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Tagesbuch

Johannes von Kronstadt

13.09.2005 | Thema: Ambrosius Backhaus |

Ambrosius Backhaus
(23.08.1923 – 03.04.2005)
22087 Hamburg
20. Dez. 2004

JOHANNES VON KRONSTADT

Geboren: 19. Oktober 1829 in Nordrußland (in Sury), gestorben: 20. Dezember 1908 in Kronstadt.

Er lebte, was und wie er glaubte. Er lebte aus dem Gebet, vor allem aus der täglichen GÖTTLICHEN LITURGIE, dem Abendmahlsgottesdienst der orthodoxen Kirche.

Er lebte aus der Verkündigung des Lebens und der Liebe des Herrn Jesus Christus, vor allem 25 Jahre als Religionslehrer in Kronstadt, einer Hafenstadt, die mehr von der Schiffahrt, von dem oft nur diesen Tag heute bedenkenden Menschen geprägt war als von der Kirche. Er überzeugte durch die Selbstverständlichkeit seines Glaubens; jeder spürte, daß er nichts von sich, alles von Gott erwartete.

1904 – 75 Jahre alt – sagte er auf einer Priesterversammlung: „Alles, was gut in mir ist, das kommt durch Gottes Gnade; alles aber, was unvollkommen und schlecht ist, das kommt von mir.“ Diese Worte überzeugten nicht, weil sie wahr waren – jeder von uns kann die gleichen Sätze sagen und dabei richtig sein Leben beschreiben -, sondern weil er so lebte, wie er sprach.

Er lebte so, daß er durch Taten bekannte, daß jeder, der ihm begegnete, für ihn Christus war.

Matthäus 25, 40: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Er gründete großangelegte Wohltätigkeitseinrichtungen- z.B. einen Werkstattkomplex mit Schule und Herberge zur Hilfe für unbemittelte Einwohner und Zuwanderer im See- und Kriegshafen Kronstadt (St. Petersburg vorgelagert). Das war meist ein rauhes Volk, das keine Kirche und keinen Priester kannte, bis es Vater Johannes begegnete, der alles Geld, was er hatte und was er bekam, für die Armen ausgab.
Vater Johannes traute alles Gott zu, und so wurde sein Gebet und seine Fürbitte zur Kraft, die Frieden stiftete, Kranke heilte, Verzweifelte aufrichtete und tröstete.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!

Liebe Brüder und Schwestern!

Das war der Mann, dessen Tag wir heute feiern.

Das ist der Mann, dem wir heute und alle Tage des Jahres im Gebet und Lobpreis Gottes verbunden sind.

Das ist der Mann, der für viele betete, nicht nur für Orthodoxe, nicht nur für Christen, nicht nur als er auf dieser Erde lebte, sondern auch jetzt: Er betet heute und hier mit uns und für uns, weil für ihn die Worte des Herrn selbstverständliche Wirklichkeit sind und waren:

Joh. 15, 16:
Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, Er’s euch gebe.

Joh. 16, 24:
Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei.

Wir alle kennen und lieben diese Worte des Herrn, aber noch sind sie kaum die tägliche Erfahrung unseres Lebens mit Gott. Der heilige Johannes hörte die Bitten der Menschen, die zu ihm kamen, und brachte diese Bitten zu Gott. Er betete nicht für sich, sondern für die, die Christus ihm anvertraut hatte. Er erwartete nicht, daß seine Bitten und die Wünsche derer, die ihn um sein Gebet baten, so in Erfüllung gehen würden, wie wir Menschen wünschen und Gott bedrängen. Er erwartete, daß des Herrn Wille geschehe, DER will, daß keiner verloren gehe, sondern alle gerettet werden. Und auf wunderbare Weise erhörte Gott seine Gebete und erhört sie heute. Wir merken oft nicht, daß nicht unsere Bitten wortwörtlich in Erfüllung gehen, sondern daß des Herrn Wille geschehe und auf herrliche Weise unsere Bitten sich wandeln und wir in unserem Leben und Bitten eins werden mit dem Herrn in der Gemeinschaft mit dem Heiligen von Kronstadt.

Das ist das Geheimnis der Heiligen, das Geheimnis des Heiligen Johannes von der Hafenstadt an der Ostsee, daß in ihrem Herzen und in ihrer Liebe zu den Nächsten, die eins ist mit der Liebe zu Christus, sich unsere Bitten und Wünsche wandeln und ganz eins werden mit dem Willen Gottes, DER uns auf wunderbare und oft unerwartete Weise zur wahren Freude an unserem Leben führt. In Seinem Licht sehen wir das Licht:

Ps. 36, 10:
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

– So wird unser Leben hell in der Gemeinschaft des Gebetes mit dem heiligen Johannes; verbunden mit ihm im Gebet öffnet sich unser Leben zur wahren Schönheit und wir erleben Wunder über Wunder, die uns Christus immer näher bringen. So war und ist in den Wundern, die durch die kindlich-zuversichtliche Fürbitte des Heiligen geschehen, das beständige Wunder, daß sich uns unser Gebet erfüllt, das wir täglich wieder und wieder beten:

DEIN WILLE GESCHEHE!
Amen.


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