Russische Orthodoxe Kirche zu Hamburg

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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 188

30.06.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

„Alles, was der Vater hat, das ist Mein“ (Joh. 16,15).
Alles was der Hl. Geist hat, ist auch Sein, außer dem Ausgehen. Sprich in gleicher Weise vom Sohn wie vom Vater, trenne nur die persönlichen Eigenschaften. Aufgrund Ihrer Einheit im Wesen besteht eine Gemeinsamkeit der Eigenschaften.

Mein Leben in Christo. Das Wort 491

29.06.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

„Oder kennt ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist; es sei denn, daß ihr ungeschickt seid“ (2. Kor. 13, 5). Wahrhaftig lebt Christus in mir. Währenddessen war ich bisher ungeschickt: Ich dachte nicht, und wußte nicht mit Bestimmtheit, daß der Herr in mir ist. Er ist es, der Allheilige, Der in mir so empfindlich gegenüber der geringsten Unreinheit des Herzens ist; Er ist es, Der mich veranlaßt, den Keim der Sünde im Herzen aus der Seele zu verjagen. Doch o weh! Auch der Satan ist dort, bereit, mich jederzeit zu verschlingen, und führt um mich Streit mit dem Herrn.

Mein Leben in Christo. Das Wort 187

28.06.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Das Gebet erfrischt. Wie die äußere Luft den Leib, so erfrischt es die Seele und belebt sie: in ihm fühlst du dich munterer, fröhlicher, ähnlich wie man sich nach einem Spaziergang an der frischen Luft physisch und seelisch munterer und frischer fühlt.

Mein Leben in Christo. Das Wort 490

27.06.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Dein geistiges Leben teilt sich – offensichtlich – in zwei sich scharf voneinander unterscheidende Zustände: In einen Zustand des Friedens, der Freude und der Weite des Herzens und in einen Zustand der Betrübnis, der Furcht und der Enge der Seele. Ursache des ersten Zustandes ist immer das Wirken meiner Seele in Übereinstimmung mit den Gesetzen des Schöpfers; Ursache des letztgenannten – die Verletzung Seiner heiligen Gesetze. Ich kann immer bemerken, und merke tatsächlich, den Ursprung des einen wie des anderen Zustandes; das eine wie das andere ist immer in meinem Bewußtsein. Deshalb geschieht es immer, daß, indem man den Ursprung beseitigt, der den Zustand der Betrübnis und Enge hervorrief, man auch die Folge, d. h. Betrübnis und Enge der Seele selbst, beseitigt.

Mein Leben in Christo. Das Wort 186

26.06.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Der Teufel wirkt manchmal im Kopf wie ein unruhiger Fragesteller über das Unbegreifliche, der sich dreist die unzugänglichen Geheimnisse der drei Personen der Gottheit und ihrer gegenseitigen Beziehungen aneignen will. Man muß ehrfurchtsvoll und äußerst vorsichtig über die Dreieinigkeit der Gottheit denken.

Mein Leben in Christo. Das Wort 489

25.06.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Es ist eine schreckliche Wahrheit. Die reulosen Sünder verlieren nach dem Tode jede Möglichkeit, sich zum besseren zu ändern und bleiben folglich unabänderlich den ewigen Qualen überantwortet (die Sünde kann nicht umhin zu quälen). Womit ist dies zu beweisen? Das ist mit völliger Klarheit zu beweisen aus dem gegenwärtigen Zustand einiger Sünder und der Eigenschaft der Sünde selbst, den Menschen in ihrer Gefangenschaft zu halten und ihm alle Auswege zu versperren. Wer wüßte nicht, wie schwer es ohne besondere göttliche Gnade für den Sünder ist, sich von dem von ihm geliebten Weg der Sünde zum Weg der Tugend zu bekehren; wie tief die Sünde im Herzen des Sünders und in seinem ganzen Wesen Wurzeln schlägt, wie sie dem Sünder ihre Sehweise verleiht, welche die Dinge ganz anders sieht, als sie ihrem Wesen nach sind, indem sie sich ihm von einem gewissen Zauber umgeben darstellen. Deshalb sehen wir, daß die Sünder sehr oft an ihre Bekehrung gar nicht denken und sich selbst nicht für große Sünder halten, weil Eigenliebe und Stolz sie blenden; wenn sie sich aber für Sünder halten, so fallen sie höllischer Verzweiflung anheim, die tiefe Dunkelheit über ihren Verstand verbreitet und ihr Herz verhärtet. Wäre nicht die Gnade Gottes, welcher Sünder würde sich zu Gott bekehren, denn das Wesen der Sünde ist, uns zu verfinstern, uns an Händen und Füßen zu binden.
Aber Zeit und Ort für das Wirken der Gnade ist nur hier: nach dem Tode können nur die Gebete der Kirche wirken, und nur auf reuige Sünder, auf die, in deren Seelen Aufnahmefähigkeit ist, das Licht guter Werke, das sie aus diesem Leben mitgebracht haben, an dem die göttliche Gnade oder die gnadenvollen Gebete der Kirche ansetzen können. Die reulosen Sünder sind unumstößlich Kinder des Verderbens.
Was sagt mir die Erfahrung, wenn ich in der Gefangenschaft der Sünde bin? Ich quäle mich manchmal den ganzen Tag und kann nicht von ganzem Herzen umkehren, weil die Sünde mich verhärtet und mir die Barmherzigkeit Gottes unzugänglich macht: Ich brenne im Feuer und bleibe freiwillig darin, weil die Sünde meine inneren Kräfte gebunden hat und ich – gleichsam innerlich an Ketten geschmiedet – mich nicht zu Gott bekehren kann, bis Gott, da Er meine Hilflosigkeit und Demut und meine Tränen sieht, sich meiner erbarmt und mir Seine Gnade schickt! Nicht umsonst wird ein den Sünden ergebener Mensch „gebunden durch die Fesseln der Sünde“ genannt.

