Russische Orthodoxe Kirche zu Hamburg

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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 429

28.02.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Das Gebet sucht der Böse zu zerstreuen wie aufgeschütteten Sand, die Wörter will er trockenem Sand gleich machen, ohne Zusammenhang, ohne Feuchtigkeit, das heißt ohne Herzenswärme. Das Gebet ist bald ein Gebäude auf Sand, bald ein Gebäude auf Stein. Auf Sand bauen diejenigen, die ohne Glauben, zerstreut und kalt beten, - solches Gebet zerstreut sich von selbst und bringt dem Betenden keinen Nutzen; auf Stein bauen diejenigen, die während der ganzen Dauer des Gebets die Augen fest auf den Herrn gerichtet haben und zu Ihm als einer lebendigen Person beten, die von Angesicht zu Angesicht zu ihnen spricht.
Das gnadenvolle Wort, die Schriften der hl. Väter, die Gebete, besonders aber das Wort des hypostasierten Wortes Selbst, ist wahrhaftig lebendiges Wasser; das Wasser fließt; auch das Wort fließt, wie das Wasser: das Wasser erfrischt und belebt den Körper, auch das gnadenvolle Wort belebt, durchdringt mit Frieden und Freude die Seele, oder mit Rührung und Zerknirschung über die Sünden.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 128

27.02.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Im Jenseits wächst unsere Seligkeit vor Verwunderung, plötzlich die heiligen und wunderschönen Engel des Herrn, ihre zahllosen Scharen, ihre regelmäßigen Ränge, ihre hierarchische Rangordnung zu schauen, vor Verwunderung, alle Heiligen, gütigen einfachen Menschen Gottes aus allen Jahrhunderten zu sehen: die Propheten, Apostel und alle anderen, aber vor allem von der Betrachtung Gottes im unnahbaren Lichte, vom eigenen inneren Aufleuchten und der vollkommenen Seligkeit, die durch keine Sünde, keine Furcht, Sorge und Trauer betrübt wird.

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Der Schulverein der Orthodoxen Schule Hamburg

26.02.2010 | Thema: Orthodox Europe |

In Hamburg hat sich der Schulverein der Orthodoxen Schule Hamburg mit dem Segen von Vater Sergij gegründet. Der Verein möchte in einem ersten Schritt nach dem Vorbild der katholischen und evangelischen Schulen eine orthodoxe Grundschule/Primarschule in Hamburg eröffnen.

Später soll die Schule weiter ausgebaut werden und die üblichen amburger Schulabschlüsse anbieten. Gelehrt werden soll nach den Hamburger Lehrplänen in deutscher Sprache, jedoch mit einem regulären orthodoxen Religionsunterricht. Auch muttersprachlicher Unterricht soll angeboten werden. Ziel des Vereins ist die Eröffnung einer Schule, die unsere Relegion nicht nur im Unterricht, sondern auch im täglichen Schulleben an unsere Kinder weitergibt.

Weitere nformationen gibt es in der Kirche bei Vater Sergij oder auf der
Homepage des Vereins (dort gibt es weitere Kontaktdaten).

http://www.orthodoxeschule.de/

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Mein Leben in Christo. Das Wort 428

26.02.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Der Glaube an das Sein Gottes ist eng verbunden mit dem Glauben an das Sein der eigenen Seele als eines Teils der geistigen Welt. Der gläubigen Seele ist das Sein Gottes so offensichtlich wie das eigene Sein, weil mit jedem guten oder schlechten Gedanken, jedem Wunsch, jeder Absicht, jedem Wort und jeder Tat entsprechende Veränderungen im Herzen vor sich gehen - Ruhe oder Unruhe, Frohmut oder Betrübnis - und dies infolge der Wirkung, die der Gott
der Geister und allen Fleisches auf sie ausübt, Der Sich in der frommen Seele spiegelt, wie die Sonne in einem Wassertropfen; je reiner dieser Wassertropfen ist, um so besser und klarer ist die Spiegelung, je stärker er getrübt ist, desto matter ist die Spiegelung, - so daß im Zustand der äußersten Unreinheit, Dunkelheit der Seele die Spiegelung aufhört und die Seele im Zustand der geistigen Finsternis, im Zustand der Fühllosigkeit verharrt; der Mensch hat Augen und sieht nicht, Ohren und hört nicht. Oder aber Gott der Herr ist im Verhältnis zu unserer Seele dasselbe wie die Außenluft im Verhältnis zum Quecksilber des Thermometers, nur mit dem Unterschied, daß hier Ausdehnung und Stillstehen, Ansteigen und Absinken des Quecksilbers infolge von Veränderungen im Zustand der Atmosphäre vor sich gehen, dort aber Gott unveränderlich, ewig, ewig voll Güte und Gerechtigkeit bleibt; die Seele aber, deren Beziehung zu Gott sich ändert, erleidet in sich Veränderungen; unausbleiblich weitet sie sich, findet Ruhe des Herzens infolge des Näherkommens zu Gott in Glauben und guten Taten, und unausbleiblich drückt sie sich zusammen, gerät in Unruhe und leidet infolge ihrer Entfernung von Gott in Kleingläubigkeit, Unglauben gegenüber der Göttlichen Wahrheit und gesetzeswidrigen Taten.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 127

