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Tagesbuch

Mein Leben in Christo. Das Wort 134

28.01.2012 | Thema: Mein Leben in Christo |

Die heiligen Engel und die anderen himmlischen Mächte sind erfüllt von unversehrtem, heiligem Leben, unverletzlichem Frieden, unzerstörbarer Frische, ewigem Mut und Kraft, unaussprechlicher Schönheit, von Licht, tiefer Weisheit, der reinsten Liebe zu Gott und zu den Menschen, von gegenseitiger Freundschaft, von Erleuchtung und Aufklärung. So sind auch unsere heiligen Schutzengel beschaffen. Herrlich ist das Wesen der Engel! Aber die Christen, welche würdig sein werden, das Jenseits und die Auferstehung von den Toten zu erlangen, werden den Engeln gleich sein, nach dem Wort des Herrn Selbst. Lasst uns denn eifrig streben zu jener Welt, die kein Ende hat, die unerschütterlich und friedlich ist.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 434

27.01.2012 | Thema: Mein Leben in Christo |

Ähnlich wie die Seele ihren Körper trägt, so trägt Gott das gesamte Weltall, alle Welten, ohne von ihnen umfaßt werden zu können; die Seele erfüllt den ganzen Körper - „der Geist des Herrn erfüllt das Weltall” (Weish. 1, 7); nur wird die Seele durch den Körper begrenzt, wenn auch unvollständig, da sie sich überall aufhalten kann; der Geist Gottes aber wird nicht durch die Welt begrenzt und ist nicht in die Welt eingeschlossen, wie in einen Körper.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 133

26.01.2012 | Thema: Mein Leben in Christo |

Denke daran, daß während des Gebets der Herr uns ganz entspricht, als unser persönliches Urbild, und auf jedes Wort von uns, auf jede Regung des Herzens, antwortet.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 433

25.01.2012 | Thema: Mein Leben in Christo |

Was ist erstaunlich daran, wenn Gott das Wort Selbst, der Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren, Brot und Wein umwandelt - im Wesen verändert - zu Seinem allreinen Leib und Seinem allreinen Blut? Darin - in Brot und Wein - nimmt der Sohn Gottes nicht erneut Fleisch an, denn Er hat einmal Fleisch angenommen - und dies genügt für unendliche Zeiten -, sondern nimmt Fleisch an in demselben Leib, in dem Er zuvor Fleisch annahm, gleich wie Er die fünf Brote vermehrte und mit diesen fünf Broten mehrere Tausende speiste.
Es gibt viele Geheimnisse in der Natur, die mein Verstand nicht einmal an den Dingen erfassen kann; dennoch existieren die Dinge mit ihren Geheimnissen. So ist es auch in diesem Mysterium (Sakrament) des lebenspendenden Leibes und Blutes ein Geheimnis für mich, wie Brot und Wein zum Leib und Blut des Herrn Selbst werden; - aber das Sakrament des Leibes und Blutes existiert tatsächlich, wenn auch in für mich unverständlicher Weise. Bei meinem Schöpfer (ich bin Sein Gefäß, aus Fleisch und Blut erschuf mich der Herr und blies mir den Geist ein) - als des höchst weisen unendlich mächtigen Gottes - gibt es eine Vielzahl von Geheimnissen: Ich bin für mich selbst ein Geheimnis, als Werk Seiner Hände. Für meine Seele ist der Geist des Herrn Geheimnis, für meine Seele und meinen Leib - Sein Leib und Blut.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 132

24.01.2012 | Thema: Mein Leben in Christo |

Die Anwesenheit des Schutzengels bei jedem wahren Christen ist deshalb nötig, weil der Körper der Christen nach dem Zeugnis des Wortes Gottes Tempel des Heiligen Geistes und die Christen selbst - Glieder des Leibes Christi sind, geheiligt durch Seine Kreuzigungsleiden und Seinen Tod, geprägt durch Seine Sakramente, in welchen die Gnade des Heiligen Geistes uns vermittelt wird.
Besonders jedoch deswegen, weil wir im Sakrament des Abendmahls an dem Leib und Blut Christi selbst teilnehmen. Die Würde des Menschen, des Christen, als Gliedes des Leibes Christi und Tempels des Hl. Geistes erfordert unbedingt die Anwesenheit des Schutzengels, als unseres älteren Nächsten und Freundes, der uns zu unser aller Herrscher leitet, in das Reich des Lichtes und der Seligkeit. Wenn „Freude ist im Himmel vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der bereut hat” (Luk. 15,7,10), so muß man danach urteilen, welche starke Teilnahme an unserer Rettung die Engel des Herrn haben.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 432

23.01.2012 | Thema: Mein Leben in Christo |

Achte auf dein Herz dein ganzes Leben lang, beobachte es und horche nach ihm, um zu erfahren, was seine Vereinigung mit dem hochseligen Gott verhindert. Das sei dir die Wissenschaft der Wissenschaften, und du kannst mit Gottes Hilfe leicht bemerken, was dich von Gott entfernt und was dich Ihm näher bringt, mit Ihm vereinigt. Davon spricht das Herz selbst, das sich bald mit Gott vereinigt, bald von Ihm fortgerissen wird. Am meisten steht der Böse zwischen unserem Herzen und Gott: Denn er entfernt Gott von uns durch verschiedene Leidenschaften, oder „durch die Begierde des Fleisches, Begierde der Augen und das hoffärtige Leben” (1. Joh. 2, 16).