Mein Leben in Christo. Das Wort 185

24.06.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Ich freue mich und bin begeistert über die grenzenlose Vollkommenheit der Gottheit: ich freue mich und bin begeistert, daß die Gottheit in drei Personen existiert und jede Person selbständig auch ganz vollkommen Gott ist – daB der Vater allmächtig ist, allmächtig der Sohn, allmächtig auch der Heilige Geist. Der Vater ist allgegenwärtig, ebenso der Sohn und ebenso der Heilige Geist. Leben ist der Vater, Leben der Sohn und Leben der Heilige Geist. Liebe ist der Vater, Liebe der Sohn, und
Liebe der Heilige Geist. Ich freue mich über Gott den Vater, über Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist; eine Gottheit, ein Wesen und eine Kraft – über den einen uns liebenden Gott, den Retter.
Ich freue mich, daß jeder der drei Personen der Gottheit als Gott auch besondere göttliche Handlungen eigen sind, dem Vater – das Ersinnen und das Wohlgefallen, dem Sohn – die Verwirklichung des väterlichen Gedankens und Wohlgefallens, dem Heiligen Geist – die Vollendung, Belebung und das Durchdringen.

Mein Leben in Christo. Das Wort 488

23.06.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Nach unwürdiger Kommunion wie nach unwürdigem, kaltem Gebet ist der seelische Zustand gleichermaßen schlecht. Das heißt: Der Herr zieht nicht in unser Herz ein, gekränkt durch Unglauben und Kälte unseres Herzens und erlaubt den Geistern der Bosheit, sich in unserem Herzen einzunisten, um uns den Unterschied zwischen Seinem und ihrem Joch spüren zu lassen.

Mein Leben in Christo. Das Wort 184

22.06.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Über die Verehrung und Anrufung der Heiligen in Gebeten (am Tage des Hl. Nikolaus).
Der Grund: Sie sind in Gott, sie sind reich an geistigen Gaben, sie sind im Land der Lebenden und im Land des Überflusses, – und wir sind im Land des Todes und des geistigen Hungers. Gott hat sie zu sich genommen für unser Leben? „Für euer Leben hat Gott mich zu euch geschickt“ (1. Mose 45,5), sagt Josef zu seinen Brüdern. .Abraham. Noah. Der Reiche bat Abraham in der Hölle, er möge Lazarus schicken. Noah ist der Retter von der Sintflut. „Selig, der ein Feuer in Zion und einen Herd in Jerusalem hat“
(Jesaja 31,9).

Mein Leben in Christo. Das Wort 487

21.06.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Ihr hört in der Kirche zumeist die Stimmen der Priester, Leser und Sänger, wie sie um Barmherzigkeit für uns beten. Was bedeutet dies? Das heißt, daß wir alle – alle wie wir dastehen im Gotteshaus – gemäß unseren Sünden der Strafe Gottes würdig sind, und daß wir vor allem, wenn wir in die Kirche kommen, daran denken müssen, daß wir Sünder sind und daß wir zum Herrn des Himmels und der Erde gekommen sind, unserem Schöpfer und Wohltäter, Den wir täglich und stündlich durch unsere ungerechten Taten erzürnt haben, um Ihn jeder für sich und auch – entsprechend der christlichen Liebe – für die anderen um Barmherzigkeit zu bitten. Unter den Kirchengebeten um Erbarmen gibt es große, kleine und doppelte. Da es in der Kirche kein überflüssiges Wort gibt, so muß man, wenn die inbrünstige Ektenie gesungen wird, besonders intensiv zu Gott beten, aus der Tiefe der Seele, in äußerster Zerknirschung des Herzens, wie dies in der ersten Bitte kundgetan wird: „Lasset uns alle von ganzer Seele sprechen, mit all unseren Gedanken lasset uns sprechen.“ Zu diesem Zeitpunkt muß man auch den geringsten Rest von Kälte, auch die geringste Unaufmerksamkeit des Herzens ablegen, und im demütigen Geiste brennend, ganz Aufmerksamkeit, dem Schöpfer glühende Gebete um Erbarmen für uns Sünder darbringen. Was aber sehen wir beim Ausrufen und Singen der inbrünstigen und der großen Ektenie durch den Priester und die Sänger? Größtenteils die gewöhnliche Unaufmerksamkeit und Gleichgültigkeit der Betenden.


Adresse: Tschaikowskyplatz 1, 20355 Hamburg + Telefon (040) 248 70740 | Pfarrer: Priester Sergij Baburin + Telefon (0173) 23 11 055
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