25.02.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Jesus Christus ist auferstanden und ist aus dem Grab herausgekommen bei geschlossenen Türen, und hat das Siegel nicht beschädigt. So ist Er auch von der Allerreinsten Jungfrau geboren, „Ihre Schlüssel nicht verletzend durch Seine Geburt”.
So kommt Er hinein in die Seelen der Gläubigen, durch ihre Körper, geht durch sie unsichtbar hindurch, immer leicht.
So kommt Er in die Häuser aller, und keine Wände und Riegel halten Ihn als grenzenlosen, durch nichts Beschränkten zurück.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 427

24.02.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Laßt uns das Maß der Würdigkeit unseres Gebets mit menschlichem Maß messen, mit der Qualität unserer Beziehungen zu den Menschen. Wie verhalten wir uns gegenüber den Menschen? Wir bringen Bitten, Lob, Dank ihnen gegenüber vor, oder wir tun etwas für sie, bisweilen kalt, ohne Beteiligung des Herzens, nach Erwägungen der Pflicht oder Erfordernissen des Anstands; bisweilen aber mit Wärme, mit Beteiligung des Herzens, mit Liebe; bisweilen, indem wir uns verstellen, bisweilen aufrichtig. Genauso schwankend verhalten wir uns auch Gott gegenüber. Nicht dies ist aber die rechte Art. Es ist nötig, Lobpreis, Dank und Bitten vor Gott immer mit ganzem Herzen vorzubringen; es ist nötig, jede Tat vor Ihm immer mit ganzem Herzen zu tun, immer mit ganzem Herzen Ihn zu lieben und auf Ihn zu hoffen.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 126

23.02.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Im Gotteshaus sind die gütigen, einfachen, gläubigen Seelen wie im Hause des himmlischen Vaters, so frei und leicht ist ihnen hier. Hier haben die wirklichen Christen einen Vorgeschmack des zukünftigen Reiches Gottes, das für sie seit der Entstehung der Welt bereitet worden ist, die künftige Freiheit von jeglicher Sünde und dem Tod, die künftige Ruhe und Seligkeit.
Wann haben sie solchen Vorgeschmack?
Indem sie aufrichtig in der Seele sich Gott zuwenden, inbrünstig zu Gott beten und die entschiedene Absicht haben, ihr Leben Gott zu weihen, und außerhalb der Kirche Werke der Tugend verrichten.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 426

22.02.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Wo ich auch immer bin, wenn ich nur das Auge meines Herzens in meiner Betrübnis zu Gott erhebe, so antwortet der Menschenliebende augenblicklich auf meinen Glauben und mein Gebet, und die Betrübnis ist sofort vorüber. Er ist zu jeder Zeit, in jeder Stunde mir nahe. Nur sieht man Ihn nicht, sondern spürt Ihn deutlich im Herzen. Betrübung ist Tod des Herzens, und sie ist Entfernung von Gott; die Weite und Ruhe des Herzens bei lebendigem Glauben an Ihn beweist klarer als der helle Tag, daß der Herr beständig bei uns ist, und daß Er in mir lebt. Welcher Fürsprecher oder Engel befreit uns von Sünden oder Betrübungen? Niemand außer dem einen Gott. Das ist Erfahrung.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 125

21.02.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

Die Liebe unseres göttlichen Retters Jesus Christus, Gottes des Vaters und des Hl. Geistes uns gegenüber ist so groß, so unermeßlich, daß vor ihr jegliche Abneigung, Feindschaft, jeder Menschenhaß gegen uns, irgendwie unbedeutend wird oder gleichsam ganz verschwindet. Wegen dieser Unermeßlichkeit der Liebe Gottes zu uns und wegen der Nichtigkeit der menschlichen Feindschaft hat der Retter uns allen befohlen, „unsere Feinde zu lieben, die uns verfluchen zu segnen, Gutes zu tun denen, die uns hassen und zu beten für die, die uns verfolgen” (Matth. 5,44). Wir sind in der Liebe Gottes.
Ist es denn so wichtig, daß die Menschen uns kein Wohlwollen gönnen? Was können sie uns antun, wenn Gott uns so liebt?

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Mein Leben in Christo. Das Wort 425

20.02.2010 | Thema: Mein Leben in Christo |

In den gutgesinnten Schriften der Menschen achte „das Licht” Christi, „das jeden Menschen erleuchtet, der in die Welt kommt” (Joh. 1, 9) und lies sie mit Liebe, dem lichtspendenden Christus dankend, der über alle Ihm mit Eifer Ergebenen unerschöpflich Sein Licht ausgießt.

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