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Mein Leben in Christo. Das Wort 131

22.01.2012 | Thema: Mein Leben in Christo |

Aus der eigenen Erfahrung des intensiven innigen Gebets können wir wissen, daß die Heiligen in engste Gemeinschaft mit Gott aufgenommen sind, und eben aus eigener Erfahrung wissen wir, daß in Verbindung mit Gott mittels des Gebets des Glaubens unser Verstand sich ungewöhnlich erhellt und weite Dimensionen der Tätigkeit aufnimmt: in dieser Zeit sieht er was er in gewöhnlichem Zustand nicht sieht. Daraus folgt, daß die Heiligen, während sie in Gemeinschaft mit Gott sind, dabei rein und vom Körper losgelöst sind, den hellsten Verstand, der weitsehend ist, haben. Sie vernehmen unse-
re innigsten Gebete, und wenn diese Gott gefällig und für uns nützlich sind, so erfüllen sie diese unbedingt.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 431

21.01.2012 | Thema: Mein Leben in Christo |

Gott, als die ewige Wahrheit, duldet in uns nicht einen Augenblick des Zweifels an der Wahrheit. Gott, als die ewige Güte, „will, daß alle Menschen gerettet werden und zum Verstehen der Wahrheit gelangen” (1. Tim. 2, 4). Auch wir, als Kinder des gütigen Gottes, müssen von ganzem Herzen allen, sogar unseren Feinden, die Rettung wünschen und uns darum sorgen.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 130

20.01.2012 | Thema: Mein Leben in Christo |

Indem wir die Engel verehren, kommen wir näher zu jener für das Leben belebenden Überzeugung, daß eine andere Welt mit vernünftigen Wesen existiert, die vollkommen rein, einfach, körperlos sind, und daß folglich die Existenz unserer Seele nach dem Tode nicht nur etwas Mögliches, sondern auch wirklich Existierendes ist.
Und indem wir die Heiligen ehren, gewöhnen wir uns an den Gedanken, daß für uns ein Leben nach dem Tode existiert, daß die Tugend und die Heiligkeit nach dem Tode, belohnt werden. Dies bedeutet, wenn auch wir tugendhaft leben, so werden wir ebenso belohnt werden.
Daß das Böse bestraft wird, wie dies im Evangelium in der Geschichte von dem Reichen und Lazarus dargestellt ist, das bedeutet, daß auch wir für das Böse welches wir hier getan haben, bestraft werden.
Überhaupt, die Verehrung der Engel und Heiligen enthält keinerlei Anklang von Vielgötterei, liegt vollkommen in unserem Wesen und führt zu wesentlichem seelischem Gewinn.

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Mein Leben in Christo. Das Wort 430

19.01.2012 | Thema: Mein Leben in Christo |

Unsere Hoffnung, das während des Gebets Erbetene zu erhalten, gründet sich auf den Glauben an die Güte und überströmende Freigebigkeit Gottes, da Er ein Gott der Barmherzigkeit und Gebefreudigkeit und Menschenliebe ist; und dabei erinnern wir uns an die zahllosen früheren Erfahrungen der Güte und Barmherzigkeit Gottes, sowohl an anderen Menschen (in der hl. Schrift und den Lebensbeschreibungen der Heiligen), als auch an uns. Deshalb ist es für den Erfolg des Gebets auch notwendig, daß der Betende schon früher Erbetenes erhielt und im Herzen fest daran glaubt. Oft erhalten wir auf unser Gebet hin das Erbetene, besonders bei Bitten zur Errettung unserer Seelen; man muß dies direkt dem Herrn, Seiner Gnade, zuschreiben, nicht irgendeinem Zufall. Wo im Reiche des Allherrschenden Gottes kann man dem Zufall Raum lassen? Ohne Ihn geschieht wahrhaftig nichts, da „ohne Ihn nichts wurde, was geworden ist” (Joh. 1, 3).
Viele beten deshalb nicht, weil ihnen scheint, daß sie auf ihr Gebet hin von Gott keine Gaben erhalten haben, oder weil sie das Gebet für unnötiges Tun halten; Gott, so sagen sie, weiß alles, noch vor unseren Bitten, und vergessen dabei, daß gesagt ist: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan).” (Matth. 7, 7). Unsere Bitten (Gebete) sind notwendig eben für die Stärkung unseres Glaubens, durch den allein wir gerettet werden: „Durch Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben (Eph. 2, 8.) 0 Frau, groß ist dein Glaube” (Matth. 15, 28). Der Erlöser veranlaßte deshalb die Frau, intensiv zu bitten, um ihren Glauben zu wecken und zu stärken.
Solche Menschen sehen nicht, daß die den Glauben -den wertvollsten Besitz eines Christen, der so unentbehrlich ist wie das Leben - nicht haben, daß sie sich im Unglauben einen falschen Gott machen und Kinder des Teufels sind, unwürdig irgendeiner Gabe der Güte Gottes; daß sie im Begriff sind, zugrunde zu gehen.
Es ist ebenfalls notwendig, daß das Herz während des Gebets brenne im Wunsch nach geistigen Gütern, in Liebe zu Gott, Den das Herz klar erschaut in Seiner äußersten Güte gegenüber dem Menschengeschlecht, bereit, in väterlicher Liebe alle Gebete zu erhören. „Wenn ihr, die ihr böse seid, gute Gaben euren Kindern geben könnt, so wird um so mehr euer himmlischer Vater denen Gutes geben, die Ihn bitten” (Matth. 7, 4).

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