zu entfernen, indem sie fruchtlose Gedanken, Wünsche, Sorgen, Absichten, Vorhaben, Worte, Taten eingibt, indem sie Leidenschaften weckt und mit Macht zu ihnen aufhetzt nämlich zu Bosheit, Neid, Gewinnsucht, Stolz, Ehrsucht, Eitelkeit, Untätigkeit, Ungehorsam, Eigensinn, Betrug, Unenthaltsamkeit. Gott lieben heißt Seine Gebote erfüllen: „Wenn jemand mich liebt, so erfüllt er mein Wort, wer mich nicht liebt, beachtet nicht meine Worte“ (Joh. 14,23,24).

Mein Leben in Christo. Das Wort 12

24.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Ein einziges, bestimmtes Gebot wurde den Menschen Adam und Eva gegeben, damit die Menschen durch die Erfüllung dieses einen Gebotes sich an die Erfüllung des Willens Gottes, in dem das Wohlergehen der Geschöpfe liegt, gewöhnen und sich in der Liebe zu Gott festigen könnten. Indem der Mensch seine Aufmerksamkeit auf das Gegenteil richtet, auf das Nichterfüllen des Willens des Schöpfers und das Erfüllen des eigenen Willens, bemerken wir, daß er allmählich die Gewöhnung zum Schlechten erwirbt und seine hohe, nach dem Bilde und Ebenbilde Gottes erschaffene Natur verkehrt und zum Feind Gottes wird. So wichtig ist die Erfüllung der Gebote Gottes und so verderblich die Nichterfüllung. Indem Er den ersten Menschen das bestimmte Gebot, nicht von den Früchten des Baumes der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu essen, gab, zeigte sich Gott selbst als Betreuer des neuerschaffenen, vernunftbegabten Geschöpfes, durch Annahme als Kinder. Wer ist Schuld, daß diese Betreuung abgelehnt wurde und der Mensch sich lieber selbst lenken wollte? Daher kann auch bis jetzt, bei allen Erfolgen in den Wissenschaften, Künsten, trotz aller Schätze der menschlichen Weisheit der alte und neue Mensch sich nicht selbst erziehen, weil er schon zu Beginn die Kindererziehung Gottes ablehnte. Denn sagt, wer wenn nicht Gott, sollte unser Betreuer sein? Jetzt wie auch in der Vergangenheit vollendeten nur jene Menschen erfolgreich ihre geistige und moralische Erziehung,
die sich Gott anvertrauten, nach Seinen Geboten lebten, die jetzt nach dem Evangelium und den Lehren der Kirche leben und sich ihrer Führung unterordnen.
Wissenschaften gibt es viele bei uns, aber es kommt wenig Reales dabei heraus. Unsere jungen Leute haben viel im Kopf, aber wenig im Herzen, sehr wenig und oft gar nichts. Das Leben entspricht nicht der Bildung und der Wissenschaft. „Wenn ich alle Geheimnisse kennte und die gesamte Vernunft, der Liebe aber nicht hätte, so wäre es mir nicht zum Nutzen“ (I. Kor. 13,2).

Mein Leben in Christo. Das Wort 11

23.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Ich danke dem Herrn und meiner heiligen Mutter, der Kirche, der makellosen und unvergänglichen Braut Christi, daß sie mir den sicheren Weg zum Heil gewiesen und geebnet hat, indem sie auf den Konzilien, auf den ökumenischen und örtlichen Konzilien alle Häresien und Spaltungen abgewiesen hat, die ein wesentliches Hindernis zur Erlösung in Gott hätten sein können, daß sie tapfer, mit siegreichem Ruhm mit allen Verfolgern des Glaubens kämpfte und für mich den königlichen Weg der Wahrheit bewahrte, der in das ewige Leben führt. Ich danke, daß sie alle von dem Herrn eingerichteten Sakramente bewahrte, die mich auf sicherem Weg zum Heil führen. Ich danke, daß sie für mich den gottgefälligen Gottesdienst eingerichtet hat, diesen Engelsdienst auf Erden, daß sie alljährlich die wichtigsten Ereignisse aus dem irdischen Leben meines Herrn und der allreinen Gottesmutter feiert zur notwendigen, dankbaren Erinnerung an die unaussprechlichen Wohltaten Gottes für uns, die zu Tage getreten sind in unserer Erlösung, durch den Sohn Gottes, von Sünde, Fluch und Tod, und daß sie alltäglich in der göttlichen Liturgie meiner ehrfürchtigen Aufmerksamkeit das gesamte irdische Leben meines Herrn darstellt. Ich danke, daß sie in dem täglichen Gottesdienst die Anstrengungen der gottgefälligen Heiligen verherrlicht und mir in ihnen lebendige Vorbilder des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zu Gott sowie verschiedene Wege zum ewigen Leben zeigt.
Ich danke ihr, meiner heiligen Mutter, für die Werke der heiligen Väter und Kirchenlehrer, für ihre angenehmen und für die Seele heilsamen Worte, die als unschätz-
barer geistiger Schatz uns als Erbschaft hinterlassen sind. Ich danke für das von Gott eingerichtete Priestertum, das durch Christus als priesterliche Handlung mein Heil vollzieht, mich mit Gott versöhnt, heiligt, tröstet, festigt, weidet und in den Bereich des Himmels führt.

Mein Leben in Christo. Das Wort 10

22.08.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Indem wir zu der Gottesmutter, zu den Engeln und den Heiligen beten erkennen wir sie als Teil des einen geheimnisvollen Leibes der Kirche, zu dem auch wir gehören, obwohl wir Sünder sind, und wir glauben, daß sie in ihrer Liebe zu Gott um unser Heil beten. Indem wir im Herzen für die verschiedenen Stände und Personen unseres irdischen Vaterlandes und für die ganze Welt beten, bekennen wir uns ebenfalls in einem Leib mit allen zusammengehörend, nach dem Geiste der Liebe, indem wir allen soviel Gutes wünschen wie uns selbst. Indem wir endlich für den Frieden der Verstorbenen beten, (im Himmel auf der Erde und in der Hölle) fassen wir auch sie als mit uns zu einem Leib gehörend auf, einem geistigen Leib, und wir wünschen ihnen Frieden und Ruhe im Lande der Unsterblichkeit, bekennend, daß ihre Seelen lebendig sind und wir vielleicht ebenfalls sehr bald zu ihnen gehen. Das ist die Frucht des Christusglaubens, die Einheit durch die Liebe mit allen, mit den himmlischen, irdischen und in der Hölle befindlichen. Wie erhaben ist der Geist der Kirche, könnten wir uns doch zu diesem Geist erhe-
ben! Dringt ein in den Geist des christlichen Gottesdienstes, in den Geist der Ektenien, Gebete, Sakramente, Gebräuche und nehmt ihn in euch auf. Wehe denen, die sich von der Kirche entfernen, der Geist der Welt und der Bosheit nimmt sie völlig gefangen.


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