Russische Orthodoxe Kirche zu Hamburg

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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 554

31.10.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Denke daran, daß du immer vor dem Angesicht des süßesten Jesus gehst und stehst. Sage dir selbst öfter: Ich will so leben, daß mein Leben meine Liebe, die für mich ans Kreuz geschlagen wurde, erfreut. Besonders nehme ich mir als Gefährtin und Freundin meines Lebens die heilige Liebe, welche alle in meinem Herzen Raum finden läßt, welche die Rettung aller erstrebt, welche sich mit den Fröhlichen freut und mit den Weinenden weint: Das wird meinen Tröster Christus besonders freuen.

Mein Leben in Christo. Das Wort 553

30.10.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Er ist seinem Herzen nahe, sagt man von zwei nicht gleichgestellten Personen, von denen eine die andere begünstigt. Und der, welcher des Schutzes des Höhergestellten und der Nähe zu seinem Herzen würdig geworden ist, weiß dies und ist ihm seinerseits im Herzen nahe. Solche Beziehung besteht zwischen Gott und den Menschen, die Ihm mit reinem Herzen dienen: Dem Herzen dieser Menschen ist Gott immer nahe und dem Herzen Gottes sind sie nahe. So muß es auch im Gebet jedes Christen sein: Indem wir beten, müssen wir unbedingt mit dem Herzen Gott nahe sein. Unsere guten, aufrichtigen Beziehungen zu den Menschen müssen auch auf Gott übertragen werden.

Mein Leben in Christo. Das Wort 248

29.10.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Die wirklichen Christen haben ein ständiges Gebet, weil wir ständig sündigen, immerwährende Danksagung, weil wir alltäglich, jeden Augenblick neue Gnadengaben erhalten, auch alte haben wir in unzähliger Menge, ständigen Lobpreis, weil wir immer die Herrlichkeit der Werke Gottes in uns und in der Welt sehen, besonders die Herrlichkeit Seiner grenzenlosen Liebe zu uns.

Mein Leben in Christo. Das Wort 552

28.10.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Der Mensch ist ständig im Begriff, zugrunde zu gehen durch die Sünde, und er braucht einen ständigen, täglichen Erlöser. Dieser Erlöser ist Jesus Christus, der Sohn Gottes; rufe Ihn nur innerlich mit lebendigem, klar sehendem Glauben um Rettung an, und Er wird dich retten! So hat Er mich wunderbar unzählige Male gerettet; diese Rettung war so offensichtlich, wie zum Beispiel ein Befreier in ein Gefängnis kommt und den Gefangenen aus ihm herausführt. Der Geistliche muß selbst die Kraft des Glaubens erfahren, und die Süße des Gebets, und die Vergebung der Sünden; auch dies, daß das Gebet erfolglos bleibt, und seelische Betrübungen, die ihn treffen, und die Tröstungen der Gnade, um im Gebet zu Gott für die Gläubigen so zu sprechen: Gib ihnen genauso Gutes, wie du es ständig mir Unwürdigem gibst – um aus der eigenen Erfahrung heraus um alles zu bitten.

Mein Leben in Christo. Das Wort 247

27.10.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Der Pfarrer ist Diener Gottes, bekleidet durch Seine Macht und Kraft (in der Beichte); die Kraft des Kreuzes ist der priesterliche Segen.

Mein Leben in Christo. Das Wort 551

26.10.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Der Geist ist stark, mächtig, deswegen trägt er leicht schwere Materie; das Fleisch aber ist träge, schwach, und deshalb wird es leicht durch die ihm verwandte Materie unterdrückt. Deshalb trägt Gott die ganze Welt wie Nichts durch Sein mächtiges Wort; deshalb auch unterwirft der Geist eines begnadeten Menschen, mit Gottes Hilfe leicht sein Fleisch, sogar das Fleisch anderer ihrem Geist (wie wir es bei den Heiligen sehen), bewältigt im Gebet leicht den Buchstaben des Wortes, indem er ihn ganz in Geist umwandelt; der fleischliche Mensch aber unterwirft sich auf Schritt und Tritt seinem Fleisch und empfindet als Last den Buchstaben des Gebets, den – da er selbst Fleisch ist – in Geist umzuwandeln, oder in dessen heiligen, reinen Geist mit seinem unreinen, verfleischlichten Geist einzudringen er nicht die Kraft hat.

Mein Leben in Christo. Das Wort 246

25.10.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Im Gebet soll man sich am meisten um das Brennen des Geistes bemühen, um die aufrichtige Reue über alle Sünden. Ananja, Asarja und Misael, der Prophet Daniel (vor der Erscheinung des Erzengels). Der einsichtige Räuber.

Mein Leben in Christo. Das Wort 550

24.10.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

„Für mich ist es gut, Gott anzuhängen“, sagt David (Ps. 72, 28/73, 28), der die Süße im Gebet und im Lobpreis Gottes erfahren hat. Dasselbe bestätigen andere Menschen, und auch ich Sünder. Beachtet: Schon hier – auf der Erde – ist es gut und schön, Gott anzuhängen (während wir noch im sündigen Fleisch sind, für das es vieles eigene Angenehme und Unangenehme gibt). Wie gut wird es sein, sich dort, im Himmel, mit Gott zu vereinigen! Die Seligkeit des Gott-Anhängens hier auf der Erde ist Bild und Unterpfand des Seligkeit des Gott-Anhängens nach dem Tode – in der Ewigkeit. Du siehst, wie gütig, barmherzig und wahrhaftig der Schöpfer ist; um dich der künftigen Seligkeit, die von der Vereinigung mit Ihm herrührt, gewiß zu machen, läßt Er dich den Anfang dieser Seligkeit hier, auf der Erde, erfahren, wenn du aufrichtig zu Ihm herantrittst. Ja, meine unsichtbare Seele findet wirklich schon hier Ruhe im unsichtbaren Gott; das bedeutet, daß sie um so mehr nach der Trennung vom Körper Ruhe in Ihm finden wird.

Mein Leben in Christo. Das Wort 245

23.10.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Über die Bedeutung des Herzens in der Hoffnung. „Selig sind die reinen Herzens sind“ (Matth. 5,8), Läutere dein Herz und hoffe darauf, dich für unendliche Zeiten mit Gott zu vereinigen.

Mein Leben in Christo. Das Wort 549

22.10.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Auch hier finde ich Ruhe in Christus und mit Christus; wie sollte ich nicht glauben, daß mich nach dem Tode die ewige Ruhe in Ihm, nach dem Kampf mit den Feinden auf der Erde, erwartet! Mir ist auch hier ohne Christus schwer und drückend; wie sollte ich nicht glauben, daß es für mich dort um so quälender sein wird, wenn Er mich endgültig von Seinem Antlitz abweist! So stellt der hiesige Zustand unserer Seelen den zukünftigen vorwegnehmend dar. Der zukünftige Zustand ist die Fortsetzung des jetzigen inneren Zustands, nur durch den Grad von ihm verschieden: Für die Gerechten wandelt er sich in die Fülle der ewigen Herrlichkeit, für die Sünder in die Grenzenlosigkeit der ewigen Qual.


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