30.04.2008 | Thema: Mein Leben in Christo |
Auch im Gebet ist der Mensch größtenteils nicht Kind der Freiheit, sondern Knecht der Notwendigkeit und Pflicht. Betrachtet einen beliebigen Menschen, und sei es ein Priester. Sind es viele, die mit freiem, weitem Herzen, mit lebendigem Glauben und lebendiger Liebe beten?
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29.04.2008 | Thema: Mein Leben in Christo |
Sieh im Menschen auf die göttliche Grundlage - seine Seele, welche nach der Art und dem Bild Gottes ist, und wegen dieser Grundlage achte und liebe ihn immer aufrichtig von ganzem Herzen.
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28.04.2008 | Thema: Mein Leben in Christo |
Der innere Mensch schaut unter der Eitelkeit der Welt, unter dem Dunkel seines Fleisches, nicht gefesselt durch die Versuchungen des Bösen, am freiesten hervor am Morgen, nach dem Aufwachen, wie ein Fisch, der manchmal über die Wasseroberfläche hinausschnellt. Die übrige Zeit ist er von nahezu undurchdringlichem Dunkel bedeckt; über seinen Augen liegt ein krankhafter Schleier, der ihm die wahre Ordnung der geistigen und sinnlich wahrnehmbaren Dinge verdeckt. Nutzt die Morgenstunden; es sind die Stunden eines gleichsam neuen, durch zeitweiligen Schlaf erneuerten Lebens. Sie zeigen uns teilweise jenen Zustand an, der eintritt, wenn wir erneuert auferstehen zum allgemeinen Morgen des abendlosen Tages der Auferstehung, oder wenn wir uns von diesem sterblichen Leib ablösen.
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27.04.2008 | Thema: Mein Leben in Christo |
Christ! Du wirst mit den Engeln, Erzengeln, mit allen himmlischen Kräften vereint sein, ahme die Engel nach, verachte das Irdische gewinne das Himmlische. Liebe das Ewige, das Geistige, bleibe der Vorliebe des Alltags fern, werde kein Sklave deines Leibes und des Dämons der Geldgier, werde gutherzig, mild, still wie ein Engel, rein wie ein Engel, einfach, heilig wie er.
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26.04.2008 | Thema: Mein Leben in Christo |
Christus, in das Herz eingeführt durch den Glauben, läßt sich in ihm nieder durch Frieden und Freude. Gott sagt nicht umsonst: „Heilig bist Du, und in den Heiligen ruhst Du.”
Vergucke dich nicht in das schöne Angesicht eines Menschen, sondern schau auf seine Seele; sieh nicht auf sein Gewand (der Körper ist ein vergehendes Kleid), sondern sieh auf den, der sich darin kleidet; schau nicht auf die Pracht des Hauses, sondern schau auf den Bewohner, der darin wohnt, welcher Art er ist, - andernfalls beleidigst du das Ebenbild Gottes im Menschen, zeigst du dem König Geringschätzung, indem du dich vor seinem Diener verneigst, ihm selbst aber nicht die geringste ihm gebührende Ehre erweist.
Gleichermaßen schau nicht auf die Schönheit der Druckbuchstaben eines Buches, sondern schau auf den Geist des Buches; andernfalls erniedrigen wir den Geist und erhöhen den Leib; denn die Buchstaben sind der Körper, der Inhalt aber der Geist des Buches. Lasse dich nicht verführen durch die melodischen Klänge eines Instruments oder einer Stimme, sondern erkenne an ihrem Einfluß auf die Seele oder an den Worten, welcher Art ihr Geist ist; wenn die Klänge stille, reine, heilige Gefühle der Seele eingeben, so höre zu und nähre mit ihnen deine Seele; wenn durch sie Leidenschaften in deine Seele einfließen, so laß das Hören, laß von Geist und Leib der Musik.
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25.04.2008 | Thema: Mein Leben in Christo |
Die heiligen Engel und die anderen himmlischen Mächte sind erfüllt von unversehrtem, heiligem Leben, unverletzlichem Frieden, unzerstörbarer Frische, ewigem Mut und Kraft, unaussprechlicher Schönheit, von Licht, tiefer Weisheit, der reinsten Liebe zu Gott und zu den Menschen, von gegenseitiger Freundschaft, von Erleuchtung und Aufklärung. So sind auch unsere heiligen Schutzengel beschaffen. Herrlich ist das Wesen der Engel! Aber die Christen, welche würdig sein werden, das Jenseits und die Auferstehung von den Toten zu erlangen, werden den Engeln gleich sein, nach dem Wort des Herrn Selbst. Lasst uns denn eifrig streben zu jener Welt, die kein Ende hat, die unerschütterlich und friedlich ist.
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