Russische Orthodoxe Kirche zu Hamburg

Navigation

Hauptnavigation

Sprache


Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 294

31.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Die Wut des Widersachers. Je frömmer jemand ist, umso mehr veranlaßt uns der Teufel, uns gegen ihn zu erbittern, wie den Saul gegen den frommen David. Je heiliger jemand ist, desto größere Lästerung bringt er gegen ihn vor, wie z. B. gegen die, die ehrwürdiger ist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim. Er veranlaßt, daß wir uns gegenüber den einfachen Menschen erheben, er verachtet die Einfachheit ihres Glaubens und auch die Gegenstände ihres Glaubens und ihrer ehrfurchtsvollen Verehrung selbst.

Mein Leben in Christo. Das Wort 600

30.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Prüfe dich öfter, wohin die Augen deines Herzens blicken: auf Gott und das Leben der künftigen Welt, auf die überweltlichen, seligen und lichterfüllten himmlischen Mächte und die in den Himmeln thronenden Heiligen, oder auf die Welt, auf die irdischen Güter: auf Speise, Trank, Kleidung, Wohnung, auf sündige Menschen und ihre sinnlosen Beschäftigungen? Wären doch unsere Augen ständig auf Gott gerichtet! So aber richten wir nur in Unglück und Not unsere Augen auf den Herrn, in den Zeiten des Wohlergehens aber sind unsere Augen auf die Welt und ihre eitlen Werke gerichtet. Aber was bringt mir, wirst du sagen, dieses Schauen auf den Herrn? Tiefen Frieden und Ruhe deinem Herzen, Licht deinem Verstande, heiligen Eifer deinem Willen, insgesamt die Befreiung von den Fangnetzen des Feindes. „Meine Augen sind immer zum Herrn“, spricht David und gibt den Grund dafür an: „Denn Er zieht meine Füße aus der Schlinge“ (Ps. 24, 15/ 25, 15). Der Herr spricht denen Frieden zu, die ihre Herzen zu Ihm wenden“ (Ps 84, 9/85, 9).

Mein Leben in Christo. Das Wort 293

29.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

„Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt bleibt in mir und ich in ihm“ (Joh. 6,56). Wie ein Kind, das im Mutterleibe getragen wird, ganz durch die Mutter lebt, so lebt auch ein Christ, der am Leib und Blut Christi kommuniziert, indem er in Christus bleibt, wie ein Kind im Mutterleibe, ganz durch Jesus Christus. Wie ich des
Vaters wegen lebe, so wird der, der mich ißt, um meinetwillen leben (Joh. 6,57).
Das ist klar. Worauf hoffst du, Teilnehmer an den göttlichen Mysterien, außer auf deinen Christus und besonders du, Priester, woran hängst du dich? Worin sonst noch suchst du dein Leben? Im Geld, das Judas zum Selbstmord brachte? In Speise oder Trank? Doch hier ist deine unvergängliche Speise, der Leib Christi, den du so oft empfängst. „Was gibt es für mich im Himmel und was suche ich neben Dir auf der Erde, Gott meines Herzens“ (Psalm 72,25/73,25).

Mein Leben in Christo. Das Wort 599

28.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Wenn Gott in allen Gedanken, Wünschen, Absichten, Worten und Taten eines Menschen ist, dann kommt zu ihm das Reich Gottes; in allem sieht er dann Gott: in der Welt des Denkens, in der Welt des Handelns, in der Welt der Materie; ihm offenbart sich dann in der deutlichsten Weise die Allgegenwart Gottes, und die allerreinste Gottesfurcht läßt sich in seinem Herzen nieder: In jedem Augenblick sucht er Gott zu gefallen und fürchtet jeden Augenblick, in irgendeiner Sache gegen Gott zu sündigen, Der zu seiner Rechten steht. „Dein Reich komme!“

Mein Leben in Christo. Das Wort 292

27.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Wie wenig braucht der Mensch, und wie reichlich gibt uns der Herr Seine Gaben zur Versorgung unserer Brüder mit Nahrung und Trank. Wir geben einen Schöpflöffel aus einem Strom, und auch das gehört Gott und ist nicht unser Eigentum. Dabei aber sind wir geizig, drükken uns, zittern, sind verwirrt, als wenn uns der Verlust des Lebens droht. Oh Fehler der Christen. Welche nichtige, blinde Hoffnung auf Nahrung und Trank, welche Hinterhältigkeit des Leibes, welcher Mangel an christlicher Einfachheit.

Mein Leben in Christo. Das Wort 598

26.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Was der Mensch liebt, wobei er sich aufhält, das findet er: Liebt er das Irdische, so wird er Irdisches finden, und dieses Irdische wird sich in seinem Herzen niederlassen, ihm seine Erdhaftigkeit verleihen und ihn binden; liebt er das Himmlische, so wird er das Himmlische finden, und es wird sich in seinem Herzen niederlassen und es belebend bewegen. An nichts Irdisches soll man das Herz mit Eifer heften, denn mit allem Irdischen, wenn wir mit Unmäßigkeit und Leidenschaft uns ihm ergeben, verbindet sich der Geist der Bosheit, der durch das Unmaß der Widersetzlichkeit gegen Gott zu Irdischem geworden ist.

Mein Leben in Christo. Das Wort 291

25.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Das Sakrament der Krankenölung ist geistlicher Honig, lebenspendender Trank. Welcher Reichtum an Hoffnung, was für Gebete, ein Auszug des gesamten Evangeliums.

Mein Leben in Christo. Das Wort 597

24.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Wir haben ein zuverlässiges Barometer, das uns den Anstieg oder Abfall unseres geistigen Lebens zeigt; das ist das Herz. Man kann es auch einen Kompaß nennen, nach dem wir uns in unserer Reise auf dem Meere dieses geistigen Lebens richten. Er zeigt an, wohin wir uns bewegen: zum geistigen Sonnenaufgang – Christus, oder nach Sonnenuntergang – zur dunklen Gewalt dessen, der die Macht des Todes hat – dem Teufel. Schau nur aufmerksam auf diesen Kompaß, – er wird dich nicht betrügen und den wahren Weg weisen. „Wenn unser Herz uns nicht verurteilt, haben wir Zuversicht vor Gott“ (1. Joh. 3, 21), d. h. nähern wir uns dem Sonnenaufgang.

Mein Leben in Christo. Das Wort 290

23.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

Du preist Gott mit Worten, doch du preist ihn nicht mit Taten. Preise Gott lieber durch Taten, durch Enthaltsamkeit, Fleiß, Liebe, Barmherzigkeit, Demut und Geduld. Zweifle nicht an irgendeiner Wahrheit, „Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“ (Matth. 14,31) Das Unglück kommt von unserem Zweifel und von unserer Einbildung.

Mein Leben in Christo. Das Wort 596

22.01.2011 | Thema: Mein Leben in Christo |

In unserem Leibe kämpfen unser ganzes Leben hindurch miteinander das Prinzip des Lebens und das Prinzip des Todes, das Gute und die Sünde, Krankheiten und Gesundheit. Die Prinzipien des Todes, lange im Kampf aufgehalten durch die Prinzipien des Lebens, gewinnen schließlich die Oberhand über die Prinzipien des Lebens, weil unser Leib, von den Kräften der Natur abhängig und sündig, in sich selbst keine Elemente des Lebens hat, sondern sie von der Seele entlehnt, welche selbst durch die Sünde viele Elemente des Todes in sich trägt, – und weil der Leib zu schwach ist, um den Elementen der Sterblichkeit, die sich in der Seele befinden, entgegenzuwirken. Außerdem erneuert sich der innere Mensch um den Preis der äußeren Vergänglichkeit. Der mutige, ständig tätige Geist zerstört schließlich durch die Anstrengung seiner eigenen Tätigkeit den schwachen, vergänglichen Leib. Außerdem verstärken sich im Laufe der Zeit die ererbten körperlichen Krankheiten und zerstören ebenfalls den leiblichen Organismus. So ist das Leben des Menschen auf der Erde ein allmähliches, tägliches Absterben. Und unsere Leidenschaften? Wie sehr nehmen sie unsere Gesundheit fort! Und Unmäßigkeit und Unordnung in der Verwendung von Speise, Trank, Schlaf, Vergnügungen? Wie sehr zerrüttet alldies den Leib! Wenn also unser Leib ständig vergeht und sichtbar sich dem Ende zuneigt, so laßt uns ihn verachten als etwas Vorübergehendes und alle Kräfte der unsterblichen Seele widmen. Der Leib ist ein unsicherer, vergehender Freund.


Adresse: Tschaikowskyplatz 1, 20355 Hamburg + Telefon (040) 248 70740 | Pfarrer: Priester Sergij Baburin + Telefon (0173) 23 11 055
Site powered by WordPress | Design Tkach.ru | Kontakt: hamburg-hram